Arbeitshilfe zur Pfarrgremienwahl

Gremienwahl 2011 - hier in Rockenhausen.

7. Los geht's – Pfarrgremienwahl und Öffentlichkeitsarbeit

Vorbemerkung

Die Pfarrgremienwahl findet bistumsweit in allen Pfarreien statt. Die Pressearbeit zu diesem Thema sollte daher unter den Pfarreien bzw. dekanatsweit gerade hinsichtlich der Berichterstattung in der Lokalzeitung - nach wie vor das Leitmedium für die örtlichen Nachrichten- abgestimmt werden. Denn es ist illusorisch zu glauben, die Lokalzeitung druckt inhaltlich nahezu identische Meldungen aus allen Pfarreien ab.

Vorab sollte daher das Verbreitungsgebiet einer Lokalzeitung (oder lokalen Ausgabe) mit den kirchlichen Grenzen verglichen werden. Wo gibt es Übereinstimmungen? Wo bietet sich eine gemeinsame Berichterstattung an? Welche Pfarrei gehört zwar zum gleichen Dekanat, aber bereits zu einer anderen Lokalausgabe?

Mit der zuständigen Redaktion sollte Kontakt aufgenommen und die Art und das Ausmaß der Berichterstattung über die Pfarrgremienwahl abgestimmt werden.

Um die vielfältigen Aufgaben im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die verschiedenen Medien (Zeitungen, Amtsblätter, soziale Medien) bedarfsgerecht mit Informationen zu versorgen, bietet sich die kurzfristige Bildung einer „Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit“ an.

Denkbar ist auch, nach den Wahlen (auf Dekanatsebene) ein gemeinsames Resümee in Form eines Pressegesprächs zu ziehen.

Achtung: Termindruck!

Folgende Termine gibt die Bistumsleitung für die Durchführung der Pfarrgremienwahl vor:
ab sofort bis 02.08.15: Aufforderung zu Wahlvorschlägen
ab sofort bis 20.09.15: Erstellung der Kandidatenlisten (und Bekanntgabe)
21.09.15 bis 09.10.15: Möglichkeit der Briefwahl
10.10.15 bis 11.10.15: Pfarrgremienwahl (anschl. Bekanntgabe des Wahlergebnisses)
26.10.15 bis 31.12.15: Konstituierung der Gremien

Aus diesen Terminen ergeben sich somit fünf Phasen der Pfarrgremienwahl, die es für die Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen gilt:

Phase 1: grundlegende Informationen zur Pfarrgremienwahl – Ankündigung des Wahltermins – Suche nach Kandidaten

In dieser Phase geht es darum, den Leser über die anstehende Pfarrgremienwahl und die damit verbundenen Strukturänderungen (nochmals) zu informieren. Der Leser soll erfahren:

  • Welche Gremien werden gewählt? Wo liegen die Unterschiede zu den bisherigen Räten?
  • Wer darf kandidieren? Wer darf Kandidaten vorschlagen? Wo müssen die Meldungen eingehen?
  • Wer darf wählen? Wann findet die Wahl statt? Wo ist das Wahllokal?
  • Was verbirgt sich hinter der Gemeindepastoral 2015?

Umsetzung: Kalenderwochen 27/28/29/30/31 (vorgeschlagener Stichtag: 02.08.2015)


Textbeispiel 1: Neutrale Ankündigung

Kandidaten gesucht

Mitte Oktober werden die Gremien für die neue Bistumsstruktur gewählt

Am 10. und 11. Oktober 2015 werden in der Diözese Speyer die Gremien für die neuen Pfarreien und Gemeinden gewählt. Rund 500.000 Katholiken in 350 Pfarreien und Filialgemeinden sind zu den Urnen gerufen, um bei diesen kirchlichen „Kommunalwahlen“ zu entscheiden, welche Frauen und Männer in den nächsten vier Jahren das pfarrliche Leben in den neuen Strukturen mitgestalten sollen. Zum Ende dieses Jahres werden die bisherigen Pfarreien aufgelöst und mit Wirkung zum 1. Januar des neuen Jahres 70 - größere - Pfarreien neu gebildet. Diesen Pfarreien gehören mehrere Gemeinden auf Ortsebene an.

Zu der neuen Pfarrei St. Michael, die in Musterdorf ihren Sitz hat, gehören die Gemeinden A-Dorf, B-Dorf und C-Dorf. Zu wählen ist in jeder Gemeinde ein Gemeindeausschuss, dessen Größe vor Ort variieren kann. Darüber hinaus sind in jeder der Gemeinden auch die Vertreter zu wählen, die auf Pfarreiebene in den Pfarreirat und den Verwaltungsrat entsandt werden.

