Aus dem Bistum

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Baugenehmigungen liegen vor

Im Januar wird ein Gebäudeteil des Bistumshauses St. Ludwig abgerissen

In dem eigens eingerichteten Infobüro in der Kirche St. Ludwig erläutert Wilhelm Kuttler Interessierten die Pläne. Bis Juni 2021 soll das Projekt fertiggestellt sein. Foto: Landry

Die Kirche St. Ludwig und das angrenzende Gelände (rot umrandet) wird von dem restlichen Areal (blau umrandet) abgetrennt und veräußert. Konkrete Kaufinteressenten gibt es bislang noch nicht. Foto: Bisping gmbh

 Am ehemaligen Bistumshaus St. Ludwig in Speyer geht es voran. „Die Genehmigungen für die Neubauten sowie für den Abbruch eines Gebäudeteils liegen vor“, freut sich Wilhelm Kuttler. Der Eigentümer des Geländes und Geschäftsführer der Project Bisping GmbH mit Sitz im südpfälzischen Neuburg wird auf dem Areal 54 neue Wohnungen bauen (wir berichteten).

Von Mitte Januar bis Ende Februar kommenden Jahres ist der Rückbau eines Teils des Hauses entlang der großen Greifengasse vorgesehen. Ab März sollen dann die drei Altbauten umfangreich saniert und mit der Erstellung der beiden Neubauten begonnen werden. Einer der beiden Neubauten entsteht an der Ecke Johannesstraße/Große Greifengasse. In dem frei stehenden Haus ist Platz für sechs Wohnungen mit einer Größe von jeweils rund 120 Quadratmetern. Unter dem Neubau sehen die Pläne 25 Parkplätze vor; 34 weitere nicht überdachte Parkplätze entstehen entlang der Johannesstraße. Auf das Gelände gelangt man – wie bisher – über eine Zufahrt in der Johannesstraße, die neu gestaltet wird. Den zweiten Neubau mit neun Wohnungen, der zwei Altbauten miteinander verbindet, platziert Kuttler parallel zur Korngasse.

Der größte Teil der Wohnungen umfasst eine Fläche zwischen 80 und 120 Quadratmetern. Interessenten müssen, je nach Größe der Einheiten, mit einem Quadratmeterpreis zwischen 3 800 und 6 000 Euro rechnen. Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen sind nicht vorgesehen. „Das ist finanziell nicht darstellbar. Dazu bräuchte es eine Förderung von Seiten der öffentlichen Hand“, stellt Kuttler klar. An den ersten drei Adventssonntagen informierten er und sein Team in der Kirche St. Ludwig über das Bauprojekt. Mehr als 100 Anfragen von Interessenten liegen nach Angaben des Investors vor. Auch einige Reservierungen gäbe es bereits. Der Verkauf der Wohnungen beginnt am 13. Januar 2019. „Dabei werden alle Wohnungen schlüsselfertig nach Baubeschreibung angeboten. Jeder Käufer kann jedoch die Oberflächen und Objekte nach eigenen Wünschen umbestellen“, erläutert Kuttler. Erreichbar sind die Wohnungen in den vier- bzw. fünfgeschossigen Gebäuden zum überwiegenden Teil mit einem Lift.

Die Zukunft der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kirche St. Ludwig ist weiterhin offen. Das ehemalige Gotteshaus und ein Teil des  angrenzenden Geländes wurde vom Grundstück abgetrennt und soll verkauft werden. Laut Kuttler handelt es sich um eine Fläche von 1 800 Quadratmetern. Die restlichen 5 300 Quadratmeter sind für die Wohnbebauung vorgesehen.

Bislang gäbe es keine konkreten Kaufinteressenten für die Kirche „Aber wir sind auch noch nicht aktiv geworden, denn erst einmal konzentrieren wir uns auf das Wohnprojekt.“ Nach Ostern möchte sich der Diplom-Ingenieur dann intensiv um einen Käufer für das ehemalige Gotteshaus kümmern. Kuttler selbst schwebt eine Nutzung als Markthalle oder als Raum für Ausstellungen oder sonstigen kulturellen Veranstaltungen vor. „Aber wir sind auch offen für andere Konzepte.“ (pede)

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