Silbermöwe

Donnerstag, 15. Februar 2018

Caritas hilft Kindersoldaten

Fast 10000 Jugendliche im Ostkongo befreit

Rund 250000 Kindersoldaten werden weltweit zum Kämpfen und Töten gezwungen. Foto: actionpress

Fast 10000 Kindersoldaten konnten von der Caritas im Ostkongo seit Beginn der Hilfsprojekte im Jahr 2004 befreit, demobilisiert oder in die Gesellschaft wieder integriert werden. Darauf hat Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, aus Anlass des Internationalen Aktionstages am 12. Februar hingewiesen.

In fünf Kindersoldatenzentren der Caritas in der Region erhalten die als Soldaten missbrauchten Kinder und Jugendlichen nach Abgabe ihrer Waffen medizinisch-psychologische Hilfe. Anschließend wird versucht, sie wieder in ihre Familien und Dörfer einzugliedern. Bis Ende 2017 sind rund 9700 Kinder und Jugendliche aus bewaffneten Gruppen demobilisiert worden und 9000 mit ihren Familien und Gemeinschaften wiedervereinigt worden. „Um Erfolg zu haben, brauchen unsere Kindersoldaten-Projekte einen langen Atem und müssen Hilfe auf vielen Ebenen anbieten“, erklärt Oliver Müller, Leiter von Caritas international.  „Das reicht von Trauma-Therapien über Alphabetisierung und Berufsausbildung bis hin zu Versöhnungsgesprächen mit den Familien und Dorfgemeinschaften.“ Im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen arbeitet die Caritas im Ostkongo eng mit anderen Hilfswerken und staatlichen Stellen zusammen.

Im Ostkongo kämpfen seit mehr als zwei Jahrzehnten rund 50 bewaffnete Gruppierungen um Land und Bodenschätze. Schwerste Menschenrechtsverletzungen wie Morde, Vertreibungen, Geiselnahmen und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Jeden Monat werden bis zu 15 Kinder und Jugendliche von unterschiedlichen bewaffneten Gruppierungen rekrutiert und für den Dienst an der Waffe oder in der Minenarbeit eingesetzt. Angesichts der Verschlechterung der Sicherheitslage im Ostkongo warnt Caritas international vor der wachsenden Gefährdung von Kindern und Jugendlichen. „Die aktuell wieder zunehmende Gewalt in der Region stellt uns bei der Hilfe für die Kinder oft vor große Probleme. (CV)

Siehe auch Beitrag in "pilger" 07/2018 auf Seite 5

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