Mit der Wahlvorbereitung wurde bereits begonnen. Nach der Wahlankündigung am vergangenen Sonntag läuft nunmehr die Kandidatensuche auf vollen Touren. Bei der Wahl gehe es darum, für die verschiedenen, sehr konkreten Aufgaben der Gemeinde kompetente Kandidaten zu finden, die aus ihrem Glauben heraus für ihre Gemeinde Zeit, Kraft und Phantasie zur Verfügung stellen, erläutert Pfarrer Franziskus Fromm. Und er stellt klar: „Unsere Pfarrgremien sollen keine pfarrliche Nabelschau betreiben, sondern über den Kirchturm hinausschauen. Offenheit ist also gefragt.“ Dies gelte insbesondere für die Kontaktaufnahme zu der Kirche Fernstehenden und die Solidaritätsarbeit zugunsten der sogenannten Dritten Welt. Auf „Offenheit und Gesprächsbereitschaft“ werde es auch mit Blick auf die Lebensbezüge aller Mitglieder der Pfarrei ankommen, führt der Pfarrer weiter aus. Deshalb sollte bei der Kandidatensuche besonders auch an die Vielfalt in der Pfarrei gedacht werden. Alle Berufs- und Altersschichten, Männer wie Frauen, die Verbände und Gruppen sollten „in guter Mischung“ vertreten sein, damit die pfarrlichen Gremien in etwa ein Spiegelbild der Gemeinde sind. „Wer für die Kandidatenliste vorgeschlagen wird, sollte sich ermutigt fühlen und zur Kandidatur ,ja’ sagen“, heißt es daher in einem Aufruf der Pfarrei.

Wahlberechtigt für Gemeindeausschuss und Pfarreirat sind katholische Christinnen und Christen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben oder bereits gefirmt sind und die in der Gemeinde ihren Hauptwohnsitz haben. Für den Verwaltungsrat liegt das Wahlalter bei 18 Jahren.

Letzter Termin zur Abgabe eines Kandidatenvorschlags im Pfarrbüro von St. Gabriel, Kirchenstraße 1 in Musterdorf, ist der 31. August.

Textbeispiel 2: Bilanz der bisherigen Arbeit - Ankündigung der Wahl

Nachbarschaftshilfe aufgebaut

Pfarrgemeinderat St. Michael zieht positive Bilanz – Noch nicht gelöst: Renovierung des Pfarrheims

„Der Aufbau der Nachbarschaftshilfe in Musterdorf ist das Beste, was wir in den vergangenen vier Jahren geleistet haben.“ Dieses Fazit zog die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von St. Gabriel in Musterdorf, Hildegunde Müller-Hintermeier, in der letzten Sitzung des Rates am 17. Juni. Es war eine historische Sitzung. Denn die Pfarrei St. Gabriel wird - wie alle anderen rund 350 im Bistum Speyer - zum Jahresende aufgelöst. 70 neue Pfarreien, jede bestehend aus mehreren Gemeinden, entstehen. Die Gremien für die neue Struktur werden am 10. und 11. Oktober im gesamten Bistum Speyer neu gewählt.

„Die Nachbarschafthilfe macht zwar keine Schlagzeilen, dafür aber bringt sie vielen alten und kranken Mitbürgern konkrete Erleichterung“, betonte die Vorsitzende in ihrem letzten Rechenschaftbericht. Es sei erstaunlich, so Hildegunde Müller-Hintermeier, was in den vergangenen vier Jahren alles geleistet worden sei. „Unsere Arbeit ist besser als unser Ruf“, meinte sie. Viel Arbeit habe sich der Pfarrgemeinderat mit dem Aufbau der vier Jugendgruppen gemacht. „Die Diskussionen, die vielen Sitzungen und der viele Ärger haben sich gelohnt. Ich hoffe, unsere Jugendarbeit bleibt auch in der neuen Struktur ein ständiges Thema“, betonte die Vorsitzende, die vor vier Jahren als erste Frau an die Spitze des Pfarrgemeinderates gewählt worden war. Altenclub, Erwachsenenbildung, Kirchenchor, Sozialstation, Kindergarten, Gottesdienstgestaltung und Pfarrfest waren die Themen, mit denen sich der Rat am häufigsten beschäftigte. Ausdrücklich dankte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende auch dem Verwaltungsrat für dessen sorgsame Verwaltung der jährlich über 200.000 Euro an Kirchensteuermitteln und Spenden.

Keine Einigung habe mehr bisher über die dringend notwendige Renovierung des Pfarrheims erzielen können, vermerkte Müller-Hintermeier abschließend. Weder sei die Finanzierung geklärt, noch habe man ein Konzept über die künftige Nutzung erstellen können. Die hier notwendigen Gespräche mit den zahlreichen Gruppen der Pfarrei, aber auch mit den übrigen Ortsvereinen, seien sicher eine der ersten Aufgaben des neuen Pfarreirats.

Bei der Wahl am 10. und 11. Oktober werden in allen Gemeinden drei Gremien gewählt: Der Gemeindeausschuss, bestehend aus mindestens drei Mitgliedern, koordiniert und fördert das kirchliche Leben unmittelbar vor Ort. Der Verwaltungsrat - künftig auf Pfarreiebene und besetzt mit Mitgliedern aus allen Gemeinden - erstellt den Haushaltsplan und die Jahresrechnung und entscheidet über Dienst- und Arbeitsverträge sowie Bau- und Grundstücksangelegenheiten der ganzen Pfarrei. Der Pfarreirat, bestehend aus dem Pastoralteam, Vertretern der Verbände und der Kindertageseinrichtung sowie gewählten Laien aus allen Gemeinden, trägt die Verantwortung für ein aktives Leben in der neuen, größeren Pfarrei. Er erarbeitet das „Pastorale Konzept“, das für die gesamte Pfarrei regelt, wie auf Grundlage der konkreten Situation vor Ort und den gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen die Aufgaben der Kirche erfüllt werden können.

Wahlberechtigt für Gemeindeausschuss und Pfarreirat sind katholische Christinnen und Christen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben oder bereits gefirmt sind und die in der Gemeinde ihren Hauptwohnsitz haben. Für den Verwaltungsrat liegt das Wahlalter bei 18 Jahren.

