Im Gespräch

Freitag, 05. April 2013

„der pilger“ beschwert sich beim Presserat

„taz“-Beitrag zu Papst Franziskus ist ein „ungeheuerliches Pamphlet“.

Den Titelaufmacher zum 15. März widmete die Berliner taz dem Wechsel auf dem Heiligen Stuhl – mit einem unjournalistischen Beitrag.

Die Redaktion des „pilger“ hat beim Deutschen Presserat Beschwerde eingelegt gegen den Beitrag „Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab“  in der Berliner „taz.die Tagezeitung“. Das Blatt hatte in der Print- und Online-Ausgabe vom 15. März in einem Aufmacher zur Papstwahl auf Seite 1 Franziskus als „reaktionären alten Sack“ beschimpft und die Christen, insbesondere die Katholiken, verächtlich gemacht. Die katholische Lehre bezeichnet die „taz“ im Beitrag als „esoterischen Klimbim“ und die katholische Soziallehre in faschistoider Wortwahl als „Schwäche für die Schwachen“.  An anderer Stelle heißt es in der „taz“ über Franziskus: „Der neue alte Sack, der künftig unter dem Künstlernamen Franziskus auftreten wird.“
„Ein solches ungeheuerliches Pamphlet darf man nicht durchgehen lassen“, so „pilger“-Chefredakteur Norbert Rönn. Mit Journalismus habe der Artikel der „taz“ nicht das Geringste mehr zu tun. Die öffentliche Herabsetzung und Beleidigung des Papstes und der Christen grenze an Volksverhetzung, stellt Rönn, der viele Jahre lang Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes in der Pfalz war, klar.
In der Beschwerde an den Deutschen Presserat – das Organ der freiwilligen  Selbstkontrolle der Presse – verweist „der pilger“ auf den eklatanten Widerspruch zum Pressekodex, vor allem was die Wahrung der Menschenwürde angeht, die Ehrverletzung von Menschen und die Verletzung von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen. Rönn geht davon aus, dass der Presserat zeitnah eine öffentliche Rüge gegen die „taz“ aussprechen wird. Die „tageszeitung“ muss die Rüge im eigenen Blatt abdrucken. 

Der Deutsche Presserat ist Organ der Selbstkontrolle der Printmedien – der Verlegerverbände und der Journalistengewerkschaften –  und kann grundsätzlich von jedem Bürger angerufen werden, zum Beispiel in einem Fall wie diesem. Seine Sanktionsmöglichkeiten sind zwar nicht mit denen eines Gerichtes zu vergleichen, aber Rügen  des Presserates tun trotzdem weh, weil sie öffentlich gemacht werden, und das gerügte Medium zum Abdruck der Rüge im eigenen Blatt verpflichtet ist.

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Trierin schrieb am 06.04.2013 um 23:12 Uhr:

Liebe Redaktion der "pilger". ich möchte Ihnen auf diesem Wege zu diesem Schritt gratulieren und mich bei Ihnen bedanken, dass Sie den Presserat eingeschaltet haben.
Ich schätze die tageszeitung wegen ihrer kritischen und oft auch witzigen Berichterstattung, doch hier ist sie weit über das Ziel hinaus geschossen. Wie Sie zurecht ausführen, hat das mit seriösem Journalismus nichts mehr zu tun. Ich habe mich als der Artikel erschien, auf der Facebook-Seite der taz über den respektlosen Ton des Kommentars von DENIZ YÜCEL beschwert. Viel Erfolg!

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