Silbermöwe

Mittwoch, 26. August 2015

Vielen wurde das Herz gebrochen

Misereor unterstützt Flüchlinge aus Syrien – Dank an Aktion Silbermöwe

Den Menschen fehlt es an allem. Bei ihrer Flucht mussten viele alles zurücklassen. Die Misereor-Partner helfen auch mit Gütern des täglichen Bedarfs. Foto: Misereor

Monsignore Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks Misereor, bedankt sich bei der Aktion Silbermöwe für die Unterstützung von Flüchtlingen.Ganz herzlich danke ich den Leserinnen und Lesern der Kirchenzeitung „pilger“ für ihre großherzige Unterstützung. Sie haben an die „Aktion Silbermöve“ gespendet, um die große Not der syrischen Flüchtlinge einzudämmen. Misereor wurden von diesen Spendengeldern 2500 Euro für seine Hilfsprojekte für syrische Flüchtlinge im Nahen Osten zur Verfügung gestellt.

Die Syrien-Krise, die Millionen von Menschen zu Flüchtlingen werden ließ, geht jetzt ins sechste Jahr. Im kurdischen Autonomiegebiet, wohin schon zu Zeiten des Hussein-Regimes viele geflohen sind, finden seit Monaten auch immer mehr irakische Familien Zuflucht vor dem Terror des Islamischen Staates. Die Bevölkerung ist dort mittlerweile um mehr als ein Viertel gewachsen, die Dienste der Regionalregierung sind völlig überfordert.

Ich danke Ihnen sehr, dass Sie die Sorge und Anteilnahme für diese Menschen mit uns gemeinsam schultern. Auch dank Ihrer Hilfe können wir ein umfangreiches Bündel neuer Hilfsmaßnahmen auf den Weg bringen, das gleichzeitig vom Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wird. Vier erfahrene Partnerorganisationen im Nordirak und im Libanon werden so ihre Flüchtlingsarbeit ausdehnen können: ein breit angelegtes Hilfsprogramm zur Sicherung des Grundbedarfs besonders bedürftiger Menschen in der Region Sinjar, die Ausstattung von Basisgesundheitsdiensten, eine Ersatzschule für Hunderte Mädchen und Jungen, deren weitere Integration ins staatliche Schulsystem sowie begleitende Sozialarbeit für ihre Familien. Unser besonderes Augenmerk gilt der trauma-therapeutischen Rehabilitierung von Opfern schwerster Gewaltverbrechen, insbesondere von Frauen und Kindern von Minderheiten wie Christen und Jesiden.

Bei diesen Projekten erhält die ortsansässige Bevölkerung ebenso Unterstützung und Zuwendung wie die Flüchtlinge, Misereor ist sehr dankbar, dass wir neben der benötigten Basisversorgung auch die gebrochenen Herzen der Menschen in den Blick nehmen können. Hier tut Hilfe so sehr not!

Wir können das Leid der Flüchtlinge nicht ungeschehen machen, wir können ihnen aber Therapeutinnen und Therapeuten zur Seite stellen,die sie auf ihrem schmerzhaften Weg begleiten.

„Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung“, sagte der französische Schriftsteller Albert Camus. Denn nur so kann Hoffnung keimen, die für den Neuanfang der Menschen so wichtig ist. Danke, dass Sie ein offenes Herz für Menschen in größter Not haben! (red)

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