Letzter Termin zur Abgabe eines Kandidatenvorschlags im Pfarrbüro St. Gabriel, Kirchenstraße 1 in Musterdorf, ist der 31. August.

Phase 2: Bekanntgabe der Kandidatenliste - Vorstellung der Kandidaten

In dieser Phase geht es darum, den an sich unpersönlichen Verwaltungsakt einer Wahl mit „Leben“ zu füllen. Immerhin geht es dabei um Menschen. Dabei ist zu bedenken: Werden nicht alle Kandidaten gleichermaßen berücksichtigt, läuft in einem solchen Text unterschwellig immer der Vorwurf einer einseitigen Wahlbeeinflussung mit. Die Auswahl der Kandidaten, die „etwas zu sagen“ haben, muss daher mit größter Sorgfalt erfolgen und muss begründbar sein. Am einfachsten ist dies z.B. mit dem ältesten bzw. jüngsten Kandidaten, dem mit der längsten Amtszeit oder dem (ausländischen) neuen Gemeindemitglied... Ist man sich unsicher, sollte man einen neutralen Text wählen.

In dieser Phase bietet sich auch an, auf besondere Veranstaltungen im Umfeld der Wahl (Pfarrversammlungen, Kandidatenpräsentationen, Wahl-Infosstände,...) hinzuweisen.

Umsetzung: Nach der Sitzung des Wahlausschusses, in der die eingegangenen Kandidatenvorschläge geprüft und für die Wahl zugelassen wurden – Kalenderwochen 36/37/38


Textbeispiel 1: Einzelne Kandidaten kommen zu Wort

Kein Standpunkt des „ohne mich“

Rund 30 Kandidaten bewerben sich in Musterdorf für die neuen Pfarrgremien - Pfarrversammlung am 20. September

Unzufrieden mit dem, was in ihrer Kirchengemeinde geschieht? Viele sind dies und ziehen sich zurück. Doch dieser Standpunkt des „ohne mich“ wird nicht von allen Katholiken geteilt. Sie wollen etwas verändern und selbst etwas tun, z. B. für die Jugend, für die Ausländer, für die älteren Mitbürger, für die ökumenische Zusammenarbeit, für die Behinderten - eben mithelfen, dass ihre Gemeinde lebendiger wird. Deshalb kandidieren sie für die Wahl der neuen Pfarrgremien am 10. und 11. Oktober. In Musterdorf sind dies immerhin 15 Männer und Frauen, die für den Pfarreirat der neuen Pfarrei St. Michael kandidieren. Auf der Kandidatenliste für den Verwaltungsrat stehen drei Bewerber und eine Bewerberin. Für den örtlichen Gemeindeausschuss bewerben sich zehn Gemeindemitglieder - der jüngste ist 16, die älteste 76 Jahre alt.

Die Kandidatenlisten für die Wahlen wurden am 31. August abgeschlossen. Die Hälfte der zur Wahl stehenden Frauen und Männer haben sich erstmals entschlossen, Verantwortung in ihrer Pfarrei oder Gemeinde zu übernehmen und sich dem Votum der Gemeindemitglieder zu stellen. Von den Pfarrgemeinderatsmitgliedern der ersten Stunde aus dem Jahre 1968 sind nur noch wenige dabei, so zum Beispiel Siegbert Treufried, der sich seit Beginn ganz besonders für die ökumenische Arbeit engagiert hat. Der 72-Jährige ist davon überzeugt, dass mit Geduld und „langem Atem“ viel erreicht werden kann. Gespannt ist er auf die Zusammenarbeit im neuen Pfarreirat, dem Mitglieder auch aus A-Dorf, B-Dorf und C-Dorf angehören. „Das bringt bestimmt viele lebhafte Diskussionen mit sich. Aber das kann der Sache insgesamt nur dienlich sein“, so das erfahrene Pfarrgemeinderatsmitglied. Die neue Struktur hat auch die 24-jährige Pädagogik-Studentin Julia Glaubegern bewogen, sich erstmals zur Wahl zu stellen. Sie kandidiert für den Gemeindeausschuss: „Kirche ist nicht nur was für die Älteren. Auch die Jungen müssen hier ihren Platz finden. Und immer nur meckern, dass in diese Richtung zu wenig läuft, ist nicht mein Ding“, sagt sie - und ist überzeugt, dass man dies auf unterster Ebene, an der Basis, am besten umsetzen kann.

Wie bei den früheren Wahlen kandidieren fast gleiche viele Frauen wie Männer. Erfreut ist Pfarrer Franziskus Fromm, dass sich aus allen Altersschichten Kandidaten gefunden haben. „Aber ein paar junge Leute mehr hätten es vielleicht doch sein können“, sagt er - und bedauert dabei auch, dass in den Ortsteilen Klein-Musterdorf und Mittel-Musterdorf keine Kandidaten gefunden werden konnten.

Die Noch-Vorsitzende des derzeitigen Pfarrgemeinderats, Hildegunde Müller-Hintermeier, begrüßte es, dass sich aus den Reihen der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) eine Reihe von Kandidaten gefunden haben, die die Interessen der Arbeitnehmer verstärkt vertreten wollen. Auch mit Blick auf die hohen Arbeitslosenzahlen in der Region sei dies ein positives Signal, das von der Gemeinde ausgehen und zeige, dass die Gemeinde die Bedeutung des Themas Arbeitswelt erkannt habe. „Sehr froh“ ist die Vorsitzende auch über die Kandidatur von zwei ausländischen Mitbürgern, einer jungen Griechin und einem Christen aus der Türkei. „Das gibt dem Thema Integration einen ganz anderen Stellenwert und öffnet neue Blickwinkel“, ist sie überzeugt.

