Silbermöwe

Donnerstag, 14. April 2016

Jubiläums-Hungermarsch in Landau

40. Veranstaltung an Christi Himmelfahrt – Speyerer Bischof wandert mit

Als Erkennungszeichen der Landauer Hungermarsch-Teilnehmer gibt es in diesem Jahr gelbe Schals. Sie werden gegen eine Spende abgegeben. Foto: Iversen

Lasst uns einer Mentalität der Gleichgültigkeit eine Mentalität der Solidarität entgegensetzen.“ Dieser Satz von Papst Franziskus steht wie eine Überschrift über dem Landauer Jubiläums-Hungermarsch an Christi Himmelfahrt. Zum 40. Mal in Folge werden am Donnerstag, 5. Mai, wieder mehrere hundert Menschen mit großen Herzen für Afrika die 30 Kilometer lange Strecke durch Wald und Flur unter die Füße nehmen. Sie tun dies in der Überzeugung, damit einen kleinen Beitrag zur Überwindung der Probleme in acht Ländern auf dem Schwarzen Kontinent zu leisten.

Seit 1977 findet der vom verstorbenen Hochschulpfarrer Hermann Kiefer initierte Hungermarsch statt und ist nach den Worten von Pfarrer i. R. Klaus Armbrust und Gemeindereferentin i.R. Annel Jung, den beiden Vorsitzenden des Landauer Hungermarsch-Vereins, zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Mehr als fünf Millionen Euro sind bei den bisher 39 Märschen zusammengekommen, mehr als 100 000 Euro dürften am 5. Mai dazu kommen. Armbrust und Jung schätzen, dass seit dem ersten Marsch über 30000 Menschen aller Altersstufen mitmarschiert sind.

Die Verantwortlichen des ausschließlich mit dem Ziel gegründete Hungermarsch-Vereins, den Marsch zu organisieren und das Geld gerecht zu verteilen, sehen angesichts des Jubiläums einen Grund zum Feiern. 40 Jahre hätten engagierte Menschen „solidarische Hilfe zur Selbsthilfe geleistet“, schreiben die Vereinsvorsitzenden in einem Aufruf. Aus Fremden seien in diesen vier Jahrzehnten Freunde geworden, die sich auf Augenhöhe begegneten. Im Blick auf das erwanderte und gespendete Geld stellen Armbrust und Jung fest, es sei unbeschreiblich, wie viel Gutes damit geleistet worden sei und „wie viel Hoffnung so zu den Menschen in der so genannten Dritten Welt gebracht wurde“.

Zum ersten Mal nimmt der Speyerer Bischof am Hungermarsch teil, nachdem dies in der Vergangenheit wegen anderer terminlicher Verpflichtungen nicht möglich gewesen war. Dr. Karl-Heinz Wiesemann wird mit den Teilnehmern am Marsch und Leuten, die hinter dem Anliegen stehen, in der Pfarrkirche St. Maria in Landau den traditionellen Gottesdienst feiern und die Predigt halten. Der Gottesdienst beginnt um 9 Uhr.

Danach fällt der symbolische „Startschuss“ für den eigentlichen Marsch.
Es sind wieder vier Kontrollstellen eingerichtet – in Ranschbach am Kaltenbrunnen, am Bildstöckel bei Eschbach, in Ilbesheim und am Pfarrheim St. Maria in Landau. Hier holen sich die Marschierer einen Stempel, um ihre Teilnahme nachweisen zu können. In Ranschbach besteht Gelegenheit zur Einnahme einer kleinen Mahlzeit, in Eschbach gibt es Kaffee und Kuchen. Abschließend kann auch im Pfarrheim St. Maria nochmals gerastet und die Geselligkeit gepflegt werden.

Acht Hilfsprojekte für Afrika
Acht Projekte werden in diesem Jahr unterstützt: In Kenia ein Straßenkinderprojekt in Mombasa und in Voi das Aids-Zentrum samt Krankenhaus des Ordens St. Joseph; in Tansania das Hermann-Kiefer-Krankenhaus in Mengwe, das Massai-Projekt von Pfarrer Dr. Pius Shao in Westkilomandscharo, ein Brunnenprojekt in Same; in Sansibar der Bau einer Wasserleitung zum Versammlungsraum für Studenten; in Ruanda der Bau einer Berufsschule in Ntongwe; im Kongo der Kauf einer Ziegelpresse für das Schulzentrum Budikadidi in Tshikapa.

Erstmals werden beim Hungermarsch gegen eine Spende gelbe Schals aus Afrika mit dem Emblem „Walk for the World“ angeboten. Sie sollen beim Marsch getragen werden. Die Ausgabe erfolgt vor und nach dem Gottesdienst in Landau-St. Maria und am ersten Kontrollpunkt in Ranschbach.

Teilnahmekarten gibt es bei allen katholischen Pfarrämtern in und um Landau. Die Karte kann auch unter www.hungermarsch.de im Internet heruntergeladen oder bei Pfarrer Armbrust (06341/9592366) oder Annel Jung (06341/968980) telefonisch angefordert werden. Wer sich eine Teilnahmekarte besorgt hat, geht damit zu Familienmitgliedern, Verwandten, Freunden oder Geschäftsleuten und erbittet für jeden am 5. Mai gewanderten Kilometer einen bestimmten Betrag. Die Bestätigung erfolgt auf der Karte. Nach dem Marsch werden die vereinbarten Beträge dann eingesammelt und auf das Konto des Vereins überwiesen, der das Geld an die Verantwortlichen der ausgewählten Projekte in Afrika weiterleitet. (red)


Spenden werden auf eines der Bankkonten des Hungermarsch-Vereins bei der

Sparkasse Südliche Weinstraße
IBAN: DE16 5485 0010 0000 0800 93
BIC: SOLADES1SUW

oder bei der

VR Bank Südpfalz
IBAN: DE 15 5486 2500 0000 7855 55
BIC: GENODE61SUW

erbeten.

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