Silbermöwe

Donnerstag, 21. Mai 2015

Für die Würde des Menschen

Christliche Initiative für Menschenrechte ACAT: Beten und sich einmischen

Protest gegen das Sterben im Mittelmeer. Tausende Flüchtlinge sind in diesem Jahr

Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. An vielen Orten toben Kriege und Bürgerkriege: unter anderem im Irak, in Syrien, im Sudan, im Jemen, in Somalia, in Nigeria, in Lybien. In vielen Teilen der Welt werden Menschen wegen ihrer Religions- oder Volkszugehörigkeit verfolgt – allein mehr als 100 Millionen Christen.  Flüchtlingsströme sind weltweit unterwegs, stranden in riesigen Lagern, in denen es am Nötigsten fehlt. Nicht nur im Mittelmeer ertrinken in jedem Jahr viele Tausend Menschen auf der Flucht vor Gewalt und blanker Not, auch im Indischen Ozean spielen sich ähnlich schreckliche Dramen ab.

Viele Menschen fühlen sich ohnmächtig angesichts des unermesslichen Leids, angesichts der schrecklichen Bilder, welche die Medien jeden Tag ins Wohnzimmer liefern. Eine Möglichkeit sich zu engagieren, Zeichen zu setzen gegen Gewalt, Ungerechtigkeit und Verletzung der Menschenrechte bietet ACAT, die internationale „Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter (Torture)“. In der Menschenrechtsorganisation engagieren sich Christen der verschiedenen Konfessionen gemeinsam für die Abschaffung der Folter, aber auch in der Flüchtlingspolitik, und sie setzen sich ein für die Berücksichtigung der Menschenrechte in der Innen- und Außenpolitik. Schwerpunkte der ACAT-Arbeit sind Aktionen und Gebete für Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Hierzu erhalten alle ACAT-Mitglieder monatlich einen Brief der Geschäftsstelle, der zwei Briefaktionen mit Hintergrundinformationen, Fürbittgebeten, Informationen über die Entwicklung in früher bearbeiteten Fällen (zum Beispiel Freilassungen) und weitere Nachrichten enthält. 

ACAT Deutschland ist ein eingetragener Verein. Für Interessierte besteht eine zeitlang die Möglichkeit, die monatlichen Briefsendungen zu erhalten, ohne bereits Mitglied zu sein. In einigen Orten gibt es ACAT-Gruppen, in denen Menschen zum gemeinsamen Gebet oder zu gemeinsamen Aktionen zusammenkommen. Die Gruppen wählen die Form ihres Engagements entsprechend ihren Möglichkeiten.
ACAT Deutschland arbeitet eng und freundschaftlich mit anderen Organisationen mit ähnlicher Zielsetzung zusammen, so zum Beispiel mit amnesty international und der deutschen Kommission Justitia et Pax. Zu den Förderern von ACAT im Bistum Speyer gehört Domdekan Christoph Kohl. Im Rahmen eines Gottesdienstes zum Fest Christi Himmelfahrt, der von mehreren Rundfunksendern in ihren Hörfunkprogrammen live übertragen wurde, verwies Domdekan Kohl ausdrücklich auf das Engagement der christlichen Initiative für Menschenrechte. (Siehe hierzu auch „der pilger“ Ausgabe 21/2015, Seite 15) (red)

Kontakt: ACAT-Deutschland e.V.
Postfach 1114
Kleine-MünsterStraße 2
59331 Lüdinghausen
Telefon 02591/7533
Telefax 02591/70527
E-Mail:  acat.eV@t-online.de
www.acat-deutschland.de

 

 

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