Es wird wohl ein Wunschtraum bleiben. US-Präsident Barack Obama hat vollmundig angekündigt, in seinem Land die Steuern für Reiche zu erhöhen, und zwar mindestens auf 30 Prozent. Doch die Mehrheit im Repräsentantenhaus, eine der beiden Kammern des US-Kongresses, stellen die Republikaner. Und diese haben bereits angekündigt, den Gesetzentwurf zu Fall zu bringen, da das Repräsentantenhaus in Haushaltsfragen die Vorhand hat und nicht der Präsident.
Dabei würden diejenigen, die ein überaus fettes Bankkonto vorweisen können, die höhere Eigenleistung für das hochverschuldete Land kaum spüren. Denn laut einer Studie stieg das Einkommen des reichsten Prozents der Amerikaner in den vergangenen 30 Jahren um 275 Prozent, und das bei Steuersätzen, die häufig niedriger ausfallen als die von Millionen Bürger.
Zwar tragen gerade die reichen Amerikaner den Nationalstolz in Übergröße vor sich her, doch wenn es darum geht, sich solidarisch mit diesem Land zu zeigen, das ihnen den Reichtum ermöglichte, dann hört der Spaß ganz schnell auf. (Petra Derst)
Heftiger Vorwurf an europäische und deutsche Unternehmen
Wählerinnen und Wähler votieren für mehr Sozialismus und gegen alleinigen strikten Sparkus