Aus dem Bistum

Donnerstag, 26. Juli 2012

„Lichtpunkt“ soll wieder leuchten

Passantenseelsorge in Ludwigshafen öffnet im September wieder ihre Pforten

Dem „Lichtpunkt“ im Zentrum von Ludwigshafen soll ab September wieder neues Leben eingehaucht werden. Foto: Archiv

Seit dem 1. August vergangenen Jahres hat die Passantenseelsorge „Lichtpunkt“ in Ludwigshafen ihre Pforten geschlossen. Grund für die Entscheidung war die Abberufung der beiden Schwestern, die die Einrichtung betreuten, durch ihren Orden, der „Kongregation der Helferinnen“. Gleichzeitig wurde die Schwesterngemeinschaft in Ludwigshafen aufgelöst. Damit fehlte der Passantenseelsorge vor Ort die notwendige hauptamtliche Unterstützung.
Die Schließung sollte allerdings nicht von Dauer sein. Vielmehr sprachen die Verantwortlichen des Bistums von einer vorläufigen Aussetzung des Angebotes. In einem Schreiben an die ehrenamtlichen Mitarbeiter des „Lichtpunktes“ kündigte Domkapitular Franz Vogelgesang vom Seelsorgeamt an, mit den Verantwortlichen im Dekanat nach einer Lösung für die Passantenseelsorge zu suchen. Dabei sollte unter anderem auch das Konzept einer Prüfung unterzogen werden.
In den vergangenen Tagen erhielten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des „Lichtpunktes“ nun erneut Post aus dem Bischöflichen Ordinariat, diesmal von Katharina Goldinger. Die Pastoralreferentin ist seit März dieses Jahres  für die „Missionarische Pastoral“ im Bistum Speyer und damit auch für die Passantenseelsorge in Ludwigshafen verantwortlich.
In dem Schreiben informierte sie die freiwillig Engagierten des „Lichtpunktes“ über einen Neustart des Angebotes, und zwar zunächst „im Kleinen“. Angedacht sei, von September bis Weihnachten Präsenzzeiten in der Einrichtung im S-Bahnhof Ludwigshafen-Mitte zu gewährleis­ten. Um den aktuellen Stand des Projektes und das weitere Vorgehen zu besprechen, lud sie gleichzeitig die Ehrenamtlichen zu einem Treffen im „Lichtpunkt“ Ende August mit Hauptamtlichen ein.
Wie Katharina Goldinger dem „pilger“ auf Anfrage mitteilte, möchte sie erreichen, dass die Passantenseelsorge zwischen September und Dezember mindestens unter der Woche an drei halben Tagen sowie an den kompletten Samstagen geöffnet ist. In dieser Zeit sollen Ehrenamtliche gemeinsam mit Hauptamtlichen aus dem Dekanat Ludwigshafen die Präsenzzeiten gewährleisten. Auch Katharina Goldinger selbst hat die Absicht, sich an den Diensten zu beteiligen. Bis vor seiner Schließung war der „Lichtpunkt“ sechs Tage die Woche Anlaufstelle.
Warum das „abgespeckte“ Angebot erst einmal nur vier Monate umfasst, liegt in der noch ungeklärten Personalsituation. „Derzeit steht noch nicht fest, wie der ,Lichtpunkt‘ dauerhaft begleitet und unterstützt werden kann“, erläutert Katharina Goldinger die Situation. Zwar habe sie vor einigen Wochen den Verantwortlichen des Bistums ein neues Konzept für die Passantenseelsorge vorgestellt, das unter anderem eine halbe hauptamtliche Stelle vorsehe. Eine Entscheidung stehe jedoch noch aus. (pede)

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