Aus dem Bistum

Donnerstag, 16. Februar 2012

Unerwartete neue Aufgabe im Hetzelstift in Neustadt

Maria Heine ist seit knapp einem halben Jahr die neue Oberin im Krankenhaus der Waldbreitbacher Schwestern

Als Krankenhausseelsorgerin beworben und als Oberin eingestellt: Maria Heine. Foto: Privat

Maria Heine ist seit knapp einem halben Jahr die neue Oberin im Krankenhaus der Waldbreitbacher Schwestern
„Ich war total überrascht, als ich von der Generaloberin die Stelle in Neustadt angeboten bekam.“ Maria Heine erinnert sich noch gut an ihr Vorstellungsgespräch. Im Frühjahr 2011 bewarb sie sich bei den Waldbreitbacher Franziskanerinnen als Krankenhausseelsorgerin. Nach fünf Jahren in dieser Funktion in  Münster suchte sie eine neue berufliche Herausforderung. Die bekam sie. Seit September ist die 45-jährige Oberin in dem Neustadter Krankenhaus Hetzelstift, einer Einrichtung der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Ende Januar wurde sie im Rahmen eines Gottesdienstes mit anschließendem Empfang öffentlich vorgestellt.
Heine bringt für die Arbeit einer Oberin eine doppelte Qualifikation mit. Sie ist gelernte Krankenschwester und studierte Theologin. Nach Schule und Ausbildung arbeitete die gebürtige Sauerländerin als Krankenschwes­ter, war viele Jahre auf einer Intensivstation. Mit 32 Jahren begann sie Theologie zu studieren, finanzierte das Studium, indem sie weiter in ihrem Beruf tätig war. „Mit zunehmendem Alter habe ich immer mehr gesehen, wie wichtig es ist, dass der Mensch nicht nur aus Körper, sondern auch aus Seele und Geist besteht”, nennt Heine als Grund für ihre Entscheidung.
Vor allem die Spiritualität interessierte und faszinierte die Studentin und so absolviert sie nach Abschluss des Theologie-Studiums noch ein Lizenziats-Studium mit Schwerpunkt Spiritualität. Auch der Geschichte und besonders der Kirchengeschichte galt das Interesse der Theologin und sie entdeckte, dass es Wüstenmütter und Asketinnen gab. Ein Thema, das sie nach wie vor fesselt.
„Ohne meine 27-jährige Erfahrung im Krankenhaus hätte ich mir nicht vorstellen können diese Stelle anzunehmen“, sagt Heine über ihre jetzige Aufgabe. Bevor sie ihre Tätigkeit begann, „durfte ich bei mehreren Kolleginnen hospitieren, das war sehr hilfreich“, sagt Heine. Sie ist zwar nicht die erste weltliche Oberin bei den Waldbreitbacher Franziskanerinnen, aber die erste im Neustadter Haus. „Das ist kein Thema; einige haben mich gefragt, ob ich mit Schwester oder mit Frau angeredet werde und ich habe geantwortet mit ,Frau Heine‘, das war alles“, sagt die Oberin.
Sie weiß, dass die Leitungsstelle „eine große Herausforderung darstellt, die ich angenommen habe“. Eine Herausforderung, die nur im Team zu bewältigen sei. „Ich bin nicht mit einem fertigen Konzept und der Überzeugung, dass ich alles besser weiß ahierher gekommen“, stellt sie klar. Vielmehr wolle sie erst einmal alles kennen lernen und ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Mitarbeiter haben, betont Heine.
Leicht gemacht werde ihr der Anfang „durch die Offenheit der Menschen, das überrascht mich immer wieder, das kenne ich so nicht“, freut sich Heine. Auch die Pfalz war ihr unbekannt. Mittlerweile hat sie begonnen, ihre neue Heimat zu erkunden. Unter anderem hat sie bereits vielfältige Baudenkmäler kennengelernt, ein weiterer Bereich, der sie fasziniert. Nur ihrem Hobby, dem Segeln, kann sie hier nicht so einfach nachgehen, wie bisher.  (Redaktion)

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