Die Kandidaten für die Pfarrgremien stellen sich am Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, zum Ende der Gottesdienste vor. Darüber hinaus findet am Sonntag, 20. September, um 20 Uhr, im Pfarrzentrum eine Pfarrversammlung zur Pfarrgremienwahl statt, in der sich die Kandidaten ebenfalls nochmals vorstellen und auch sonst noch offene Fragen rund um das Thema Wahl und neue Pfarreistruktur beantwortet werden.

Textbeispiel 2: Neutraler Text

Für die Wahl gerüstet

Musterdorf: 33 Männer und Frauen für die drei Pfarrgremien

Die Kandidatenlisten für die Wahl der drei Gremien in der neuen Pfarreistruktur des Bistums Speyer in der Noch-Pfarrei St. Gabriel Musterdorf ist komplett. Das schwierigste Stück Arbeit sei damit geschafft, freut sich die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von St. Gabriel, Hildegunde Müller-Hintermeier. Die zur neuen Pfarrei St. Michael gehörenden Gemeinden in Musterdorf, A-Dorf, B-Dorf und C-Dorf seien für die „kirchlichen Kommunalwahlen“ am 10. und 11. Oktober bestens gerüstet.

Es sei nicht immer ganz leicht gewesen, die erforderlichen Zusagen zu erhalten, gibt Müller-Hintermeier zu. Immerhin sollen in den Gremien möglichst alle Berufs- und Altersgruppen, alle Verbände und relevanten Gruppierungen der Pfarrei ausrechend vertreten sein. „Die Kandidatenliste beziehungsweise die Zusammensetzung der künftigen Gemeindeausschüsse, des Verwaltungsrats und des Pfarreirats sollten in etwa ein Spiegelbild der Gemeinde darstellen“, macht die Pfarrgemeinderatsvorsitzende deutlich.

Aus den Vorschlägen, die dem Wahlausschuss der Pfarrei St. Gabriel bis Ende August zugegangen sind, ergibt sich folgendes Bild: Insgesamt bewerben sich 15 Frauen und Männer aus St. Gabriel für den neuen Pfarreirat, vier für den Verwaltungsrat, zehn für den Gemeindeausschuss. Das Durchschnittsalter der Kandidaten beträgt 42 Jahre; der jüngste Kandidat ist 16 Jahre, der älteste 78 Jahre alt. Unter den vertretenen Berufen finden sich vor allem Beamte. Deutlich unterrepräsentiert sind - gemessen am Anteil an der Wohnbevölkerung - die jungen Erwachsenen zwischen 22 und 30 Jahren. Nach Berufsgruppen sind die Arbeiter unterrepräsentiert. Vom bisherigen Pfarrgemeinderat stellen sich neben der derzeitigen Vorsitzenden sechs weitere Mitglieder erneut zur Wahl.

Im Rahmen eines Pfarrabends am Donnerstag, 10. September, 19 Uhr im Pfarrzentrum werden sich die Kandidaten der verschiedenen Gremien vorstellen. Auch im Anschluss an die Sonntagsgottesdienste werden bis zum Sonntag vor der Wahl die Kandidaten vor der Pfarrkirche St. Gabriel für Gespräche zur Verfügung stehen.

Eine im gesamten Bistum Speyer möglicherweise einmalige „Wahlkampfaktion“ findet am Dienstag, 15. September, im Pfarrzentrum statt: Bei einem „Abend der Jugend“, der von den Messdienern und den Pfadfindern der Pfarrei organisiert wird, stellen sich alle Kandidaten den jugendlichen Gemeindemitgliedern zur Diskussion.

 

Phase 3: Wahlaufruf - Möglichkeit zur Briefwahl

In dieser Phase geht es darum, die Gemeindemitglieder für die Wahl zu interessieren und sie von Sinn und Notwendigkeit der Stimmabgabe zu überzeugen. Zielgruppe ist dabei ausdrücklich auch der Teil der Gemeinde, der nur unregelmäßig oder bislang noch überhaupt nicht am Gemeindeleben teilnimmt. Es werden Informationen zum Wahlablauf, zu den Wahllokalen und deren Öffnungszeiten und zur Möglichkeit der Briefwahl vermittelt.

Umsetzung: Um den 21. September (ab dann Möglichkeit der Briefwahl) - also KW 38/39


Textvorschlag 1:

Pfarrgremienwahl beginnt

Ab Montag Briefwahl möglich - Urnenwahl am 10. und 11. Oktober

Die letzte Etappe in der Neustrukturierung des Bistums Speyer beginnt am Montag: Ab 21. September können im Pfarrbüro der Noch-Pfarrei St. Gabriel Musterdorf, Kirchenstraße 3, die Briefwahlunterlagen für die Wahl von Pfarreirat, Verwaltungsrat und Gemeindeausschuss abgeholt und dort auch wieder abgegeben werden. Die Urnenwahl der Pfarrgremienwahl ist am 10. und 11. Oktober im Pfarrzentrum.

