Silbermöwe

Donnerstag, 23. Juni 2016

Die Zahl der Straßenkinder wächst

Aus Not setzen in Angola viele Eltern ihre Kinder aus

Die Kinder arbeiten im Garten mit. Gemüse und Salat helfen bei der Versorgung der Kinder, die bei den Schwestern Zuflucht gefunden haben. Foto: PRIVAT

Aus Huambo in Angola – die zweitgrößte Stadt des Landes liegt an der berühmten Benguela-Bahn – schreibt uns Schwester Armanda Maria Eduardo von den Niederbronner Schwestern. Den in portugiesisch verfassten Brief hat für uns Schwester Aquila Ferber übersetzt, die viele Jahre in Angola gearbeitet hat, jetzt aber aus gesundheitlichen Gründen im Kloster St. Josef in Neumarkt/Oberpfalz lebt. Ihre Nachfolgerin im Kinderheim in Huambo ist  Schwester Armanda.
Sie schreibt:
 

Frieden und alles Gute wünsche ich allen Wohltätern. Besonders jenen von der Aktion Silbermöwe. Im Namen unserer Kinder danke ich für alle  Hilfe.

Unseren Kindern geht es derzeit gesundheitlich gut. In anderen Teilen des Landes gibt es viele Malariafälle, teilweise mit Todesfolge. In den Krankenhäusern gibt es keine Medikamente für die Kranken. Die Angehörigen müssen sie in den Apotheken kaufen, ebenso oft Handschuhe für das Pflegepersonal, Spritzen und anderes Material.

Auch Lebensmittel: Reis, Zucker, Milch, Bohnen usw. sind sehr teuer. Die Löhne der staatlichen Arbeiter und Angestellten werden nie erhöht. Angola ist in einer politischen und wirtschaftlichen Krise. Die finanzielle Situation ist schlimmer als während der Kriege und unmittelbar danach. Wir bauen Süßkartoffeln an, und die Ernte war gut. Auch Soja, welches  sehr gut für die Gesundheit ist, konnten wir unseren Kindern geben.

Uns bedrückt, dass viele Eltern ihre Kinder wegen der schwierigen Situation aussetzen. Viele Jungen und Mädchen leben nun auf der Straße. Es sind sogar Kinder unter fünf Jahren darunter. Wenn der Staat sie findet, bringt er sie in unser Heim. Niemand kümmert sich mehr um sie, keine Angehörigen suchen sie. Einige von den Kindern sind krank oder haben Hautausschlag. Hunderte von Euros sind für Medikamente und Material nötig. Wir sind wirklich für jede Hilfe dankbar.

Die Kinder haben für das neue Schuljahr, das im Februar begann, schon die Arbeiten für das erste Trimester gemacht. Jetzt sind Ferien, die lange dauern. Wir helfen nun den Kindern, dass sie nicht alles vergessen. Nachhilfe ist notwendig. Alle Kinder, die das Schulalter haben, sind von uns eingeschrieben für die Schule und Katechese. In Angola gibt es keine Schulpflicht und keinen Religionsunterricht als Schulfach. Er ist auf freier Basis. Wir bekommen für das Kinderheim eine junge Schwester, die Lehrerin ist und in der nahen Pfarrei in der Seelsorge arbeitet.

Wir danken allen, die uns in diesen schwierigen Zeiten helfen, dass wir helfen können. Gott vergelte es ihnen und segne Sie.

Spenden für die Waisenkinder von Huambo können eingezahlt werden unter dem Stichwort „Waisenkinder Huambo/Angola“ auf das Konto der

Aktion Silbermöwe
bei der LIGA-Bank, Filiale Speyer
IBAN: DE25 7509 0300 0000 0363 40
BIC: GENODEF1MO5

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