Silbermöwe

Donnerstag, 24. Juli 2014

Dramatisch: Der Südsudan steht am Abgrund

Drei Jahre nach der Ausrufung ihres Staates leben die meisten Südsudanesen heute aus Angst vor Gewalt außerhalb ihrer Heimatorte.

Mindestens 250.000 Kinder sind unterernährt, was sie anfällig macht für Krankheiten. Bild: actionpress

Mehr als 1,5 Millionen Menschen wurden durch die seit Ende 2013 ausgetragenen bürgerkriegsähnlichen Machtkämpfe zu Binnenvertriebenen; etwa 400000 sind in die Nachbarländer geflohen. Ein im Grunde reiches Land versinkt immer mehr im Chaos.
Weil aufgrund dieser Situation in diesem Jahr keine Ernten eingebracht wurden, sind bis zu vier Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Geschätzt 250000 Kinder benötigen wegen Mangelernährung ärztliche Betreuung. Wegen der anhaltenden Kämpfe sei in manchen Regionen die Gesundheitsversorgung bereits völlig zusammengebrochen. Nach Angaben von Hilfswerken ist der Aufruf der UNO, 1,8 Milliarden Dollar für den Südsudan zu spenden, bislang nicht einmal zur Hälfte erfüllt. Viele Werke warnen auch vor dem drohenden Aus für ihre Projekte, falls Regierungen und internationale Geber nicht entschlossener gegen die Krise im jüngsten Staat der Welt vorgehen.
So hat jetzt etwa World Vision an das Auswärtige Amt in Berlin appelliert, seine Hilfszusagen „jetzt aufzustocken“ und mit größerem Druck von den Kontrahenten in Südsudan die Fortsetzung der Friedensgespräche einzufordern. Andernfalls würden die Kosten für diese Krise, die bereits jetzt Auswirkungen auf ganz Ostafrika habe, ins Unermessliche steigen und in einer völligen Katastrophe enden.

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