Wochenkommentar

Donnerstag, 02. August 2012

Schöne neue virtuelle Welt

Immer weniger Partnerschaften in der realen Welt?

Sie sind der Renner vor allem bei der ganz jungen Generation: die sozialen Netzwerke. Ob Facebook, Wer kennt wen oder studiVZ – Freundschaften werden längst in der virtuellen Welt geschlossen. Und wer nicht mitreden kann, mutiert sehr schnell zum Außenseiter. 
Dass die sozialen Netzwerke den Beziehungen im „richtigen Leben“ schaden, glaubt die Berliner Psychotherapeutin Franziska Kühne. Es gehe alles verloren, was für Aufbau und Stabilisierung von Nähe benötigt werde, sagte sie am 29. Juli dem Münchner Nachrichtenmagazin Focus. Viele fühlten sich in dieser „schönen neuen Psychowelt“ zunehmend einsamer, was etwa zu Unzufriedenheit und Frustration führe.
Die Erfindung des Smart-Phones dürfte diese Entwicklung sicherlich noch begünstigen. Erleichtert es doch den Drang, mal schnell von unterwegs zu checken was auf Facebook und Co gerade so los ist. Und wenn dort Ebbe herrscht, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, E-Mails zu schreiben, zu smsen oder schlicht und ergreifend zu telefonieren. 
Kein Wunder, dass Partnerschaften in der realen Welt immer weniger geschlossen werden. Wie auch, wenn die Ohren ständig am Lautsprecher oder die Augen auf dem Display kleben und die Finger rekordverdächtig tippen. Wer soll da seine Umwelt noch wahrnehmen. Der Traummann wartet mittlerweile darauf, seine Traumfrau per Mausklick zu finden und umgekehrt. Fragen Sie mal auf einer Party mit jüngeren Gästen die Paare, wie sie sich kennengelernt haben: Sie werden unter Umständen überrascht sein. (Petra Derst)

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