
Mit den Gesprächsrunden in Landau und Annweiler fanden Ende Juni die Pfarrverbandsbesuche im Rahmen des Prozesses „Gemeindepastoral 2015“ des Bistums Speyer ihren Abschluss. Seit der Auftaktveranstaltung in Kusel am 22. Februar dieses Jahres war Generalvikar Dr. Franz Jung mit einem Mitarbeiterteam in alle 24 Pfarrverbände des Bistums gereist, um das Konzept vorzustellen und den künftigen Zuschnitt der Pfarreien zu diskutieren.
Wie die Pläne der Bistumsleitung vorsehen, sollen im Bistum Speyer bis 2015 aus den bislang 346 Pfarreien in 123 Pfarreiengemeinschaften rund 60 größere Pfarreien entstehen. Im Gespräch mit den Seelsorgeteams und den Vertretern der pfarrlichen Gremien wurde bei den Pfarrverbandsbesuchen ein Konsens über die Grenzziehung für die neuen Pfarreien gesucht. Die endgültige Festschreibung wird allerdings erst nach einem diözesanen Forum im November erfolgen. Die bisherigen Ergebnisse sind auf der Internetseite des Bistums veröffentlicht. Weiße Flecken weist die Karte mit der zukünftigen Pfarreienstruktur nur noch an einigen wenigen Stellen auf. So blieb beispielsweise in den Pfarrverbänden Zweibrücken, Frankenthal, Schifferstadt und Bad Bergzabern die Zuordnung einzelner Gemeinden noch offen. Die betroffenen Pfarreien haben nun die Möglichkeit, die Strukturvorschläge noch einmal in den Pfarrgemeinderäten zu diskutieren und neue Voten einzureichen.
Generalvikar Jung zeigte sich nach Abschluss der Pfarrverbandsbesuche beeindruckt von den engagierten Diskussionen der vergangenen Wochen. Im Gespräch mit den Gremienvertretern sei zwar die Sorge um den Erhalt ihrer Gemeinden deutlich zu spüren gewesen, andererseits aber auch das Bewusstsein, dass Veränderungen notwendig seien. In der Regel sei die Bereitschaft vorhanden, den eingeschlagenen Weg mitzugehen. Jung nahm auch ein echtes Interesse wahr, „wie ein geistlicher Neuaufbruch aussehen könnte, wie Gemeinde, wie Pfarrei neu zu denken wäre angesichts der allfälligen Krisensymptome“. Als großes Anliegen aus den Gesprächsrunden nehme er mit, auch in den bisherigen Gemeinden, die in den neuen Pfarreien weiter bestehen sollen, gewählte Vertretungen zu erhalten.
In den kommenden Wochen wird die zuständige Arbeitsgruppe im Bischöflichen Ordinariat die Ergebnisse der Pfarrverbandsbesuche auswerten und unter Berücksichtigung der noch eingehenden Voten den Strukturvorschlag überarbeiten. Im August und September befassen sich noch einmal der Pastoralrat, der Priesterrat und der Katholikenrat des Bistums in Sondersitzungen mit der Konzeption, ehe sie vom 12. bis 14. November auf einem Diözesanforum abschließend diskutiert und vom Bischof in Kraft gesetzt wird. Vollzogen wird die Strukturreform im Jahr 2015. Text: is
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Das Konzept "Gemeindepastoral 2015" im Wortlaut |
Fastenhirtenbrief 2010 des Speyerer Bischofs über "Gemeindepastoral 2015" |