Im Gespräch

Mittwoch, 28. Juli 2010

21060 Höhenmeter: Christoph Fuhrbach stellt Weltrekord auf

Christoph Fuhrbach hat es geschafft: Der Referent für weltkirchliche Aufgaben im Bischöflichen Ordinariat Speyer ist neuer Fahrrad-Höhenmeter-Weltrekordhalter.

Christoph Fuhrbach ist neuer Fahrrad-Höhenmeter-Weltrekordhalter. in 24 Stunden schaffte er es, mehr als 21000 Höhenmeter zu bewältigen. Foto: Roos

Am 24. und 25.  Juli  bewältigte der 39-jährige Ausdauersportler innerhalb von 24 Stunden mehr als 21060 Höhenmeter auf einem 1,8 Kilometer langen und durchschnittlich zehn Prozent steilen Straßenstück bei Grenzach-Whylen (Landkreis Lörrach). Damit verbesserte Fuhrbach die bisherige Bestmarke der Österreicher Gernot und Horst Turnowsky deutlich.

„Ich war beeindruckt über die große Zahl der Besucher, die sich im Start und Ziel-Bereich eingefunden hatten. Im Laufe der 24 Stunden haben sie mich unglaublich unterstützt. Ein Mann, der immer an der gleichen Stelle am Straßenrad stand, hat sogar Lieder gesungen, um mich anzufeuern. Am Ende gab es ein richtiges Gemeinschaftsgefühl.“ Voll des Lobes ist Fuhrbach, der vor Jahren auch schon einmal um die Welt geradelt ist, über sein Betreuerteam: „Ich konnte mich unbedingt auf meine Leute verlassen. Ich konnte mich ganz aus Fahren konzentrieren.“ In der Nacht fuhr permanent ein Fahrzeug vor ihm her, um sicherzustellen, dass sich keine Tiere auf der Straße aufhielten. 

117 Mal 180 Höhenmeter in 24 Stunden – und am Ende reichte die Zeit noch für den Anfang der 118. Runde. Christoph Fuhrbach stieg von seinem Spezialrad, sein Team markierte die Stelle auf dem Asphalt. Dann drehte der 39-jährige Pastoralreferent um und lief  zurück zur Start- und Wendezone, wo Hunderte Menschen ihn jubelnd begrüßten. „Die Leute, die mich ja nicht einmal kennen, haben mich so angefeuert, dass die letzten Runden meine schnellsten waren“, erzählt der Extremsportler, der sich zwei Jahre auf den 24. und 25. Juli vorbereitet hatte und dafür schon im Vorfeld so manche Strapaze auf sich genommen hatte.  

Mit seiner sportlichen Höchstleistung sammelt der kirchliche Mitarbeiter Spendengelder für ein Projekt des kirchlichen Hilfswerks Misereor in Peru. „Ich wollte, als ich mich nach einigen Stunden am Anstieg zwischen Wyhlen und Rührberg quälen musste, an das viel größere – und nicht begrenzte Leiden von Menschen im Süden erinnern. Zum Beispiel von Menschen in Peru, die vom Bergbau in Cajamarca sehr negativ betroffen sind“, sagt Christoph Fuhrbach nach seinem Weltrekord. Bisher sind mehr als 11000 Euro im Zusammenhang mit der Aktion zusammen gekommen. Die Versteigerung seines Spezialrades wird diesen Betrag mit Sicherheit nochmals erhöhen.

Aber nicht nur um das Sammeln von Spenden ging es Fuhrbach. Er habe das Eine-Welt-Thema in den Blick rücken wollen und die Folgen der Globalisierung, die vor allem  auf Kosten der Menschen des Süden gehe. „Es ist natürlich schwierig, sich gegen mächtige Wirtschaftsinteressen und wirtschaftliche Strukturen aufzulehnen. Aber wir dürfen nicht resig-nieren. Das ist ein Gebot der Solidarität mit den Menschen in den Ländern des Südens.“ Dieses Anliegen sei von den Menschen verstanden worden, ist sich Christoph Fuhrbach sicher und freut sich über das Erreichte. (rn/is)

Spenden für das Hilfsprojekt sind noch bis zum 20. August möglich: Misereor, Konto-Nummer 101010 bei der PAX-Bank (BLZ 37060193), Kennwort: Peru. Weitere Informationen im Internet unter www.misereor.de

 

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