Silbermöwe

Donnerstag, 02. August 2012

Engel der Urwaldmenschen

Ingeburg Pircher lebt und arbeitet seit mehr als 40 Jahren in Papua Neuguinea

Schwester Ingeburg Pircher mit ihren Schützlingen in Papua Neuguinea. Foto: Archiv

Die Steyler Missionsschwester Ingeburg Pircher befindet sich derzeit auf Heimaturlaub, um sich von einer starken Tuberkulose, die sie sich im vorigen Jahr bei der Betreuung kranker Menschen im Urwald von Papua Neuguinea zugezogen hat, zu erholen.

Seit mehr als 40 Jahren hilft die Ordensfrau vom Heilig-Geist-Konvent der kleinen Küstenstadt Alexishafen Menschen im Urwald. Im Laufe der Jahre konnte sie viele gute Projekte anstoßen, nach der Devise „Hilfe zur Selbsthilfe geben“. So besorgte sie unter anderem dank der Unterstützung aus der Heimat, einen Traktor um Felder anzulegen. Motorsägen gaben den Männern die Möglichkeit, Bäume zu fällen und Bretter zu schneiden zum Bau von Schulen und Wohnungen. Der Kauf tausender Jungpflanzen für den Kakao- und Vanilleanbau brachte vielen jungen Menschen eine Verdienstmöglichkeit auf Dauer.
Vor acht Jahren brach auf der Nachbarinsel ein Vulkan aus, der alles verwüstete. 20000 Menschen flüchteten auf ein nahegelegenes Festland und siedelten sich in Lagern an. Nach einigen Monaten verließen die Hilfsorganisationen die Lager. So blieb Schwester Ingeburg weiterhin die erste Ansprechpartnerin, um die Not der Menschen zu lindern. Es gab viele Kranke, die versorgt werden mussten. 
Wiederum durch Unterstützung aus der Heimat konnte die Steyler Missionsschwester mittels Wassertanks und Bohrungen für Trinkwasser sorgen. Sie half beim Aufbau von Schulen und einfachen Häusern. Ihre besondere Sorge galt den vielen Kindern und zuletzt den Tuberkulose-Patienten, bis sie schließlich selbst erkrankte. 
Dadurch wurde ihr bewusst, wie groß die Ansteckungsgefahr im feuchten Urwald ist. Deshalb möchte sie nach überstandener Krankheit „mit neu gewonnener Kraft“, wie sie selbst sagt, nach Papua Neuguinea zurückkehren, um sich um die Bevölkerung zu kümmern. 
Schwester Ingeburg bedankt sich bei allen Spendern, die ihr über die Aktion Silbermöwe und darüber hinaus helfen und bittet darum, ihre Arbeit vor Ort auch weiterhin zu unterstützen. (Redaktion)

Spenden für die Not der Menschen in Papua Neuguinea können unter dem Stichwort

„Schwester Pircher in Papua Neuguinea

auf das Konto
              Bistum/Silbermöwe
              Kontonummer 36340
              bei der
              Liga-Bank Speyer
              BLZ 75090300
eingezahlt werden.

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