Aus dem Bistum

Freitag, 15. Juli 2016

Caritas-Zentrale Speyer: Arbeiten beginnen

Auf dem Gelände neben dem Institut St. Dominikus in Speyer tut sich etwas: Bagger haben vor einigen Tagen angefangen, den Mutterboden abzutragen.

Bauarbeiten haben begonnen, hier entsteht die Zentrale des Caritasverbandes. Foto: Derst

Computerdarstellung der neuen Zentrale des Caritasverbandes. Im ersten Quartal 2017 soll der Umzug erfolgen. Foto: Caritas

Hintergrund ist der Bau der neuen Zentrale des Caritasverbandes für die Diözese Speyer auf einem Areal in der Nikolaus-von-Weis-Straße. Die „Gewo Wohnen GmbH“ Speyer baut das neue Haus und vermietet es an den Caritasverband (wir berichteten).

Bevor es nun losgehen konnte, stand der Investor jedoch vor einigen Herausforderungen. Ein Problem: der Untergrund. „Der Boden ist so beschaffen, dass aufgrund einer Lehmschicht eine Versickerung des Wassers ins Erdreich nicht möglich ist“, erläutert Gewo-Geschäftsführer Alfred Böhmer. Dies stelle bei Starkregen ein Problem dar. Zwar sähen städtische Pläne in dem Viertel eine neue Kanalisation vor, doch bis dahin müssten Rückstaumöglichkeiten geschaffen werden. Deshalb sei als Zwischenlösung für die nächsten zwei bis drei Jahre die Schaffung eines Rückhaltebeckens auf dem Gelände vorgesehen, in das das Wasser hineingeleitet werde. Von dort könne es verzögert in die Kanalisation gelangen.

Darüber hinaus reicht das bisher von den Dominikanerinnen des Instituts St. Dominikus erworbene 5070 Quadratmeter große Areal, auf dem bislang Obstbäume und Beerenstäucher standen, für das Caritas-Projekt nicht aus. Grund ist die vorgegebene Zahl der Parkplätze. „Die Stadt schreibt 84 solcher Stellplätze vor“, betont Böhmer. Das war bei den Planungen schwer abzuschätzen. Deshalb musste Böhmer erneut mit dem Orden um eine weitere Teilfläche verhandeln. Es ist 2182 Quadratmeter groß und verbreitert das Areal entlang der Nikolaus-von-Weis-Straße. Bisher standen auf dem Grundstück ebenfalls Obstbäume.
Insgesamt stehen der Gewo auf diese Weise nun rund 7200 Quadratmeter Grundfläche zur Verfügung. Rund 6000 Quadratmeter werden für die neue Caritas-Zentrale, die Parkplätze und die Außenanlage benötigt. Etwa 1200 Quadratmeter bleiben noch übrig. „Idee ist, darauf ein Studentenwohnheim zu bauen“, nennt Böhmer eine angedachte Nutzungsmöglichkeit. Denn aufgrund der Masterstudiengänge an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften seien die Studenten über einen längeren Zeitraum in Speyer und benötigten eine Unterkunft.
Der Schritt, ein weiteres Teilstück des Geländes zu veräußern, ist den Schwestern des Instituts St. Dominikus nicht leicht gefallen. „Die Entscheidung traf der Generalrat des Ordens“, schildert Schwester Gertrud Dahl, Generalpriorin der Dominikanerinnen, das Prozedere. Zuvor vergewisserten sich die Ordensfrauen mit Hilfe eines Experten, „dass das Gelände, das uns noch gehört, nicht an Wert verliert, damit wir es einmal zu einem späteren Zeitpunkt einem guten Nutzen zuführen können“. Gleichzeitig ließen die Instituts-Schwestern ein Mitspracherecht bei der Verwertung des 2182 Quadratmeter großen Areals notariell beurkunden. „Denn wir möchten mitentscheiden, was neben unserem Kloster entsteht.“
Laut Pressesprecherin Melanie Müller von Klingspor ist der Caritasverband froh, dass die Arbeiten nun begonnen haben. Aufgrund der Verzögerungen werden sich die 140 Mitarbeiter der Caritas jedoch in Sachen Umzug noch länger gedulden müssen. Denn der ursprünglich anvisierte Zeitraum am Jahresende ist nicht zu halten. „Das Gebäude soll im Dezember stehen; danach folgen Mobiliar, EDV und Außenanlage, so dass die Zentrale im ersten Quartal 2017 umziehen kann“, erläutert Böhmer den Zeitplan.

Die ersten Module sollen im August angeliefert werden. Jedes einzelne Fertigbauteil ist etwa drei Meter breit und hoch sowie bis zu 14 Metern lang. Die einzelnen Teile werden am Standort zusammengefügt. Zehn Millionen Euro soll der Neubau kosten.

Der aktuelle Standort der Caritas-Zentrale in der Oberen Langgasse in Speyer ist für die Beschäftigten schon länger zu klein. Außerdem müsste dort sehr viel Geld investiert werden, um es zu sanieren.

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