Wochenkommentar

Mittwoch, 15. November 2017

Es steht viel auf dem Spiel

Die Folgen der Erderwärmung sind katastrophal

Mit 25000 Teilnehmern aus 195 Ländern mag die Weltklimakonferenz in Bonn zu dick besetzt sein. Aber das ist nicht wichtig. Entscheidend ist, ob die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, aber auch die Bürgerinnen und Bürger, die Verbraucher, begriffen haben, wie ernst die Lage ist. Es geht um nicht weniger als um die Frage, was aus unserer Erde wird; ob sie in gewohntem Ausmaß bewohnbar bleibt.

Die Tatsache, dass die Erdatmosphäre sich erwärmt und als Folge davon sich unser Klima mit schwerwiegenden Folgen verändert hat, ist unstrittig: Die Gletscher schmelzen; schwere Unwetter, Stürme und Dürre haben in bisher unbekanntem Ausmaß zu Katastrophen geführt; Länder sind von Überflutung bedroht, wenn die Meere weiter ansteigen; Hunger und Durst gehören zu den Fluchtursachen.    

Möglicherweise sind die Gründe für den Klimawandel unserer Zeit vielschichtig. Es ist wahr, dass die Eifel vor ein paar Millionen Jahren von einer warmen Südsee bedeckt war; das hat sich durch Klimawandel geändert – ohne Industrie und Autos. Aber zweifelsfrei haben wir Menschen im 20. und 21. Jahrhundert zur Beschleunigung und zur Verstärkung des Klimawandels beigetragen.

Und wir tun es bis heute, obwohl nahezu alle Wissenschaftler immer wieder darauf hinweisen, dass nach ihren Erkenntnissen der größte Teil der Erwärmung durch Menschen verursacht werden. Es trifft sich, dass gerade in diesen Tagen die Autoindustrie mitteilt, der Verkauf der SUV-Autos sei weiter auf Erfolgskurs – das sind die besonders großen und dicken Personenautos, die viel Treibstoff verbrauchen und deshalb entsprechend große Mengen Abgas in die Umwelt blasen. Aber es ist falsch, nur auf Autos zu schauen – Flugzeuge und Kohlekraftwerke sind nicht weniger umweltbelastend. Und: In Südamerika und in Asien werden zunehmend die klimaausgleichenden Urwälder abgeholzt – nach dem kapitalistischen Prinzip: Heute mache ich Gewinn, was morgen aus der Welt wird, interessiert mich nicht.

Da stellt sich die Frage: Haben alle, die es angeht, haben auch alle Bürger wirklich begriffen, was auf dem Spiel steht? Ist die Spaßgesellschaft belehrbar? Oder handeln viele, zu viele zynisch und dumm nach dem Lied von Udo Jürgens: „Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff?“. (Rudolf Bauer)

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