„Gerade für unsere älteren Gemeindemitglieder, denen es schwer fällt, am Wahlsamstag und -sonntag zum Wahllokal zu kommen, ist die Briefwahl ideal, um sich an der für unsere Pfarrei so wichtigen Wahl zu beteiligen“, so Pfarrer Franziskus Fromm. Er nimmt dabei Bezug auf die Neustrukturierung im Bistum Speyer. Aus rund 350 Pfarreien werden zum Jahreswechsel 70 neue Pfarreien. Aber auch für Leute, die sich am Wahlwochenende in Urlaub befinden, arbeiten müssen oder sich in Ruhe die zur Wahl stehenden Kandidaten auswählen wollen, ist die Briefwahl die ideale Wahlform.

Die Unterlagen für die Briefwahl können zu den üblichen Öffnungszeiten im Pfarrbüro, Kirchenstraße 3, persönlich oder mit Vollmacht abgeholt werden. Auf Wunsch werden die Unterlagen auch mit der Post zugeschickt. Wahlbriefunterlagen können bis Freitag, 9. Oktober, beantragt werden. Der Wähler trägt dafür Sorge, dass der Wahlbrief spätestens zum Ende der Wahlzeit dem Wahlausschuss beziehungsweise der Wahlleitung zugegangen ist - entweder indem er den Wahlbrief rechtzeitig per Post zurückschickt oder am Wahltag dort abgibt.

Das Wahllokal im Pfarrzentrum ist für die Urnenwähler am Samstag, 10. Oktober, von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag, 11. Oktober, von 8 bis 18 Uhr.


Textvorschlag 2:

„Dieses Mal ist die Wahl besonders wichtig“

Pfarrgremienwahlen im Bistum Speyer beginnen - Briefwahlunterlagen ab Montag im Pfarrbüro St. Gabriel erhältlich

Gertrud Schmitt ist 86 Jahre alt. Wann immer es ihr noch möglich ist, besucht sie die Gottesdienste in ihrer Musterdorfer Pfarrei St. Gabriel und nimmt am kirchlichen Leben ihrer Heimatpfarrei teil. Dass sie sich - trotz ihrer Gehschwäche - auch an der diesjährigen Pfarrgremienwahl beteiligt, ist für die Seniorin Ehrensache. Möglich macht dies die Briefwahl. Gleich am Montag will sich Gertrud Schmitt von ihrer Tochter die Unterlagen mitbringen lassen.

Denn ab diesem Montag, 21. September, läuft die Pfarrgremienwahl im Bistum Speyer. Ab diesem Tag können die Wähler ihre Briefwahlunterlagen selbst abholen oder - mit Vollmacht - abholen lassen und zu Haue ihre Stimmen abgeben. Bis spätestens Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr, wenn die Wahllokale schließen, muss der Wahlbrief beim Wahlausschuss oder der Wahlleitung sein, von wo aus er in die Urne des entsprechenden Wahllokals wandert.

Gertrud Schmitt freut sich über diese bequeme Möglichkeit der Stimmabgabe. „Früher hat es mir nichts ausgemacht, vor oder nach dem Gottesdienst im Wahllokal zu wählen. Aber heute tue ich mir mit dem Laufen und auch dem Stehen in der Wahlkabine schwer“, gibt sie zu. Außerdem hat sie nun die Möglichkeit, sich in Ruhe mit den zur Wahl stehenden Kandidaten auseinanderzusetzen. „Man kennt nicht mehr alle Leute in der Gemeinde“, bedauert sie. Auch von einigen, die sie im Gottesdienst sieht oder beim Seniorenkaffee als Helfer trifft, kennt sie die Namen nicht.

Kein Grund zur Resignation, findet Gertrud Schmitt. Daher ist es für sie auch keine Frage, dass sie sich an der Wahl beteiligt. „Kirche - das ist doch nicht nur der Pfarrer. Das sind wir doch alle, die Alten wie die Jungen“, sagt sie. Sie findet es toll, dass sich trotz einer immer wieder propagierten Kirchenfeindlichkeit auch dieses Mal wieder in St. Gabriel viele Gemeindemitglieder für die Wahl haben aufstellen lassen. Denen will sie nun als Wählerin ihre demokratische Legitimation mitgeben. „Wenn sich nur wenige beteiligen, hat die Wahl ja auch nur wenig Aussagekraft“, findet sie - und das wäre angesichts der Herausforderungen, die sich durch die Bistumsreform sowohl für die Gemeinde St. Gabriel wie auch für die neue Pfarrei St. Michael ergeben, „doch wirklich schade“.

Die Öffnungszeiten des Pfarrbüros St. Gabriel in der Kirchenstraße 3, wo die Briefwahlunterlagen erhältlich sind, ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Am Wahlwochenende 10. und 11. Oktober kann im Wahllokal im Pfarrzentrum, Kirchenstraße 3, samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 8 bis 18 Uhr gewählt werden.

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Gremienwahl 2011 - das Bild entstand in Dahn.

Phase 4: Nochmaliger Wähleraufruf

Kurz vor dem Wahlwochenende sollte man die Möglichkeit nutzen, nochmals auf die Wahl hinzuweisen. Die wesentlichen Aussagen sollten bis dahin vermittelt sein. In der Regel reicht daher eine kurze Wiederholung der Kerninformationen. Denkbar ist auch ein Einblick in die Arbeit, die im Hintergrund läuft.

