Gemeindepastoral 2015

Viele Informationen und rege Diskussionen: Erster Rätetag zu 2015-Konzept in Neustadt

Rund 250 Teilnehmer verzeichnet der erste Rätetag.

„Ihnen liegt die Zukunft der Kirche von Speyer am Herzen. Dafür danke ich Ihnen von Herzen“, mit diesen Worten und einem Segenswunsch verabschiedete Domkapitular Franz Vogelgesang die rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Rätetages zum Konzept „Gemeindepastoral 2015“. Ein Tag mit geballter Information und minutiösem Zeitplan ging damit zu Ende.

Wegen der großen Teilnehmerzahl des Rätetages am 12. Februar fand die Veranstaltung teilweise in der Klosterkirche statt. „Es ist eine überwältigende Teilnahme heute“, freute sich Vogelgesang, der im Bischöflichen Ordinariat Speyer für den Bereich Seelsorge zuständig ist.

Der Rätetag sollte als eine Art Fortsetzung des Diözesanen Forums vom November 2010 die Mitglieder aus Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräten über den Stand der Dinge in den 2015-Arbeitsgruppen informieren. Zugleich benötigen die Arbeitsgruppen an mehreren Rückmeldungen von der Basis. „Derzeit haben wir keine leichten Zeiten, weder für die Gesellschaft, noch für die Kirche. Krise heißt eigentlich, jetzt ist Zeit für Entscheidungen.Und wir sitzen miteinander in dem einen Boot“, so Franz Vogelgesang. Den Rätetag bezeichnete Vogelgesang als „ein Tag des Dialogs und des Glaubens“.

Dieser Tag gliederte sich – wie die am 12. März und 16. April folgenden Rätetage – in mehrere Phasen. Den Teilnehmern wurde zunächst ein knapper Einblick über die Fragen gegeben, an denen die Arbeitsgruppen im 2015-Prozess gerade sitzen. Nach diesem Überblick ging es mehreren Teilgruppen weiter, wo jeweils die Ergebnisse oder Zwischenberichte einer Arbeitsgruppe erläutert und diskutiert wurden. Die Frauen und Männer aus den Räten hatten dann die Möglichkeit, den Arbeitsgruppen weitere Denkanstöße mitzugeben für die weitere Arbeit. Alle Rückmeldungen wurden am Ende auf Leinwänden präsentiert und es war nochmals möglich, diese zu diskutieren und zu ergänzen. Inhaltlich ging es beim Rätetag in Neustadt um Themen, mit denen sich die folgenden Arbeitsgruppen (AG) befassen: AG Pastorale Räte, AG Kirchliche Finanzen und Verwaltungsräte, AG Teamentwicklung und Personal, AG Prinzipien, AG Pfarrbüros sowie AG Pastorale Standards.

 

 

Zur Arbeitsgruppe Pastorale Räte

Zunächst ging es bei der Arbeitsgruppe um eine Begriffsklärung – die Gruppe schlägt für die Pfarreiebene als Gremium den „Pfarreirat“ vor, auf Gemeindeebene den „Gemeindeausschuss“. Das so genannte „Speyerer Modell“ sieht nun vor, beide Ebenen direkt von den Katholiken wählen zu lassen. Im Pfarreirat ist jede Gemeinde mit mindestens zwei Personen vertreten. Zu überlegen ist noch, wie die Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse der beiden Gremien abgegrenzt werden können: Gemeindeausschüsse können nicht festlegen, wie zum Beispiel die Feiertagsgottesdienste geregelt werden, das muss der Pfarreirat entscheiden. Aber wie Glaubensweitergabe, das liturgische Leben und die Caritasarbeit vor Ort aussehen soll, muss der Gemeindeausschuss für seinen Ort regeln – so wurde in der Diskussion deutlich.

Vieles ist noch nicht geklärt, etwa welche Aufgaben die „pastorale Ansprechperson“ haben soll. Wichtige Fragen waren die nach den Rechten der neuen Gremien, vor allem des Gemeindeausschusses. Kritisch hinterfragt wurde, ob ein Ehrenamtlicher den Vorsitz des Pfarreirates schultern kann – bei der Größe des entstehenden Pfarrgebiets. Eine Teilnehmerin äußerte die Befürchtung, dass die Mitarbeit im Pfarreirat überfordern könne. Marius Wingerter von der Diözesanstelle der Räte verwies auf die Modellpfarreien, wo die Praxistauglichkeit der überlegten Regelungen geprüft werden muss.

