Aktion Silbermöwe

Brücken bauen

Guatemala: Hilfe für Familien und Kinder.

Hilfe leisten, Zeichen christlicher  Solidarität setzen, Einbahnstraßen zwischen Nord und Süd überwinden, die Gerechtigkeitsfrage in den Blick zu rücken – darin sieht die "Aktion Silbermöwe" ihre Aufgabe.  

Die "Aktion Silbermöwe" der Speyerer Kirchenzeitung "der pilger" ist in der Kirchenpresse der Bundesrepublik Deutschland eine einzigartige Einrichtung. Neben ihrer Aufgabe als Leser-Hilfswerk hält sie den Kontakt zu Missionarinnen und Missionaren, zu Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfern. Diese berichten in der Bistumszeitung über ihre Arbeit, die Sorgen und Nöte der Menschen sowie über die brennenden Probleme in ihrem Einsatzgebiet. 

In vielen Gemeinden des Bistums Speyer engagieren sich Gruppen, Initiativen und viele Einzelpersonen für die Solidarität mit Menschen in den Ländern des Südens.  So werden auch  viele Hungermärsche  über die "Aktion Silbermöwe" abgewickelt. Man verstehe sich daher auch als "Dienstleister" für Pfarreien, Gruppen, Verbände und das Bistum, so "der pilger".

Bruder Karl Schaarschmidt sorgt in Kenia für Waisenkinder.

Ziel ist immer: "Wir wollen einen Beitrag leisten im Kampf um mehr Gerechtigkeit in der Welt und beim Kampf gegen die Armut, die Menschen ihre Würde nimmt und sie jeder Hoffnung auf Zukunft beraubt", so heißt es in einer Informations-Brochüre.  Die "Aktion Silbermöwe" fördere Projekte, bei denen die Armutsbekämpfung im Mittelpunkt steht. Ihr gehe es darum, dass die Hilfe direkt bei den Menschen ankommt.

Für das "pilger"-Team sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am "Projekt Silbermöwe" ist klar: "Die Unterentwicklung in der Welt hängt eng mit uns und dem Lebensstil in den Industrienationen zusammen. Auch dieses Thema gilt es in den Blick zu nehmen. Ebenso wie die Erkenntnis, dass die Bekämpfung von Armut und Unterentwicklung von gerechteren weltwirtschaftlichen Strukturen nicht zu trennen ist."

Dass Spekulanten weltweit die Nahrungsmittelpreise maßgeblich mit bestimmten, dass dürfe nicht hingenommen werden.  Bei der "Aktion Silbermöwe" weiß man: Es geht um den Aufbruch in die "eine Welt".

Geschichte der "Aktion Silbermöwe"

Seit 1960 leisten die Leserinnen und Leser der Kirchenzeitung "der pilger", Initiativen, Pfarreien und Verbände über die "Aktion Silbermöwe" Hilfe für notleidende Menschen in anderen Erdteilen. Allein in den Jahren zwischen 2000 und 2009 konnten Projekte in mehr als 40 Ländern der Erde mit rund 8,2 Millionen Euro gefördert werden. 

Die Anfänge der Aktion reichen bis ins Jahr 1960 zurück. Im Zusammenhang mit dem Eucharistischen Weltkongress in München wurden "Paten" gesucht, die mit ihren Spenden Katholikinnen und Katholiken aus den "Missionsländern" die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglichen sollten. Nach der großen Resonanz aus der pilger-Leserschaft auf die Initiative entstand die "Aktion Silbermöwe" als ständige Hilfseinrichtung. Daraus ist inzwischen ein Leser-Hilfswerk entstanden.

1960: Bischöfe, Ordensleute und Laien, denen die Kirchenzeitung "der pilger" mit Spenden seiner Leserinnen und Leser die Teilnahme am Eucharistischen Weltkongress in München ermöglicht hatte, bei Bischof Isidor Markus Emanuel. Dies war die Geburtsstunde der "Aktion Silbermöwe".
2010: Verheerendes Erdbeben in Haiti. Mehr als 200.000 Menschen sterben, über eine Million werden obdachlos. Leserinnen und Leser des "pilger" spenden rund 30.000 Euro. Mit 20.000 Euro kann Adveniat Soforthilfe leisten und Wiederaufbaumaßnahmen fördern. Fotos: Archiv

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