Umsetzung: In der Woche vor dem 10./11. Oktober (KW 41)

Textvorschlag 1:

29 Kandidaten bewerben sich um zehn Sitze

Musterstadter Katholiken wählen am Wochenende Pfarreirat, Verwaltungsrat und Gemeindeausschuss

Am Wochenende sind die rund 500.000 Katholiken im Bistum Speyer aufgerufen, auf örtlicher Ebene die Vertreter zu wählen, die künftig in den Gemeindeausschüssen, Pfarreiräten und Verwaltungsräten das kirchliche Leben maßgeblich gestalten und organisieren. In der Pfarrei St. Gabriel Musterdorf, die ab 1. Januar 2016 gemeinsam mit den Gemeinden in A-Dorf, B-Dorf und C-Dorf die Pfarrei St. Michael bildet, sind 1300 Katholiken an die Wahlurnen gerufen.

In Musterdorf kandidieren 15 Männer und Frauen für die vier Musterdorfer Sitze im Pfarreirat der neuen Pfarrei. In diesem 18-köpfigen Gremium wird von Vertretern aller Gemeinden dieser Pfarrei, von Vertretern der kirchlichen Einrichtungen und Verbände sowie vom Pastoralteam die grobe Richtung der kirchlichen Arbeit vor Ort vorgegeben und Angebote der Gemeinden koordiniert. Drei Bewerber und eine Bewerberin stellen sich zur Wahl für den (oder die) Musterdorfer Delegierte(n) im Verwaltungsrat, wo ebenfalls auf Pfarreiebene und besetzt durch Vertreter aller Gemeinden insbesondere die finanziellen Angelegenheiten der Pfarrei und Gemeinden geregelt werden- vom Personal bis zu Baumaßnahmen. Zehn Gemeindemitglieder bewerben sich um die fünf Plätze im Musterdorfer Gemeindeausschuss, der die örtlichen Aktivitäten - vom Gemeindefest bis zum Familiengottesdienst - plant und organisiert.

„Gerade weil wir nun eine neue Struktur bekommen, ist die Beteiligung an der Wahl umso wichtiger“, wirbt Pfarrer Franziskus Fromm um einem hohe Wahlbeteiligung. „Denn Kirche geht uns alle an. Das ist nicht nur etwas für einen kleinen Kreis, auch wenn viele das meinen.“ Gerade das neue pastorale Konzept, dessen Erstellung die wichtigste Aufgabe des neu gewählten Pfarreirats sei, richte sich auch an diejenigen, die bislang „mit der Kirche nicht so viel am Hut“ hatten, betont der Pfarrer.

Seit Monaten wird in Musterdorf und allen anderen Gemeinden im Bistum Speyer auf die ab 1. Januar 2016 geltende Struktur mit dann nur noch 70 statt bisher 350 Pfarreien hingewiesen. In den Gottesdiensten und im Pfarrbrief wurden die neuen Gremien und ihre Aufgaben erläutert. Die zur Wahl stehenden Kandidaten stellten sich in mehreren Gesprächsrunden vor.

70 Musterdorfer haben bis vergangenen Freitag bereits von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und ihre Stimmen per Briefwahl abgegeben. „Bei der letzten Pfarrgemeinderatswahl vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt erst zehn Briefwähler“, wertet Pfarrer Fromm diese Zahl als Indiz dafür, dass die Musterdorfer Katholiken die Pfarrgremienwahl auch als Aufbruch in ein neues Zeitalter der kirchlichen Arbeit vor Ort sehen.

Das Wahllokal im Musterdorfer Pfarrzentrum, Kirchenstraße 3, ist am Samstag, 10. Oktober, von 10 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 11. Oktober, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Briefwahlunterlagen können noch bis Freitag, 9. Oktober, im Pfarrbüro, Kirchenstraße 3, beantragt beziehungsweise abgeholt werden.


Textvorschlag 2:

„Es ist angerichtet“

Vorbereitungen für Pfarrgremienwahl in Musterdorf abgeschlossen

Zufrieden schaut sich Georg Geschick im großen Veranstaltungssaal im Pfarrzentrum Musterdorf um. Auf der Stirnseite des Raums stehen vier Tische, auf jedem ein Sichtschutz. An der Seite, gleich neben dem Eingang, stehen drei weitere Tische, die Stühle dahinter akkurat ausgerichtet. Vor dem mittleren Tisch das Hauptutensil des kommenden Wochenendes: eine große, graue Wahlurne. 1300 Katholiken in Musterdorf sind am Samstag und Sonntag zur Pfarrgremienwahl aufgerufen.

Für den 54-Jährigen sind die Vorbereitungen für eine solche Wahl, die sich im Grundsatz nicht von einer Landtags- oder Bundestagswahl unterscheidet, nicht neu. Bereits vor vier und vor acht Jahren war der Verwaltungsbeamte bei der Kreisverwaltung Großhügelland als Wahlvorstand für den korrekten Ablauf der kirchlichen Wahl verantwortlich. Auch dieses Mal wurde er mit dieser Aufgaben betraut - und zwar nicht nur von den Musterdorfern, sondern auch von den Vertretern aus A-Dorf, B-Dorf und C-Dorf. Diese vier Gemeinden bilden ab 1. Januar 2016 die Pfarrei St. Michael Musterstadt. Sie ist eine von dann 70 Pfarreien im Bistum Speyer. Bislang gibt es noch 350 eigenständige Pfarreien. „Insofern ist es, bei aller Routine, auch für mich etwas Besonderes“, gibt Geschick zu. Das Zusammenführen der vier bislang selbstständigen Einheiten, die Abstimmungsgespräche mit den Vertretern der bisherigen Räte und die Zusammensetzung der neuen Gremien - statt Verwaltungs- und Pfarrgemeinderat gibt es künftig Pfarreirat, Verwaltungsrat und Gemeindeausschuss - haben Geschick die letzten Wochen und Monate intensiv beschäftigt.

