Die "Aktion Silbermöwe" ist in der Kirchenpresse der Bundesrepublik Deutschland eine einzigartige Einrichtung. Jährlich spenden unzählige Leserinnen und Leser von "der pilger", aber auch Verbände und Gruppen kleinere und größere Beträge für Missionarinnen und Missionare aus dem Bistum Speyer. Die Spenden gehen an Initiativen in aller Welt oder werden für die Katastrophenhilfe verwendet. In den letzten Jahren wuchs das Spendenaufkommen auf knapp eine Million Euro pro Jahr an. Über dieses Ergebnis können die Leserinnen und Leser und die Unterstützer der "Silbermöwe" stolz sein
Die Anfänge der Aktion reichen bis ins Jahr 1960 zurück. Im Zusammenhang mit dem Eucharistischen Weltkongress in München wurden "Paten" gesucht, die mit ihren Spenden Katholikinnen und Katholiken aus den "Missionsländern" die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglichen sollten. Nach der großen Resonanz aus der Leserschaft auf die Initiative regte der damalige Pilger-Redakteur und spätere Domkapitular Johannes M. Dörr an, die "Aktion Silbermöwe" als ständige Hilfseinrichtung weiterzuführen.
Ohne jeden Abzug gehen die Geldspenden an die Empfänger. Denn alle anfallendenArbeiten werden von der Redaktion in enger Zusammenarbeit mit der Diözesanstelle für Weltkirchliche Aufgaben im Bischöflichen Ordinariat erledigt. Die Liga-Bank übernimmt kostenlos die Überweisungen. Was mit dem Geld passiert, wo das Engagement Zeichen der Solidarität setzt, erfahren die Spender unter anderem durch Briefe der Missionare und Entwicklungshelfer, die in "der pilger" abgedruckt werden. Auf diese Weise dient die Kirchenzeitung als Kommunikationsplattform zwischen den Helfern in der sogenannten Dritten Welt und den engagierten Katholiken im Bistum. Informationen aus erster Hand über die soziale und politische Situation etwa in Brasilien, Ruanda oder Pakistan erhalten die "der pilger"-Leser auch durch Besuche von Missionaren und Entwicklungshelfern in der Pilger-Redaktion. Dabei berichten diese über ihre Arbeit, die Sorgen und Nöte der Menschen sowie über die brennenden Probleme.
In vielen Gemeinden des Bistums Speyer engagieren sich Gruppen, Frauen und Männer für die Solidarität mit Menschen in den Entwicklungsländern. Häufig sind auch Geburtstage und andere Jubiläen Anlass, statt Geschenken um eine Spende an die "Silbermöwe" zu bitten.
Weitere Infos erhalten Sie bei Pastoralreferent Christoph Fuhrbach von der Diözesanstelle für weltkirchliche Aufgaben im Bischöflichen Ordinariat Speyer, Telefon 06232/102365, oder bei der Redaktion "der pilger", Telefon 06232/318360.
Die Aktion Silbermöwe des "pilger" unterstützt über die Lepraärztin Dr. Ruth Pfau die Flutopfer in Pakistan. Die Helferteams der Ordensfrau sind jetzt in vielen Landesteilen im Einsatz.
Dringend rufen die großen Kirchen zu weiteren Spenden für die Flutopfer auf: 20 Millionen Menschen sind von den Folgen der Überschwemmungen betroffen. Die Versorgung mit Strom und Trinkwasser ist vollständig zusammengebrochen. Angesichts der brütenden Hitze und der Seuchengefahr durch verunreinigtes Wasser haben Caritas und Diakonie medizinische Gesundheitsposten eingerichtet, in denen Verletzte versorgt und Impfungen vorgenommen werden. Viele Verletzungen stammen vom Treibgut in den Fluten. Durchfallerkrankungen und Hautausschläge häufen sich. Die Katastrophenhelfer versorgen die Menschen mit Lebensmitteln, Zelten, Medikamenten und Trinkwasser.
Spendenkonten: Aktion Silbermöwe, Konto 36340 bei der LIGA-Bank Speyer, BLZ 75090300, oder Caritas international, Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 66020500, Kennwort jeweils „Fluthilfe Pakistan“.