Kirche und Welt

Donnerstag, 31. Mai 2012

Eltern stärker in Arbeit einbeziehen

Rheinland-Pfalz investiert in neue Konzepte für Kintertagesstätten

Unter dem Motto „Kita isst besser“ soll auch die gesunde Ernährung der Kinder gefördert werden, etwa durch ein Schulobst-Programm. Foto: dapd

Rheinland-pfälzische Kindertagesstätten in sozialen Brennpunktvierteln sollen künftig verstärkt auf Eltern zugehen und mehr familienorientierte Angebote bereithalten. Für den Aufbau von Elterntreffs oder für zusätzliches Personal könnten Kindertagesstätten pro Jahr bis zu 20000 Euro zusätzlich beantragen, sagte Familienministerin Irene Alt (Grüne) am 24. Mai bei der Vorstellung des neuen Landesprogramms „Kita!Plus“ in Mainz. Insgesamt werden im kommenden Jahr Maßnahmen mit zwei Millionen Euro gefördert. Bis zum Ende der Legislaturperiode wird die Fördersumme ständig erhöht, so dass bis 2016 insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
„Die Kinder werden immer jünger, wenn sie in die Kindertagesstätte kommen“, begründete Alt das Engagement des Landes. Ihr Programm sieht neben direkten Finanzhilfen für einzelne Einrichtungen auch den Ausbau von Netzwerken zur Familienbildung und den Aufbau einer Kontaktbörse vor, der es Kindergärten erleichtern soll, Anbieter von Gesundheits- oder Bildungsprojekten zu finden. Für Erzieherinnen und Erzieher werden Fortbildungen über den Ausbau der Elternarbeit angeboten. Die Mitsprachemöglichkeiten von Eltern auf lokaler und überörtlicher Ebene sollen gestärkt werden.
Außerdem hat das Land sich zum Ziel gesetzt, mehr für eine gute Ernährung von Kindergartenkindern zu tun. Die Kampagne „Kita isst besser“ war bereits Anfang der Woche vorgestellt worden. Sie sieht unter anderem vor, dass das EU-Schulobst-Programm schrittweise auch an allen Kindertagesstätten des Landes ausgeweitet wird.
Die Liga der rheinland-pfälzischen Wohlfahrtsverbände begrüßte die Initiative des Landes ebenso wie das Katholische Büro, die Vertretung der katholischen Bischöfe bei der Landesregierung in Mainz. Dessen Leiter Bernhard Nacke begrüßt vor allem die „Vernetzung der Familienbildung mit den Einrichtungen im sozialen Umfeld“. Wenn eine genügende Ausstattung gegeben werde, könne durch „Kita!Plus“ eine landesweit systemische Vernetzung mit Familienförderungskonzepten realisiert werden.
Für den ab 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder im Alter von einem Jahr sieht die Ministerin das Land gut vorbereitet. Bereits heute gebe es Plätze für über 31 Prozent der unter Dreijährigen. Die auf Bundesebene angestrebte Versorgungsquote von 35 Prozent im kommenden Jahr werde Rheinland-Pfalz voraussichtlich erreichen. (Redaktion)

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