Silbermöwe

Mittwoch, 25. März 2015

20 Kilometer zur nächsten Wasserstelle

Der Osten Afrikas leidet zunehmend unter Folgen des Klimawandels

Wasser ist in vielen Teilen der Erde ein kostbares Gut und oft muss ein weiter Weg bis zum nächsten Brunnen zurückgelegt werden. Foto: Misereor

Die Folgen des Klimawandels verschärfen in mehreren afrikanischen Staaten die Probleme bei der Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend sauberem Wasser. Darauf macht das Werk für Entwicklungszusammenarbeit Misereor mit Blick auf den diesjährigen UN-Weltwassertag aufmerksam. Besonders angespannt sei die Lage derzeit im Osten des Kontinents, der vor knapp vier Jahren bereits von einer schweren Dürrekatastrophe betroffen war, erklärte Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel in Aachen. Er verwies dabei auf Erfahrungen von Misereor-Partnerorganisationen in der kenianischen Diözese Meru. „Die Verschärfung der Klimabedingungen hat in den vergangenen Jahren zu Veränderungen im sozialen und wirtschaftlichen Leben im Norden und Osten Kenias geführt“, erläuterte Spiegel. „Ernteerträge sind rückläufig, regelmäßig wird uns von gewalttätigen Konflikten unter Ackerbauern und Viehzüchtern um den Zugang zu Wasser berichtet.“ Nach neuesten Berichten aus der Region um die Stadt Marsabit im Norden Kenias standen Ende vergangenen Jahres dort nomadisch lebenden Viehzüchtern statt bisher sieben bis zehn Litern nur noch fünf Liter Wasser pro Person und Tag zur Verfügung. Die Entfernung von Viehweideflächen zur nächsten Wasserstelle wuchs im Durchschnitt bis auf 20 Kilometer.


Auch in Burkina Faso würden die mit der globalen Erwärmung einhergehenden höheren Durchschnittstemperaturen, unregelmäßigere Niederschläge, aber auch extreme Wetterverhältnisse mit ausgedehnten Dürreperioden oder Starkregen mit Überflutungen immer mehr zum Problem, betonte Spiegel. Partnerorganisationen von Misereor unterstützen mit vielfältigen Maßnahmen die Bevölkerung dabei, widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu werden – etwa indem Wasser nachhaltiger genutzt und  wassersparende Methoden in der Landwirtschaft angewandt würden. 

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