Auf dem Prüfstand wollen die Räte auch die Begriffe „Pfarreirat“ und „Gemeindeausschuss“ sehen. „Da muss noch ganz viel weitergearbeitet werden“, mahnte Maria Faßnacht, Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum, an. „Ausschuss“ gebe jedenfalls nicht die Verantwortung und Kompetenzen dieses Gremiums wieder, das sich doch verantwortlich um das kirchliche Leben am Ort kümmern solle. Ob „Filialrat“, „Kirchengemeinderat“ oder wie auch immer – zur schöpferischen Kreativität lud Wingerter die Räte ein.

Marius Wingerter plädierte außerdem dafür, sich bereits bei der PGR-Wahl im November 2011 zu engagieren. „Wir müssen uns immer wieder die Frage stellen, wie wir Mitarbeiter für die Sache unseres Glaubens gewinnen können.“

 

 

Zur Arbeitsgruppe Kirchliche Finanzen und Verwaltungsräte

Ein Kernthema des Rätetages war ohne Zweifel das Vermögen der Kirchenstiftungen und die Finanzen der künftigen Pfarreien. Marcus Wüstefeld von der Arbeitsgruppe Kirchliche Finanzen und Verwaltungsräte betonte, dass nicht geplant sei, die heutigen Kirchengemeinden zu enteignen. „Diese Angst ist vorhanden – dies muss beantwortet und gelöst werden.“ Das am 31. Dezember 2015 bestehende Vermögen (und die Verbindlichkeiten) der einzelnen Kirchenstiftungen sollen zweckbestimmt eins zu eins als solches erhalten bleiben. In der neuen Pfarrei sollen damit die einzelnen (heutigen) Kirchenstiftungen erhalten bleiben, verwaltet von einem Verwaltungsrat. Ihm gehören Vertreter aller Kirchenstiftungen an. In den einzelnen Gemeinden kümmern sich Mitglieder des Gemeindeausschusses um Einzelbereiche der Ortsgemeinde. Wie läuft was zwischen diesen Gremien – welche Kompetenz- und Vetorechte gibt es? Wie deutlich wurde, ist hier noch vieles genauer zu klären. „Damit die neuen Pfarreien zusammenwachsen können, soll der Verwaltungsrat vor allem das Ganze im Blick haben“, betonte Norbert Aprill von der Arbeitsgruppe Kirchliche Finanzen und Verwaltungsräte.

Mehrere Teilnehmer baten dringend darum, eine verständliche Sprache in diesen rechtlichen Dingen beizubehalten. Außerdem forderten sie weitere Handreichungen und Informationen zu den Fragen des Verwaltungs- und Finanzbereiches.

Klar wurde, dass es in der Verwaltung vor allem der hauptamtlichen Unterstützung bedarf. Drei Wege werden dazu geprüft – zum einen die Schaffung von zwei bis drei Rendanturen im Bistum, die die Rechnungslegung und Verwaltung besorgen. Zum anderen könnte diese Arbeit aber auch in den noch einzurichtenden zehn Dekanatsgeschäftsstellen geleistet werden. Und drittens könnte die Verwaltung vor Ort von einem Verwaltungsassistent der Pfarrei erledigt werden. „Es wird nur eines dieser Modelle umgesetzt werden, denn sie schließen sich gegenseitig aus“, so Norbert Aprill. Die Arbeitsgruppe hat eine Beschlussempfehlung ausgesprochen für die Dekanatsgeschäftsstellen. Ganz gleich, welches Modell kommt – es wird keinen Kirchenrechner in der heutigen Form mehr geben. Mehrere Teilnehmer sprachen sich für einen pfarrlichen Verwaltungsassistenten aus: „Das wäre eine gute Unterstützung für das Seelsorgeteam.“