Jetzt, eine Woche vor der Wahl, ist alles angerichtet. „Ich mag es nicht, wenn bis zur letzten Minute gewurstelt wird“, sagt der Wahlvorstand. Weil das Wahllokal schon aufgebaut ist, muss der Seniorentreff in dieser Woche in den Jugendraum umziehen. Auch das hat Geschick geklärt.

Seit 20 Jahren engagiert sich Geschick im örtlichen Pfarrgemeinderat. In diesem Jahr steht sein Name auf der Kandidatenliste für den Pfarreirat. Könnte das einen Konflikt mit seinem Ehrenamt als Wahlvorstand geben? Geschick verneint lachend. „Ich bin weder am Samstag noch am Sonntag in einem der vier Wahllokale an der Urne eingesetzt.“ Vielmehr spielt er an beiden Tagen im Pfarrbüro „Mädchen für alles“, wenn in den Wahllokalen irgendwelche Probleme auftauchen. Ganz sicher hat er dann eine Lösung parat.

Das Wahllokal im Musterdorfer Pfarrzentrum, Kirchenstraße 3, ist am Samstag, 10. Oktober, von 10 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 11. Oktober, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Briefwahlunterlagen können noch bis Freitag, 9. Oktober, im Pfarrbüro, Kirchenstraße 3, beantragt beziehungsweise abgeholt werden.

 

Phase 5: Bekanntgabe des Wahlergebnisses

Der Wähler hat einen Anspruch darauf, möglichst zeitnah Informationen über den Ausgang der Wahl zu erhalten. Dies kann neben dem typischen Aushang im Schaukosten oder einer Mitteilung auf der Pfarrei-Homepage auch in Form eines Pressetextes geschehen. Neben der reinen Nennung der Gewählten (samt der Stimmenanteile) bietet sich hierbei auch eine Wahlanalyse an.

Umsetzung: Zeitnah nach dem 11. Oktober (KW 42)


Textbeispiel 1:

Mit Wahlbeteiligung sehr zufrieden

Mehr als die Hälfte der Musterdorfer Katholiken beteiligen sich an Pfarrgremienwahl

Exakt 652 Katholiken der Pfarrgemeinde St. Gabriel in Musterdorf haben sich an den Pfarrgremienwahlen für den Gemeindeausschuss, den Pfarreirat und den Verwaltungsrat der neuen Pfarrei St. Michael beteiligt, die am 1. Januar 2016 errichtet wird. Die Wahlbeteiligung wurde von 17,5 Prozent vor vier Jahren auf 50,0 Prozent nahezu verdreifacht und liegt damit deutlich über dem Bistumsdurchschnitt von 21 Prozent. Nahezu jede dritte Stimme wurde per Briefwahl abgegeben.

„Das ist ein deutliches Zeichen, wie sehr unseren Gemeindemitgliedern unsere Kirche und die neue Struktur mit den vier Gemeinden am Herzen liegt“, freute sich Pfarrer Franziskus Fromm nach Schließung der Wahllokale über den unerwarteten Zuspruch. Mit zahlreichen Info- und Werbeaktionen hatte die Pfarrei im Vorfeld auf die richtungsweisende Wahl aufmerksam gemacht. Denn zum Jahresende erlöschen alle 350 bisherigen Pfarreien im Bistum Speyer. Zum 1. Januar 2016 werden 70 Pfarreien neu gebildet.

In den neuen Pfarreirat von St, Michael Musterdorf entsendet die Musterdorfer St. Gabriel-Gemeinde die bisherige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hildegunde Müller-Hintermeier. Die Hausfrau, die seit acht Jahren an der Spitze des Gremiums steht, wurde mit 412 Stimmen von mehr als jedem zweiten Urnengänger auch in den neuen Rat gewählt. Die zweitmeisten Stimmen (168) entfielen auf den 19-jährigen Studenten Paul Pudelwohl. Er leitet seit zwei Jahren die Messdienergruppe von St. Gabriel und möchte, so seine erste Reaktion - insbesondere das Sprachrohr der Jugend im neuen Pfarreirat sein. Polier Franz Fischer (152 Stimmen) und Rechtsanwaltsgehilfin Maria Meier (143 Stimmen), die ebenfalls den Einzug in den neuen Pfarreirat schafften, waren bereits im bisherigen Pfarrgemeinderat vertreten.

In den neuen Verwaltungsrat von St. Michael entsendet die Gemeinde St. Gabriel künftig Zacharias Zahlenfreund, der mit 212 Stimmen das beste Ergebnis der vier Bewerber erzielte.

Der Gemeindeausschuss von St. Gabriel besteht künftig aus Beate Blumig (38 Jahre, 165 Stimmen), Sybille Siebenpfeifer (59 Jahre, 158 Stimmen), Ansgar Abendroth (67 Jahre, 152 Stimmen), Doris Damenhaft (56 Jahre, 132 Stimmen) und Fabian Fox (32 Jahre, 112 Stimmen).

