Silbermöwe

Donnerstag, 21. April 2016

Schweres Erdbeben trifft Ecuador

Pax-Christi-Partnerorganisation leistet Soforthilfe

Junge Leute in der Hafenstadt Guayaquil packen Notpakete für die Opfer der Erdbebenkatastrophe, deren Ausmaß noch nicht abzuschätzen ist. Foto: actionpress

„Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador mit mehreren hundert Toten und mehreren tausend Verletzten laufen die ersten Hilfs- und Spendenaktionen an. Kolumbien, Mexiko, Chile, Argentinien und El Salvador haben Katastrophenhelfer geschickt. Die katholische Bischofskonferenz Ecuadors startete eine Spendenkampagne zur Unterstützung schneller Nothilfe in den Katastrophenregionen. Kirchliche Hilfswerke in Deutschland wie Caritas international und Misereor haben ebenfalls mit der Soforthilfe begonnen und rufen zu Spenden auf. Im Vatikan rief auch Papst Franziskus zum Gebet und zur Hilfe für die Opfer und die Hinterbliebenen auf. Die Pax-Christi-Bewegung im Bistum Speyer unterhält zwei Freiwilligenstellen in Ecuador. Die Diözesanvorsitzende Monika Bossung-Winkler, die selbst mehrere Jahre in dem südamerikanischen Land als Entwicklungshelferin gearbeitet hat, hält den Kontakt nach Ecuador.

„Die Lage ist deutlich schlimmer, als es in den ecuadorianischen Medien geschildert wird“, schätzt Claudia Uribe von der Fundación ADES in Guayaquil  (Ecuador) die Lage nach dem Erdbeben ein. ADES ist der Projektpartner des Diözesanverbands Speyer der katholischen Friedensorganisation Pax Christi. Im Rahmen eines Freiwilligendienstes entsendet Pax Christi junge Menschen nach Ecuador, welche die Arbeit von ADES in den Armenvierteln Guayaquils unterstützen. Im letzten Jahr war Frau Uribe auch Gast in der Redaktion des „pilger“, um über ihre Erfahrungen bei der Inklusion von Kindern und Jugendlichen in die schulische Bildung zu berichten.

„Unseren beiden Freiwilligen, Carla Schwarz und Alexander Steiger, geht es gut“, kann Monika Bossung-Winkler beruhigen. „Carla ist im Hochland, da war das Beben nicht so stark, aber Alexander berichtet, dass es in Guayaquil auch immer wieder Nachbeben gibt und dass das Stadtzentrum total geräumt werden  musste, weil einige Gebäude instabil sind und von den Hochhäusern die Glasfenster kaputt gegangen sind.“

Trotzdem hat ADES schon wieder seine Arbeit aufgenommen und sammelt und verteilt „Notfall-Beutel“ für die Familien, die ihr Zuhause verloren haben, vor allem in den stark betroffenen Gebieten an der Küste. „Wir brauchen Hygiene- und Babyartikel, die wir den obdachlosen Familien geben können“, schreibt Frau Uribe in ihrem Aufruf an die ecuadorianische Öffentlichkeit. „Wenn Ihr uns von Deutschland aus unterstützen wollt, richtet ein Spendenkonto ein, dann können wir die Dinge für den Notfall-Beutel hier kaufen und verteilen“, schreibt Frau Uribe an die Gruppe der ehemaligen Pax-Christi-Freiwilligen, die sich dank der modernen Medien schnell mit ADES in Verbindung setzen konnten.

Obwohl das Büro von ADES sich in einem der Hochhäuser im stark beschädigten Stadtzentrum von Guayaquil befindet, hat es dem Erdbeben standgehalten. „Es wurde von seiner Nachbarin gestützt, der Muttergottes von der immerwährenden Gnade, deren Kirche direkt daneben liegt“, schreibt Frau Uribe an Pax-Christi-Speyer. „Auch unsere beiden Gebäude in den Armenvierteln haben nur geringe Schäden, jetzt helfen wir erst einmal den Menschen, die alles verloren haben. Damit haben wir auch noch lange zu tun. Wie so oft, hat es die Armen besonders getroffen.“

Wer die geschilderte Nothilfe der Pax-Christi-Partnerorganisation ADES in Guayaquil unterstützen möchte, kann dies über die Aktion Silbermöwe tun. Spenden einzahlen auf das Konto
Bistum/Silbermöwe bei der
LIGA-Bank, Filiale Speyer 
IBAN: DE25  7509 0300 0000 0363 40
BIC: GENODEF1MO5
Stichwort: „Erdbeben Ecuador, Pax Christi“

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