Aus dem Bistum

Donnerstag, 06. Juli 2017

Menschen mit Behinderungen gestalteten Gottesdienst mit

Weihbischof Otto Georgens eröffnete die diesjährigen Wallfahrten auf den Annaberg bei Burrweiler

Die Annakapelle ist alljährlich Schauplatz der Wallfahrten. In diesem Jahr finden sie vom 20. Juni bis 8. August statt. Foto: Mathes

Menschen mit Behinderungen und ihre Begleiter gestalteten am 20. Juni den ersten Wallfahrtstag des Jahres auf den Annaberg bei Burrweiler mit. Vorbereitet wurde er unter der Leitung von Gemeindereferent Christoph Sommer vom Referat „Seelsorge für Menschen mit Behinderung“ des Bischöflichen Ordinariates Speyer. Sämtliche Wallfahrtstage stehen in diesem Jahr unter dem Leitmotiv:  „Magnificat – Da sagte Maria“.

Das feierliche Wallfahrtsamt mit Weihbischof Otto Georgens nahm die Verse 46 und 47 des Lukas-Evangeliums „Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter“ in den Blick.  Zahlreiche Messdienerinnen und Messdiener, die sich aus der Realschule Plus in Edenkoben, der Grundschule Roschbach, der Grundschule Rhodt, dem Caritasförderzentrum Queichheim und der Förderschule Ottersheim zusammensetzten, ministrierten. Die musikalische Begleitung übernahmen abwechselnd das Schulorchester der Laurentiusschule Herx­heim und Alexandra Gottwick an der Orgel.

Pfarrer Matthias Pfeiffer von der Pfarrei Heilige Anna Edenkoben begrüßte alle Anwesenden aus nah und fern, besonders Weihbischof Georgens, „der jedes Jahr zur Eröffnung der Annaberg-Wallfahrten als Zelebrant aus Speyer zu uns kommt“.
Nach der Lesung griff Christoph Sommer in der Katechese die Begriffe aus dem Magnificat „loben“ und „jubeln“ auf. Die Bewohner einer Wohngruppe hatten hierzu ein Plakat mit Aussagen zu Anlässen der Freude vorbereitet, die sie mit ihren Helfern der Gottesdienstgemeinde vorstellten. Sommer spannte den Bogen von den Gründen des Jubelns in unserem alltäglichen Zusammenleben zur Dankbarkeit und zum Lobe Gottes bis zum Jubel Marias, die nicht äußerlich, sondern innerlich über die Empfängnis ihres Sohnes juble. Er gab den Gottesdienstbesuchern mit auf den Weg, wie Maria zu „strahlen“, um andere Menschen durch unseren Glauben zu inspirieren.

In seiner Predigt betonte Weihbischof Georgens, das Magnificat sei das Praeludium, das Vorspiel zum Leben Jesu. Jesu sage gerade zu den Kleinen: Gott sieht Euch an. Darüber hinaus sei das Magnificat ein Protestsong gegen das Unrecht. Es protestierte unter anderem gegen diejenigen, die der Hunger der Menschen nach Brot, einem guten Wort oder nach Liebe kalt lasse, so der Weihbischof. Und nicht zuletzt sei das Magnificat die Programmmusik des christlichen Lebens. Mit allen Menschen, die sich von Marias Lied bewegen ließen, könne unsere Welt eine Spur menschlicher werden.

Die Fürbitten wurden von Christoph Sommer und Mitarbeitern der Behinderteneinrichtungen verlesen. Darin baten sie unter anderem darum, den Menschen mit Behinderung den Platz in unserer Gesellschaft zuzuerkennen, den Gott für sie bereithält. (ED.HA.)

Redakteur:  Redaktion

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