Silbermöwe

Freitag, 20. November 2015

Flut- und Dürrekatastrophen in Afrika

Misereor warnt vor Nahrungsmittelengpässen in Malawi und Kenia

Viele Kinder in Malawi sind unterernährt. Unser Bild zeigt Mütter mit ihren Babys in einem Hilfezentrum im Süden des Landes. Foto: Rönn

Extreme Wetterlagen haben in Teilen Afrikas für eine Nahrungsmittelkrise gesorgt. Wie das Hilfswerk Misereor am 16. November in Aachen mitteilte, kam es zu Jahresbeginn in vielen Distrikten von Malawi zu starken Regenfällen und Überschwemmungen, im Norden Kenias hingegen zu Dürren. Beides führte zu großflächigen Ernteausfällen in der Landwirtschaft, von der ein Großteil der Bevölkerung lebt.

15 der 28 Distrikte Malawis seien von dem Starkregen in Mitleidenschaft gezogen worden, teilte Misereor mit. „Aufgrund seiner Lage ist Malawi anfällig für Überschwemmungen. Diese haben aber immer gravierendere Auswirkungen für die Bevölkerung des Landes, die zu 80 Prozent von der Landwirtschaft lebt.“, so der Misereor-Länderreferent für Malawi, Thorsten Nilges. 64000 Hektar Ackerland seien überflutet worden, 230000 Menschen hätten ihre Dörfer verlassen müssen. Durch den Ernteausfall seien bis März/April 2016 mehr als 2,8 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Für den Norden Kenias rechneten Meteorologen laut Misereor für Oktober eigentlich mit Starkregen. „Statt der angekündigten Regenfälle herrschte jedoch absolute Dürre“, berichtete die Misereor-Länderreferentin für Kenia, Barbara Schirmel. Aufgrund der ausbleibenden Ernten habe es bereits viele Todesfälle gegeben, die auf Unterernährung zurückzuführen seien.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf! