Silbermöwe

Donnerstag, 25. Juni 2015

Förderverein will Brücke zwischen Speyer und Peru sein

Unterstützung für ein Kinder- und Jugendprojekt im peruanischen Cajamarca

Weihbischof Otto Georgens (vorne links) und Mitglieder des Fördervereins Manthoc Cajamarca. Pfarrer Alois Eichenlaub (vorne rechts) hat das Kinder- und Jugendprojekt vor mehr als 25 Jahren gegründet. Neben ihm die neue Vorsitzende Daniela Flörchinger; sie hat in Peru als Freiwillige gearbeitet. Foto: Lehmann

Die Entfernung zwischen Cajamarca in Peru und Speyer in der Pfalz beträgt ziemlich genau 10000 Kilometer. Eine Brücke zwischen beiden Orten schlägt der Förderverein Manthoc Cajamarca. Manthoc steht für eine von dem Pfälzer Priester Alois Eichenlaub gegründete Bewegung arbeitender Kinder und Jugendlicher in der peruanischen Stadt Cajamarca. Am 13. Juni fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Fördervereins statt. Der Eine-Welt-Arbeitskreis Berghausen, der schon jahrelang die Arbeit von Manthoc unterstützt, richtete die Veranstaltung aus, an der auch Weihbischof Otto Georgens teilnahm; er ist für den Bereich Weltkirchliche Aufgaben im Bistum Speyer verantwortlich.


Der Förderverein Manthoc Cajamarca wurde 2013  gegründet. Er möchte eine Brücke sein zwischen den Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern von Manthoc in Cajamarca und den Freiwilligen, Freunden, Unterstützern und Interessierten hier in Deutschland. Der Förderverein unterstützt Manthoc sowohl ideell als auch materiell in Form von Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und Maßnahmen zur Besserung in Gang zu setzen. Er vermittelt und organisiert Schul-Patenschaften und ist Ansprechpartner für die Freiwilligen, die ein Jahr bei Manthoc verbringen. Sie  werden vom BDKJ des Bistums Speyer in das Projekt nach Cajamarca entsandt.    


Der Vereinsvorstand berichtete von den Aktivitäten im vergangenen Jahr: So wurde unter anderem bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen, etwa beim Frühlingsmarkt in Schifferstadt und bei einem Benefizkonzert, über die Arbeit von Manthoc informiert. Zudem wurden Infotreffen mit den deutschen Freiwilligen organisiert. Bei der Mitgliederversammlung standen auch Neuwahlen des Vereinsvorstands an.  Neue Vereinsvorsitzende ist Daniela Flörchinger, die, wie alle weiteren Vorstandsmitglieder auch, als Freiwillige in Cajamarca gearbeitet hat.
Zwei Mitarbeiter von Manthoc Cajamarca, die momentan zu ihrer Ausbildung bzw. zum Studium in Deutschland bzw. Spanien sind, waren zum Förderverein gekommen und berichteten über ihr Leben als arbeitendes Kind bzw. Jugendlicher in Cajamarca. Alois Eichenlaub referierte über die verheerenden Folgen, die der Goldabbau durch große Minenkonzerne in Peru hat. Weihbischof Otto Georgens beglückwünschte den jungen Verein für seine engagierten Mitglieder und stellte die Wichtigkeit von dessen Arbeit heraus.

Manthoc schenkt Kindern und Jugendlichen Zukunftschancen

Manthoc ist die Abkürzung für Movimiento  de Adolescentes y Ninos Trabajadores Hijos de Obreros Cristianos und heißt auf Deutsch übersetzt: Bewegung arbeitender Kinder und Jugendlicher, Söhne und Töchter christlicher Arbeiter. Die Bewegung, die es an mehreren Orten in Peru gibt, wurde 1989 durch den aus Herxheim bei Landau stammenden Pfarrer Alois Eichenlaub ins Leben gerufen. Heute organisieren sich etwa 330 Kinder und Jugendliche bei Manthoc in Cajamarca. Sie haben dort die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, erhalten ein warmes Mittagessen, können in Werkstätten arbeiten, organisieren sich in Gruppen, treffen Freunde und Ansprechpartner. Für viele Kinder und Jugendliche ist Manthoc ein zweites Zuhause. Und fast am wichtigsten: Hier schöpfen sie Selbstbewusstsein und lernen, was Solidarität bedeutet. (red)

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