Wochenkommentar

Donnerstag, 14. September 2017

Was bei der Wahl auf dem Spiel steht

Es geht um Recht, Freiheit und um unsere Demokratie

Wenige Tage vor der Bundestagswahl am 24. September ist es gut und wichtig, politisch noch einmal nachzudenken. Zum Beispiel über das Glück, dass wir in einem freiheitlichen Rechtsstaat leben – gründend auf einer Verfassung, die durchaus die weltweit beste genannt werden darf. Ein solches Glück ist keine Selbstverständlichkeit, wie uns Nachrichten aus vielen Ländern täglich immer wieder belehren. Was ist mit dem Recht und was droht ihm etwa in der Türkei, in Polen, in Ungarn; von Teilen Afrikas und Asiens ganz zu schweigen?

Bei jeder Wahl und auch schon vorher sind wir Deutsche gut beraten, dafür zu sorgen, dass die Führung und damit die Zukunft unseres Gemeinwesens weiter in den Händen von überzeugten, verantwortungsbewussten Demokraten bleibt – so wie wir es nach vielen Irrwegen nun seit 1949, also seit 68 Jahren, erleben. An der Geschichte Deutschlands können wir warnend erkennen, welche Gefahren dem freiheitlichen Rechtsstaat drohen: Wenn Bürgerinnen und Bürger das politische und damit auch menschliche Glück, das sie haben, nicht erkennen oder nicht wertschätzen; wenn Hass, Großmäuligkeit, Egoismus und nationalistische Aufgeblasenheit an die Stelle von Toleranz, Klugheit und Gemeinsamkeit der Völker treten.

Zusammengefasst und kurz: Am 24. September geht es wieder – wie bei jeder Bundestagswahl – nicht um die Frage, ob man mit einer demokratischen Partei zu einhundert Prozent einverstanden ist. Das gibt es nicht. Im Zweifel genügen 51 Prozent. Wichtig ist, so banal es klingen mag, dass die Demokraten ihr Wahlrecht auch als eine Bürger-Pflicht verstehen und ihre Stimme in die Waagschale werfen. Extremisten, Vertreter des Hasses, die andere Meinungen niederbrüllen wollen, wie es im Wahlkampf zu erleben war, Prediger des Nationalismus und der Menschenverachtung – sie alle werden wählen gehen, wie die Erfahrung lehrt.
Eine hohe Wahlbeteiligung der Demokraten kann bewirken, dass der prozentuale Anteil der Extremisten-Stimmen am Gesamtergebnis klein bleibt. Das klingt nach einem dringenden Appell an die Demokraten. Ja, es ist einer. Denn es geht um Recht und Freiheit, um unsere Demokratie. (Rudolf Bauer)

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