Wochenkommentar

Mittwoch, 28. Juli 2010

Kaum zu glauben: Eintritt zahlen für den Papstbesuch

Mitte September kommt Papst Benedikt nach Großbritannien. Wenn man den Medien glauben darf, werden für die Gottesdienste mit dem Heiligen Vater bei dessen Staatsbesuch Eintrittsgebühren erhoben.

Für die Mes­se unter freiem Himmel am 16. September in Glasgow sind demnach umgerechnet 23 Euro fällig. Eintritt für ein Konzert. Na klar. Aber für die Teilnahme an einem Gottesdienst mit dem Heiligen Vater?

Bereits Mitte Juli hatten Zeitungen über Pläne berichtet, wonach eine Teilnahme an der Seligsprechung von Kardinal John Henry Newman (1801 bis 1890) am 19. September in Birmingham mit umgerechnet 30 Euro pro Teilnehmer zu Buche schlagen könnte. Eine Karte für die abendliche Andacht mit dem Papst im Londoner Hyde Park ist schon für zwölf Euro zu haben. Fast ja schon ein Schnäppchen 

Mit dem Geld will die katholische Kirche eigenen Angaben zufolge einen Teil der Kosten des Papstbesuchs von schätzungsweise 8,3 Millionen Euro wieder auffangen. Auf der offiziellen Webseite zum Papstbesuch finden sich bislang allerdings keine konkreten Angaben zu den Eintrittsgeldern. Alle Teilnehmer der Gottesdienste sollen jedoch ein Pilgerpaket mit Ausweis, Gebetbuch, CD, Fahrausweis und Erste-Hilfe-Set erhalten. 

Bei den Eintrittsgeldern zu den Gottesdiensten mit dem Papst werden ungute Erinnerungen an dunkle Zeiten der Kirche wach. Hoffentlich erweisen sich die Medienberichte als Ente. 

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