Silbermöwe

Mittwoch, 22. Juli 2015

Herzlichkeit der Menschen beeindruckt

Vera Baron aus Hauenstein sammelt in Tansania und Kenia viele Erfahrungen

Vera Baron, umgeben von Kindern, die sie ins Herz geschlossen haben. Foto: Foto: privat

Seit Ostern ist Vera Baron aus Hauenstein in Afrika. Auf Vermittlung der „Aktion Afrika“ leistet sie ein Praktikum in den Projekten des kleinen Hauensteiner Vereins in Kenia und Tansania, arbeitet dort und sammelt viele, viele Eindrücke und Erfahrungen, die sie in E-Mails beschreibt.

„Gelernt habe ich in meiner bisherigen Zeit in Afrika vor allem eines: Nimm nie etwas für selbstverständlich“, schreibt sie. Und das gelte für so vieles, ob das die Elektrizität sei, das Wasser, ein intaktes familiäres Umfeld, Gesundheit: „Man begreift, wie wenig selbstverständlich das alles ist und lernt Wertschätzung und Dankbarkeit“, fasst sie zusammen.

Die 19-jährige Abiturientin war über Mombasa nach Voi zum „St. Joseph-Shelter of Hope“, dem Aidszentrum von Schwester Genovefa, gereist: „Schon die lange Fahrt wurde zum Erlebnis, da die Straßen, die teilweise skurrilen Fahrzeuge sowie der Fahrstil der Kenianer für einen Europäer durchaus abenteuerlich sind“, berichtet sie. Und: „Bereits am zweiten Tag, an dem ich hier war, regnete es, was für die Leute hier nach einer scheinbar langen Trockenperiode ein echter Segen war.“

Und sie bekam Einblick in die Arbeit im Zentrum. Gerne half sie auch im „Schroeter Water Project“, wo täglich rund 2000 Liter Wasser abgefüllt werden. Die Flaschen werden versiegelt, etikettiert, mit einem Haltbarkeitsdatum versehen und verpackt, bevor sie verkauft werden und so einen Beitrag zu den Kosten des Zentrums leisten. Auffallend für Vera: die überaus große Herzlichkeit der Afrikaner, die ihr hier und an allen weiteren Stationen entgegenschlug. Die Gottesdienste, die Vera in Voi mitfeierte, empfand sie als „besonderes Erlebnis“. „Die Kirche war immer brechend voll, die Gläubigen sind mit Eifer und Leidenschaft bei der Sache“.

Nächste Station ihres Praktikums nach Voi war ein Kindergarten in Kilacha, ein Ort unweit der Grenze zu Tansania: „Besonders gerne verbringe ich die Zeit hier mit den Kindern, spiele mit ihnen und unterrichte sie“, berichtet Vera. Und sie wird heiß geliebt von den Kleinen: „Sobald ich irgendwo auftauche, dauert es nicht lange, bis sie sich um mich versammeln. Jeder will mich anfassen.“

Begeistert ist Vera auch von der grandiosen Natur  – insbesondere der Kilimandscharo-Region – und der Tierwelt, die sie in einem Nationalpark kennenlernen konnte.

Bald kehrt Vera in die Heimat zurück, mit einem reichen Schatz an Erlebnissen, Erfahrungen, Bildern. Sie werden sie ihr Leben lang begleiten. (red)

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