Aus dem Bistum

Donnerstag, 25. Februar 2016

Über viele interessante Stationen zurück in die Pfalz

Seit Jahresbeginn leitet Renate Schmitt die Bildungs- und Freizeitstätte Heilsbach bei Schönau

Seit Jahresbeginn leitet Renate Schmitt die Bildungs- und Freizeitstätte Heilsbach bei Schönau. Foto: Daum

Arbeiten wo andere Urlaub machen, Erholung, Spiritualität finden und dieses kleine Privileg mit der Rückkehr in die Heimat verbinden können – das ist Renate Schmitt gelungen. Seit Jahresbeginn ist Schmitt die neue Leiterin der bei Schönau gelegenen Bildungs- und Freizeitstätte Heilsbach. Für Schmitt eine berufliche Herausforderung und die Rückkehr zu den Wurzeln. Im unweit von Schönau gelegenen Wasgau-Örtchen Schindhard ist sie geboren und aufgewachsen.Die Pfalz, sagt die 43-Jährige, habe sie bei allen beruflichen Stationen, die sie unter anderem in die USA führten, immer im Herzen gehabt. Jetzt kann sie wieder täglich den Blick auf den zu jeder Jahreszeit sehenswerten Pfälzerwald, auf die Wooge im Dahner Felsenland werfen. „Die Natur genieße ich immer wieder“, sagt sie und freut sich über die an Wald, Felsen und Wasser reiche Landschaft.

Ihre vorherige berufliche Station war Petershagen, unweit von Minden an der Weser gelegen. „Dort gibt es ja keine Erhebungen in der Landschaft“, sagt Schmitt lachend. In Petershagen war sie sechs Jahre lang stellvertretende Herbergsleiterin des dortigen Jugendgästehauses. „Auch eine sehr schöne Einrichtung“, so Schmitt, die gerne in der Weserregion gearbeitet hat. Aus dem ehemaligen adligen Anwesen „Besselscher Hof“ war das Jugendgästehaus entstanden. Mit 116 Betten, fünf Tagungsräumen und einer großen Mehrzweckhalle.

Bei diesen Einrichtungsmerkmalen war Schmitt prädestiniert, um sich für die Leitung der Heilsbach zu bewerben: 130 Betten, sechs Tagungsräume, eine große Mehrzweckhalle bietet die Heilsbach. Ähnliche Einrichtungsverhältnisse wie in Petershagen findet Schmitt auf dem 80000 Quadratmeter großen Gelände der Heilsbach vor. Deren Gründung resultiert aus einem Zeltlager der katholischen Jugend im Jahr 1953. Seither hat sich die Einrichtung stetig verändert. Die Heilsbach, die eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts ist, weiter zu entwickeln, „das ist meine Aufgabe“, weiß Schmitt.

Aktuell analysiere sie die betriebswirtschaftliche Situation. Die typischen Unternehmensprozesse der Gastronomie hat die Hotelbetriebswirtin, die in den Vereinigten Staaten eine Management-Ausbildung aufgesattelt hat, von der Pike auf gelernt hat. „Sie sind auch in der Heilsbach anzutreffen“, sagt Schmitt. Gemeinsam mit Stiftungsvorsteher Dr. Friedrich Mohr und dem engagierten Mitarbeiterteam gelte es, die Geschäftsprozesse zu optimieren, die Kostenstruktur ins Auge zu fassen und Möglichkeiten auszuloten, wie sich das Haus effizienter führen und gestalten lässt. Die Heilsbach muss sich finanziell selbst tragen. „Ideen sind gefragt“, weiß Schmitt. Dass sie die Region, die Mentalität der Menschen kennt, „macht die Aufgabe natürlich einfacher“, sagt sie.

Der katholische Glaube spielte in ihrem Leben von Kindesbeinen an eine wichtige Rolle. Messdiener, katholische Jugend – Schmitt hat schöne Erinnerungen an diese Jugendjahre. „Der Glaube hat mich durch mein ganzes Leben, auf allen beruflichen Stationen begleitet“, sagt sie. Wie in der Gastronomie üblich, arbeitete sie in verschiedenen Hotellerie- und Catering-Betrieben, nahm sich auch mal eine kurze Auszeit von diesem Berufsfeld. „Aber ich habe gemerkt, dass ich einfach gerne mit Menschen zu tun habe und dass mir die Gastronomie diese Möglichkeit bietet“, erzählt Schmitt. Sie arbeitete im CNN-Center in Atlanta, wo der Nachrichtensender sein Hauptquartier hat, in einem Top-Kongress-Hotel und in einer Reihe anderer großer Häuser.

Über den sechsjährigen geografischen Umweg in Petershagen ging es für die Mutter eines neunjährigen Sohnes zurück in die Pfalz. Dass Schmitt, die kulturell vielseitig interessiert ist, in der Heilsbach ihre Begeisterung für die Arbeit in der Gastronomie, die Liebe zur Natur, zur pfälzischen Heimat und ihren katholischen Glauben miteinander verbinden kann, „das ist natürlich ideal“, freut sie sich. (red)

Redakteur:  Redaktion

aktuelle Nachrichten

22. September 2016

Jammertal nicht herbeireden

Geist der Gründerväter ist im Handeln der EU kaum noch zu erkennen


22. September 2016

Auf der Suche nach dem schönsten Adventsmarkt

Bayerisches Pilgerbüro bietet Reisen ins Elsass, an den Niederrhein sowie nach Rom und Neapel an


22. September 2016

Ein Fluss prägt ganz Europa

Ausstellung „Der Rhein“ bis 22. Januar 2017 in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen


Anzeige

Abo der Pilger

Bestellen Sie bequem online Ihre persönliche Ausgabe der Kirchenzeitung.

Anmeldung im Benutzerbereich

Passwort vergessen?
neu registrieren