Silbermöwe

Mittwoch, 16. Juli 2014

Dürre in Ostafrika

Hilferuf aus Kenias Norden erreicht missio

Der Norden Kenias ist von einer verheerenden Dürre betroffen. Die Menschen – die meisten sind Nomaden und leben von ihrem Vieh – suchen Hilfe bei den Pfarrgemeinden. Diese sind damit jedoch überfordert. Foto: missio

Vor knapp drei Jahren hat eine verheerende Dürre eine schwere Hungerkatastrophe in Ostafrika ausgelöst. Damals haben die Medien ausführlich berichtet, um Spenden geworben und so vielen Menschen das Leben gerettet. Dieses Jahr ist die Dürre wieder besonders schlimm und tausende Menschen sind in Gefahr. Aber die Medien sehen weg, niemand berichtet und die Menschen in Ostafrika sind ihrem Schicksal überlassen. missio-Projektpartner bitten um Hilfe.

Monsignore Wolfgang Huber, seit Mai dieses Jahres missio-Präsident, ruft die Menschen in Deutschland dazu auf, die Betroffenen in Ostafrika nicht zu vergessen: „Die Menschen in Ostafrika, insbesondere im Norden von Kenia, sind erneut von einer schlimmen Dürre betroffen. Da die Ernten ausfallen, erhoffen sie sich von den dortigen Pfarrgemeinden Hilfe. Wir dürfen daher nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern hier sind unsere konkrete Solidarität und schnelle Hilfe gefordert.“

 

Hilferuf aus der Diözese Lodwar im Dürregebiet Kenias

Aus der Diözese Lodwar in Kenias Norden hat missio München ein dringender Hilferuf erreicht. Projektpartner Bischof Dominic Kimengich schreibt: „In manchen Teilen Kenias hat es seit August des vergangenen Jahres nicht mehr geregnet. Die Hirtenfamilien sind auf der Flucht, weil sie hier nicht mehr genug Nahrung und Wasser finden. Wir brauchen dringend Hilfe. Die Situation ist so schlimm wie 2011, nur wird in den Medien nicht darüber berichtet. Bitte helfen Sie uns!“
Nach der tragischen Dürrekatastrophe im Jahr 2011 spitzt sich die Ernährungssituation im Norden Kenias wieder dramatisch zu. Die ansässigen Turkana sind Nomaden und Viehhirten. Seit jeher leiden sie unter den zyklischen Dürreperioden: Zu wenig Wasser und zu wenig Nahrung führen zu Mangelernährung und entfachen ethnische Konflikte um Wasser und Weideplätze. Kämpferische Auseinandersetzungen um die knappen Ressourcen sind an der Tagesordnung.

Mangel an Wasser und Nahrung führt zu Konflikten

Die Diözese Lodwar verteilt deswegen Lebensmittel, um die Verteilungsstreitigkeiten zu entschärfen und im Anschluss gezielt mit Friedensarbeit die Konflikte anzugehen. In der aufkeimenden Hungersnot wenden sich die Menschen nun direkt hilfesuchend an die Pfarrgemeinden der Diözese. Viele kampieren bereits auf den Geländen der Pfarreien und hoffen auf Wasser, Nahrung und medizinische Hilfe.
Die Diözese hat einen Versorgungsplan für die 12 am schlimmsten betroffenen Gemeinden erstellt: Mehr als 17000 Menschen werden vorerst für einen Monat komplett versorgt. „Und wir hoffen weiter auf Regen, damit wir im August die nächste Ernte einbringen können“, erklärt Bischof Kimengich seine Hoffnung.
Was kostet die Überlebenshilfe? 40 Euro kostet derzeit ein 50-Kilo-Sack Bohnen; 74 Euro kosten 100 Kilo Mais; 189 Euro kostet die Notfallmedizin für Mangelernährung pro Pfarrei; 450 Euro kostet das Milchpulver, das in jeder Gemeinde verteilt wird. „Vor allem Kindern und älteren Menschen fehlt die Kraft, lange Hungerzeiten durchzustehen“, so missio-Präsident Huber. (red)

Spenden:
missio
Kontonummer: 80004
BLZ: 75090300
bei der LIGA Bank
IBAN: DE96 750 90 3000 8000 8000 4
BIC: GENODEF1M05

Spenden können auch auf das Konto der Aktion Silbermöwe eingezahlt werden.

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