Bei aller hauptamtlichen Unterstützung – wichtig, so eine Teilnehmerin des Rätetags, sei es auch, den Ehrenamtlichen die vorhandene Scheu vor der großen Verantwortung zu nehmen, die sich zwangsläufig mit einem solchen Groß-Verwaltungsrat ergibt. Die persönliche finanzielle Haftung der Gremiumsmitglieder schloss Wüstefeld aus – es sei denn bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

 

Zur Arbeitsgruppe Personal- und Teamentwicklung

 

Da es künftig nur noch eine mittlere Ebene gibt – die Pfarrverbände sollen aufgelöst werden – worin die Zuständigkeit der zehn Dekanate liegt. "Das Dekanat kann die Aufgabe übernehmen, die in den Pfarreien nicht geleistet werden können “, sagte Domkapitular Josef Szuba. Spezielle Aufgaben etwa in Jugend- oder Familienseelsorge könnten auf Dekanatsebene angesiedelt werden. Szuba, Personalreferent des Bistums, berichtete von der Arbeit der AG Personal- und Teamentwicklung. Ein Thema dabei ist die Rolle der künftigen Dekane. Das Bistum Speyer orientiert sich dabei eng am Dekanestatut der Nachbardiözese Freiburg - oder der Praxis der evangelischen Landeskirche. Demnach soll der Dekan einen festen Sitz haben, zugleich Leitender Pfarrer an diesem Ort sein und zur Entlastung seiner einen Dekanatsreferenten als „rechte Hand“ erhalten. Als Vertreter des Bischofs vor Ort, in den Dekanaten und Landkreisen, solle der Dekan auch einen größeren Verantwortungsbereich haben. Vermutlich braucht es auf dem Weg zu den neuen Dekanatsstrukturen aber noch Übergangslösungen, da die nächste Dekanewahl 2013 stattfindet, aber erst 2015 das neue Konzept greift.

Den Vorschlag der AG, die künftigen Kooperatoren am Pfarrsitz, möglichst im dortigen Pfarrhaus anzusiedeln, stieß nicht auf Zustimmung: „Wenn Sie das machen, versteht man das in den Gemeinden nicht, weil dann alles an einem Ort konzentriert wird.“ Zwar wurden auch Vorteile darin gesehen, weil sich die Priester besser gegenseitig ergänzen und vertreten können, doch muss die AG über den Kooperatorensitz nochmals eingehend beraten. Dabei, so die Bitte der Räte, sollen immer auch Unterschiede zwischen ländlicher und städtischer Struktur mitüberlegt werden. „Erhalten sie bitte die Pfarrhäuser, wo immer es geht“, appellierte eine Teilnehmerin an das Bistum.

Positive Rückmeldungen gab es zu dem Plan, Mitarbeitergespräche einzuführen. Diese sollen auf allen Ebenen – von oben nach unten – einmal jährlich stattfinden. Motivation, Zielklärung, Möglichkeit zu Lob und Tadel sollen Inhalte dieser Gespräche sein. Die Beteiligten sollen auch eine dritte, neutrale Person zu den Gesprächen hinzuziehen können.

Die AG-Mitglieder nehmen nach Speyer die Mahnung mit, auf jeden Fall den Pfarrer von Verwaltung zu entlasten und großen Wert auf die Begleitung und Fortbildung der Pastoralteams zu legen. Domkapitular Josef Szuba, der Personalreferent des Bistums, betonte, dass die leitenden Pfarrer keineswegs nur Manager sein werden: „Sie sollen exemplarisch Seelsorge leisten. Sie müssen also nicht alles vollumfänglich machen, aber trotzdem in die Seelsorgearbeit eingebunden sein.“ Zu den Aufgaben des Leitenden Pfarrers gehört auch, das Seelsorgeteam und das Pfarrbüro zu leiten sowie eine Seelsorgekonzeption für seine Pfarrei anzustoßen und mit den Mitarbeitern zu entwicklen.

Szuba sprach stellte weitere Arbeits-Inhalte der AG vor: Für die Ständigen Diakone wird über ein neues Leitbild nachgedacht – sie sollen schwerpunktmäßig im Bereich Caritas und in sozialen Diensten der Pfarrei tätig sein. Eine Ergänzung der pfarrlichen Seelsorgeteams ist auch durch die Mitarbeit der Kategorialseelsorger geplant. So solle es eine größere Einbindung der Seelsorger aus Kliniken, Schulen und Gefängnissen in die jeweilige Pfarrei geben.

