Aus dem Bistum

Donnerstag, 17. März 2016

Viel Unruhe wegen Chorkassen

Neuregelungen und Veränderungen beschäftigen Kirchenchöre

Großer Andrang beim Treffpunkt Kirchenmusik. Die Teilnehmer brachten viele Fragen mit, in der Hoffnung auf Anworten und Klärungen. Foto: Markus Eichenlaub

Das liebe Geld hatte bereits im Vorfeld der Veranstaltung für viel Unruhe und manchen Ärger gesorgt. Daher war es nicht überraschend, dass sich 250 Verantwortliche aus den Kirchenchören des Bistums zum 12.  Treffpunkt Kirchenmusik im Bildungshaus Maria Rosenberg angemeldet hatten.

Aufgrund des diesjährigen Schwerpunktthemas war kein externer Referent eingeladen. Die Aufgabe übernahmen Domkapitular Franz Vogelgesang, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge und René Pfeiffer, Geschäftsführer der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat.

Noch bevor es an die thematische Arbeit ging, stimmte Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub  die Teilnehmer mit Einsingübungen und einer kurzen Chorprobe auf den Tag ein. Danach führte Regens Markus Magin, Diözesanpräses und Vorsitzender des Diözesancäcilienverbandes, in die Inhalte ein.

Die Umstrukturierung des Bistums in 70 Großpfarreien hat etliche Änderungen erforderlich gemacht. In diesem Zusammenhang wurden Kirchenchorvorsitzende im September 2015 von ihren Pfarrern unterrichtet, dass die Chöre ab dem Jahreswechsel ihre Chorkassen nicht mehr selbständig verwalten dürfen. Die Information führte zu Unruhe und teilweise wilden Spekulationen.

Ihm sei bewusst, an welchen Stellen es brenne und brodle, räumte Franz Vogelgesang zu Beginn des Themenvortrags ein. Die Veränderungen im Bistum seien immens, nicht nur in den Kirchenchören. Das Konzept „Gemeindepastoral 2015“ wolle aber mehr als nur strukturelle Veränderungen bewirken, sagte der Domkapitular.  

Er wies darauf hin, dass sich in den zurückliegenden Jahren über Innerkirchliches hinaus auch staatskirchenrechtlich und steuerlich viel geändert habe. Da die Kirche eine Organisation innerhalb der Gesellschaft ist, müsse sie sich an die gesetzlichen Vorgaben halten.

Anschließend präsentierte René Pfeiffer die vorgesehenen Änderungen. Nicht ohne immer wieder von besorgten Teilnehmern unterbrochen zu werden, denen Fragen zu Barkassen, Vollmachten und Mitgliedsbeiträgen unter den Nägeln brannten. Hier und da wurde die Befürchtung laut, künftig zum Bittsteller um das eigene Geld degradiert zu werden.

Im Verlauf einer kontroversen Diskussion kam deutlich zutage, dass die Chorverantwortlichen nicht nur in den neuen Verordnungen Probleme sehen, sondern auch in der Art und Weise, wie diese Regelungen mit den zuständigen Personen in den Pfarreien kommuniziert oder eben auch nicht kommuniziert wurden.

Am Ende des Themenblocks wuchs jedoch bei vielen die Erkenntnis, dass durch die Neuregelungen zwar der bürokratische Aufwand gewachsen ist,  die Chöre aber ein weitgehendes Verfügungsrecht über ihre Chorkassen behalten.

Nach einer kurzen Chorprobe stellte Uwe Burkhart als Rundfunkbeauftragter des Bistums das Projekt  „Himmlische Töne“ vor. Es soll in den diesjährigen Erlebnistag Deutsche Weinstraße am letzten Sonntag im August eingebunden werden. Ein Vorhaben, für das Burkhart bei den Teilnehmern warb.

Im Anschluss an das Mittagessen informierte Magin über Aktuelles aus dem Bistum. Auf die Verschiebung der ursprünglich für 2016 geplanten Chorfahrt wies er besonders hin, da die Diözese zeitgleich eine Rom-Wallfahrt anberaumt hat. Ein neuer Termin steht jedoch schon fest. Die Fahrt findet vom 9. bis 13.Oktober 2017 statt, die Ziele mit Würzburg, Bamberg, und Vierzehnheiligen bleiben unverändert.

2018 findet der nächste Diözesan-Kirchenmusiktag im Dom statt. Eine überarbeitete Satzung für Kirchenchöre und kirchenmusikalischen Gruppierungen des Bistums soll voraussichtlich im Sommer 2016 zur Verfügung stehen.

Nach einer weiteren kurzen Chorprobe endete der Treffpunkt mit einer Abschluss-Andacht in der Wallfahrtskirche. In seiner Ansprache zeigte Regens Magin auf, dass Christinnen und Christen über alle Probleme, Fragen und Sorgen hinaus den Blick auf das Ganze nie verlieren sollten. (red)    

Redakteur:  Redaktion

aktuelle Nachrichten

24. Juni 2016

Sie würden sich im Grab rumdrehen

Es ist ein schwarzer Freitag für die Gründer eines vereinten Europa – und für die Europäische Union.


23. Juni 2016

Zweifacher Mangel

Erfolg im Beruf hängt nicht von einem Studium ab


23. Juni 2016

Der erste Schritt ist wahrscheinlich der Wichtigste

Der Beginn einer Pilgerschaft ist der Schlusspunkt hinter einer Zeit des Zweifelns und der...


Anzeige

Abo der Pilger

Bestellen Sie bequem online Ihre persönliche Ausgabe der Kirchenzeitung.

Anmeldung im Benutzerbereich

Passwort vergessen?
neu registrieren