Pilgern

Donnerstag, 23. Februar 2017

Der Mythos der Berge

Neue Ausgabe „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ erschienen

Der Berg Ararat mit dem Kloster Chor Virap. Foto: actionpress

Schon immer haben Berge auf den Menschen eine besondere Faszination ausgeübt: Sie gelten häufig als symbolische Orte, sei es als Wegmarke, als Grenzpunkt oder Erinnerungsstätte für bedeutende Ereignisse. Die aktuelle Ausgabe der Osteuropazeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) widmet sich dem Mythos der ganz besonderen Berge und Gipfel im Osten Europa. Vorgestellt werden dabei auch der Pik Lenin in Zentralasien, der Berg der Kreuze in Litauen und der schon in der Bibel erwähnte Ararat an der armenisch-türkischen Grenze.

Berge sind bei vielen Völkern und Nationen schon von frühester Zeit an sagenumwobene Orte. Dabei liegen Verehrung und Furcht oft sehr nahe beieinander. Im Eröffnungsbeitrag von OWEP-Chefredakteur Prof. Dr. Michael Albus wird deutlich, dass die symbolische und spirituelle Dimension von Bergen einer großen Sehnsucht des Menschen entspricht: Auf dem Weg zu den Gipfeln stößt der Mensch auf sich selbst und kann dabei auch zum ganz Anderen und damit letztlich zu Gott vordringen.

Neun Berge und Gebirgszüge werden unter dem Titel „Berge in Mittel- und Osteuropa“ vorgestellt, darunter gewaltige Gipfel in den Gebirgsmassiven des Pamir, des Ural und der Alpen. Im Fokus stehen aber auch vergleichsweise kleine Erhebungen wie etwa der „Berg der Kreuze“ in Litauen oder der „Helle Berg“ im polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau, deren eigentliche Bedeutung aus religiösen Wurzeln herrührt. Ein sehr persönlich gehaltenes Essay widmet sich dem „Vaterberg“, dem Berg Ararat: Der aus Armenien stammende Kirchenhistoriker Dr. Harutyun G. Harutyunyan zeichnet die Rolle dieses Berges als Sehnsuchtsort aller Armenier nach. Nach biblischer Überlieferung stieß die Arche Noah am Gipfel des Ararat nach der Sintflut wieder auf Land.

Das Heft nimmt den Leser nicht nur auf eine spannende Reise durch Europa mit, sondern es gelingt den einzelnen Artikeln, immer auch eine Brücke in das jeweilige Land, die Geschichte und die Lebenswirklichkeit der Menschen zu schlagen. Dabei wird deutlich, dass der Blick nach oben zu den Gipfeln und Bergen, ihren Sagen und Mythen gleichzeitig auch ein Blick in die Tiefe ist: In die Tiefe der Zeit, in die Tiefe der Geschichte und in die Tiefe unserer Seelen.

Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) wird vom katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) herausgegeben und erscheint im Verlag Friedrich Pustet. OWEP kostet als Einzelexemplar 6,50 Euro. (reg)

Die Zeitschrift kann per
Telefon 08161/5309-71
oder per E-Mail owep@renovabis.de oder rauscher@pustet.de
angefordert werden.
Ein Überblick über den Inhalt der aktuellen Ausgabe ist im
Internet unter www.owep.de zu finden.

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