Berichtet wurde auch über die geplanten Änderungen bei Fortbildungen der Seelsorger. Dazu gehören Qualifizierung, Beratung/Begleitung durch Supervision, Coaching, Mentoring sowie Teambildung und Teamentwicklung. Die Räte merkten hier an, dass Fortbildungen in der Regel verpflichtend sein sollten.

 

Zur Arbeitsgruppe Pfarrbüro

Diese Gruppe arbeitet an Standards für die Pfarrbüros. Es wird ein Aufgabenkatalog und die entsprechend nötige Ausstattung der Büros (Technik, Personal/Stundenumfang, Qualifikationen und Fortbildungen) aufgestellt. Abgewägt wird, ob es ein zentrales Pfarrbüro oder mehrere dezentrale Stellen in der neuen Pfarrei gibt. In den Projektpfarreien soll das „Pfarrbüro der Zukunft“ jedenfalls ausführlich getestet werden, wie Kanzleidirektor Wolfgang Jochim deutlich machte.

Für ein großes Pfarrbüro pro Pfarrei sprechen eine zentrale Verwaltung (Meldewesen, Pfarrblatterstellung etc.), also für Aufgaben, die die ganze Pfarrei betreffen. Im zentralen Pfarrbüro sollen alle Sekretärinnen zusammenarbeiten, dann können sie sich gegenseitig vertreten. Ein weiteres Plus beim Zentralbüro ist eine ausgedehntere Öffnungszeit. Vorgeschlagen wird zudem, in den Gemeinden Kontaktstellen mit festen Sprechzeiten einzurichten. Dabei denkt die AG an eine Art „mobiles Pfarrbüro“, wo etwa Messen bestellt werden können. Das findet große Zustimmung der Räte. „Wenn mit 2015 vieles wegfällt in den Orten, so sollte man wenigstens diese Anlaufstelle lassen.“ Ein Teilnehmer bemängelte, dass das Pfarrbüro zu wenig als „eine pastorale Anlaufstelle bewertet wird, auch wenn das nicht alle Priester so sehen“.

Nachgearbeitet werden müsse jedenfalls beim Begriff „Kontaktstelle“. Es solle deutlich werden: Vor Ort gibt es einen verlässlichen Ansprechpartner seitens der Kirche. Zu prüfen wäre, wen man in den Gemeinden für solche Kontaktstellen als Kooperationspartner gewinnen könnte. „Das Pfarrbüro kann aus Zeitgründen nicht vom Pfarrer geleitet werden“, meinte eine Teilnehmerin. Eine Idee, so Jochim laute, dafür eine Geschäftsführung zu bestellen. „Auf dem Schirm haben wir, dass wir da schauen müssen, die Pfarrer zu entlasten.“

Eine Frage tauchte mit Blick auf die Veränderungen und das bisherige Personal aus – hier konnte Wolfgang Jochim die Räte beruhigen: „Wir denken nicht daran, Sekretariatsstunden zu reduzieren. Es soll alles beim Alten bleiben“, sagt Wolfgang Jochim. „Es wird niemand entlassen.“ Welche Stunden in welcher künftigen Pfarrei eingerichtet werden, muss noch genau berechnet werden. Vorstellbar ist, dass es am Kooperatorensitz ein zweites Büro gibt – aber hier ist noch nicht entschieden, welche und wo es Kooperatorensitze gibt.

Auch im Zusammenhang mit den Pfarrbüros wurde angemahnt, bei allen Planungen die Unterschiede zwischen Stadt und Land zu berücksichtigen.

 

 

Zur Arbeitsgruppe Prinzipien

Um das theologische Konzept und um Leitlinien in der Seelsorge der künftigen Pfarreien geht es der Arbeitsgruppe Prinzipien. Diese schlägt vor, die bisherigen Prinzipien in „leitende Perspektiven“ umzubenennen. Immer wieder wurde die Frage nach der Ökumene gestellt – es wurde moniert, dass diese nicht auch ein Prinzip des kirchlichen Lebens ist. Domkapitular Franz Vogelgesang verwies auf einen Ökumenischen Arbeitskreis von Bistum Speyer und Pfälzischer Landeskirche, der sich demnächst gründet und dann Standards für die ökumenische Zusammenarbeit der Pfarreien entwickeln soll.

