Arbeitshilfe zur Pfarrgremienwahl

2. Wie geht man Öffentlichkeitsarbeit an?


„Viel hilft viel“ ist in diesem Zusammenhang eher die schlechtere Taktik. Wer meint, jede auch noch so kleine Belanglosigkeit verbreiten zu müssen, der lässt seinen Kommunikationspartner - den Empfänger der Nachricht - irgendwann abstumpfen. Dies hat die negative Konsequenz, dass früher oder später auch die wirklich wichtigen Nachrichten im Chaos der selbst verursachten Nachrichtenflut untergehen und nicht mehr wahrgenommen werden.

Das bedeutet also konkret: Von Seiten des Absenders ist eine Vorauswahl erforderlich, welche Botschaft wirklich wichtig ist. Nur die wird verschickt. Und es muss eine Abstufung entsprechend der Zielgruppe erfolgen. Was für den Gemeindebrief interessant ist, ist es nicht zwingend auch für die Lokalzeitung. Es macht einen Unterschied, ob ein Beitrag an das örtliche Anzeigenblatt geschickt wird, wo in einem räumlich sehr begrenzten Raum der genannte Ort und die handelnden Personen selbstverständlich bekannt sind, oder ob ein breiter streuendes Medium genutzt werden soll. In zweiterem Fall sind deutlich mehr Zusatzinformationen notwendig, um die Nachricht zu erklären.

Daraus wiederum folgt: Jedes Medium braucht seine eigene Ansprache - auch wenn dies mehr Arbeit für den Verfasser bedeutet. Aber je differenzierter die Botschaft für die jeweilige Zielgruppe ist, desto größer ist die Chance, dass sie auch entsprechend publiziert wird. Die Verantwortlichen in der Medienbranche sind auch nur Menschen. Je weniger zusätzliche Arbeit sie mit einem eingereichten Beitrag haben, desto größer ist die Chance, dass dieser weitgehend unverändert veröffentlicht wird. Der Anspruch steigt dabei im Verhältnis zur Reichweite.

Ganz schön kompliziert? Das mag sein. Aber die Mühe, die man sich auf Seiten des - oft ehrenamtlichen - Verfassers macht, soll sich schließlich auch lohnen. Denn es ist frustrierend, ständig Meldungen zu verfassen, wenn man nie das gedruckte Ergebnis sieht. Daher nun einige Tipps, die für eigentlich jede Pressemitteilung gelten. (Der Begriff „Pressemitteilung“ ist nach wie vor gebräuchlich, auch wenn er sich inzwischen längst nicht mehr ausschließlich auf die gedruckten Erzeugnisse bezieht.)

 

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