Die konstituierende Sitzung der neuen Gremien findet voraussichtlich im November statt. Zum 1. Januar 2016 nehmen die Räte und Ausschüsse offiziell ihre Arbeit in der neuen Pfarrei und den Gemeinden auf.


Textbeispiel 2:

Jünger und mit mehr Frauen besetzt - so präsentieren sich die Pfarrgremien, die zum 1. Januar 2016 ihre Arbeit in der neuen Pfarrei St. Michael Musterdorf aufnehmen. Am Wochenende wurden Pfarreirat, Verwaltungsrat und Gemeindeausschuss gewählt - mit einer überraschend hohen Wahlbeteiligung.

652 Katholiken gaben zu den ersten Wahlen für die neue Pfarreistruktur im Bistum Speyer ihre Stimme ab. Mehr als jedes zweite Gemeindemitglied von St. Gabriel Musterdorf beteiligte sich somit an der Wahl. „Eine unglaubliche Zahl“, freute sich auch Pfarrer Franziskus Fromm über den gelungenen Urnengang, der bistumsweit wohl mit in der Spitzengruppe liegt. Zum Vergleich: An der letzten Wahl vor vier Jahren beteiligte sich nur rund ein Drittel der jetzigen Wähler. Die neue Struktur, die bei den Gläubigen „eine gewisse Aufbruchstimmung“ erzeugt habe, nannte der Pfarrer als Hauptgrund für die hohe Wahlbeteiligung. Wie kaum bei einer anderen Wahl zuvor habe man im Vorfeld aber auch die Werbetrommel für diese Wahlen gerührt, berichtete Franziskus Fromm. Zweimal habe man eine Pfarrversammlung zu den Wahlen und der Neustrukturierung des Bistums abgehalten, die Kandidaten hatten sich in den Gottesdiensten präsentiert, außerdem seien Informationsbroschüren erstellt und in der Gemeinde verteilt worden. Auch der deutlich gestiegenen Zahl der Briefwähler maß der Pfarrer eine große Bedeutung zu. Jede dritte Stimme wurde bereits vor dem Wahlwochenende abgegeben. „Vermutlich wurde diese Möglichkeit gerade von den älteren Gemeindemitgliedern rege genutzt. Viele von ihnen haben möglicherweise wegen der Strapazen den Weg in die Wahllokale gescheut.“

Insgesamt haben in der Pfarrei St. Gabriel 411 Frauen und 241 Männer ihre Stimme abgegeben. Die jüngste Wählerin war 16 Jahre jung, der älteste hat erst vor wenigen Wochen sein 92. Lebensjahr vollendet.

Sechs der bisherigen Pfarrgemeinde- oder Verwaltungsratsmitglieder sind auch in den neuen Gremien vertreten. Erstmals in der Geschichte von St. Gabriel schafften ebenso viele Frauen wie Männer den Sprung in die Räte und Ausschüsse.

Gewählt wurden (in Klammern die Anzahl der Stimmen) in den neuen Pfarreirat Hildegunde Müller-Hintermeier (412), Paul Pudelwohl (168), Franz Fischer (152) sowie Maria Meier (143). Im Verwaltungsrat vertritt Zacharias Zahlenfreund (212) künftig die Belange von St. Gabriel. Den Gemeindeausschuss bilden Beate Blumig (165), Sybille Siebenpfeifer (158), Ansgar Abendroth (152), Doris Damenhaft (132) und Fabian Fox (112).

Die konstituierende Sitzung der neuen Gremien findet voraussichtlich im November statt. Zum 1. Januar 2016 nehmen die Räte und Ausschüsse offiziell ihre Arbeit in der neuen Pfarrei und den Gemeinden auf.

 

Phase 6: Konstituierung und Tagesgeschäft

Mit dem Ende der Pfarrgremienwahl und der Bekanntgabe der Wahlergebnisse ist die Öffentlichkeitsarbeit in den Räten und Ausschüssen aber nicht vorbei. Im Gegenteil. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los. Denn jetzt gilt es, den Gemeindemitgliedern und der sonstigen Öffentlichkeit zu zeigen, was in den Gremien geleistet wird und wieviel Mehrwert dadurch für die Gesellschaft entsteht. Der Pfarreirat hat sich bei/nach seiner Konstituierung ein Konzeptpapier mit Arbeitsschwerpunkten für die laufende Amtsperiode gegeben? Prima! Das sollte man doch kommunizieren. Auf Gemeindeebene nimmt man mit speziellen Angeboten die Flüchtlingsfamilien in den Blick? Klasse! Das ist doch mal was anderes als Brandstiftungen in den Unterkünften. Der Verwaltungsrat hat entschieden, wie man nun die Gelder der einzelnen Gemeinden tatsächlich gemeinsam verwalten kann? Toll! Das interessiert die Mitglieder in allen Gemeinden...

Ganz bestimmt: Solche Themen werden von den Redaktionen dankbar angenommen. Sie zeigen auch: Die Kirche lebt - sie ist am Puls der Zeit. Und sie ist kreativer und vielschichtiger, wie dies das alljährliche Foto vom Sommerfest des Kindergartens glauben macht. Spätestens die Einführung des Pastoralen Konzepts und die Vermittlung der Ideen und Gedanken, die dahinter stecken, ist der Moment, um die Öffentlichkeitsarbeit wieder effektiv auszudehnen.

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