Gewünscht wurden verständlichere Begrifflichkeiten bei allen theologischen Überlegungen. Auf jeden Fall sollen die Bedürfnisse der Menschen mehr ins Zentrum der Überlegungen von „Gemeindepastoral 2015“ gerückt werden. Außerdem soll die Heilige Schrift noch stärker in das Konzept „Gemeindepastoral 2015“ einbezogen werden.

Ganz konkrete Bitten wurden zu mehreren Bereichen geäußert: Hinsichtlich der immer geringeren Zahl von Priestern und damit Messfeiern wünschen sich die Räte mehr Unterstützung der Gemeinden durch das Bistum, um neue Gottesdienstformen zu entwicklen bzw. alte Formen neu zu entdecken. Der Wunsch nach Wortgottesfeiern mit Kommunionausteilung wurde ebenfalls laut. In den Gemeinden solle es auch mehr Bibelarbeit geben; im Blick auf die Jugend sollen die neuen Medien stärker zur Evangelisierung genutzt wurden. Pastoralreferent Christoph Fuhrbach, der die Ergebnisse aus der AG vorstellte, fand anerkennende Worte für die versammelten Räte: „Die Sorge um die Kirche bei Ihnen ist sehr groß. Und man spürt, dass Sie alle viel Herzblut einbringen.“

 

Zur Arbeitsgruppe Pastorale Standards

Die Arbeitsgruppe arbeitet an Leitlinien für verschiedene Bereiche in der seelsorglichen Arbeit. Was gehört zur Erstkommunion-Vorbereitung, wie lange dauert ein Firmkurs und was beinhaltet er – dies sind solche Standards. Die Standards sollen die Arbeit in der Seelsorge vereinfachen und vergleichbarer machen, jedoch nicht einengen. Die Standards – so forderten die Räte - sollen auch den Ehrenamtlichen helfen in ihrem Engagement. „Ehrenamtliche sollen auf keinen Fall mit einem Kriterienkatalog überfordert werden.“ Ziel des Rätetags war es für die Arbeitsgruppe, in die weitere Diskussion möglichst viele Leute von der Basis einzubinden. Breit diskutiert wurde die Frage, was bei Nichtbeachtung der Standards geschieht – welche Konsequenzen und Sanktionen sind dann vorgesehen? Hier dürften aber nicht an Ehrenamtliche diesselben Ansprüche wie an Hauptamtliche gestellt werden.

 

Hinweis: Weitere Berichte und Rückmeldungen zu allen Themen des Rätetages werden ab dem 16. Februar unter der Überschrift "Gemeindepastoral 2015" auf die Bistumshomepage eingestellt.

 

Kurzbericht zur Arbeit der AG Struktur

Kurz berichtet wurde am Beginn des Rätetages in Neustadt auch über den aktuellen Stand in der Arbeitsgruppe (AG) Struktur. Mit der Planung der neuen Gemeindestrukturen war deren Hauptarbeit nach dem Diözesanen Forum  zunächst fast abgeschlossen. Allerdings werden neun Änderungsanträge dazu bis Ende März vor Ort diskutiert. Ist diese Nachberatung abgeschlossen, kann die endgültige Beschlussvorlage „über die künftige Bistumskarte“ für den Bischof erstellt werden. Außerdem wird die AG Struktur noch kleinere Veränderungen der Dekanatsgrenzen besprechen.

Etwas mehr Aufwand sind mit einer Statistik verbunden, die als Basis für den Personalschlüssel der Pfarreien dient. Aufgrund der Veränderung der Pfarreigrenzen muss hier neu berechnet werden. Interessant dürfte in der Öffentlichkeit die Namensgebung der künftigen Pfarreien sein - hierzu muss die Gruppe einen Verfahrungsweg erarbeiten. „Wir müssen in der AG Struktur klären, wie wir zu diesen Namen kommen“, sagte Kanzleidirektor Wolfgang Jochim.

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