Arbeitshilfe zur Pfarrgremienwahl

6. Sonstige Mittel der Öffentlichkeit


Eine gezielte und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit setzt - neben der Pressemitteilung - verschiedene Mittel ein. Deren Auswahl hängt jeweils vom Anlass ab. Effektiv ist auf jeden Fall ein Mix von Maßnahmen.

 

Mund-zu-Mund-Propaganda

Die Mund-zu-Mund-Propaganda ist wohl die älteste Form von Öffentlichkeitsarbeit. Ihre Wirksamkeit ist nicht zu unterschätzen, weil es sich um eine Form direkter zwischenmenschlicher Kommunikation handelt. Es ist jedoch ein sehr unzuverlässiges Mittel - wie das bekannte Spiel „Stille Post“ beweist. Von der Information bis zu deren völliger Verkehrung oder bis zum Gerücht ist es nicht weit.

Handzettel/Infoblatt

Handzettel sollen Aufmerksamkeit erregen. Sie dienen in erster Linie der Kurzinformation. Handzettel sollen knapp und übersichtlich die entscheidenden Informationen vermitteln - oder auf eine weitere Informationsmöglichkeit verweisen. Die Gestaltung kann auf den Inhalt Bezug nehmen (Wahl - Wahlurne). Die grafischen Elemente dürfen die Informationen aber nicht überstrahlen. Handzettel sind leicht zu erstellen und erreichen viele Adressaten. Sie können bei Veranstaltungen verteilt, in Einrichtungen und Geschäften ausgelegt, in Briefkästen eingeworfen, an Autoscheiben geheftet oder per Brief verschickt werden. Handzettel werden heute üblicherweise am Computer erstellt. Im Internet gibt es zahlreiche grafische Elemente (Copyright beachten!) Ausgeschnittene Grafikelemente vom „Schnippelbogen“ versprühen nur noch in Einzelfällen ihren Charme. Gleiches gilt für handgeschriebene Handzettel. Bei der Verwendung von Schriftarten am Computern sollte auf ein gleichmäßiges Schriftbild geachtet werden. Zu viele Schriftarten wirken unruhig und unprofessionell.

Plakat

Für Plakate gilt vom Inhalt her das Gleiche wie für Handzettel: Sie sollen Aufmerksamkeit erzeugen und in aller Kürze (im Vorbegehen bzw. Vorbeifahren) die notwendigen Informationen (W-Fragen!) vermitteln. Ein pfiffiges Motto, das zum Nachdenken anregt, kann die Aussagekraft eines Plakats verstärken. Gleiches gilt für ungewöhnliche grafische Elemente oder Fotomotive. Sofern in einer Pfarrei oder Gemeinde ein (eingeführtes und in der Öffentlichkeit bekanntes) Logo verwendet wird, sollte sich dies als Wiedererkennungseffekt auch auf dem Plakat wiederfinden. Plakate, die zum Aufhängen an Straßenlaternen o.ä. gedacht sind, haben eine Größe zwischen DIN A2 und DIN A0. Zum Aushängen in Geschäften oder Schaukästen reicht eine Größe von DIN A4 bis DIN A2. Plakate im öffentlichen Straßenraum müssen vor dem Aufhängen von der zuständigen Gemeindeverwaltung genehmigt werden.

Schaukasten

Der Schaukasten ermöglicht eine kontinuierliche Informationen von besonders interessierten Personen (z.B. Gemeindemitglieder, Eltern eines Kindergartens,...) und einer größeren Öffentlichkeit gleichermaßen. Neben der regelmäßigen Neubestückung des Schaukastens mit aussagekräftigen Inhalten ist auch die Frage des Standorts von entscheidender Bedeutung. Findet er zum Beispiel seinen Platz im Eingangsbereich einer Einrichtung, kann er einen guten Beitrag zur Binnenkommunikation leisten, eine breite Öffentlichkeit erreicht er dabei eher nicht.

Info-Stand

Ein Informationsstand auf öffentlichen Plätzen erregt Aufmerksamkeit und bietet die Chance, mit den Passanten direkt in Kontakt zu treten. Die Personen, die den Stand betreuen, sollten sich im Vorfeld genau darauf verständigen, was sie mit der Aktion bezwecken wollen und dann möglichst „mit einer Stimme“ reden. Gegebenenfalls kann es hilfreich sein, während der Aktion mit Interviews (Lautsprecher!) von örtlich bekannten Personen oder Entscheidungsträgern weitere Aufmerksamkeit zu wecken. Um die Außenwirkung zu verstärken, empfiehlt sich die Ankündigung des Infostands in den örtlichen Medien.


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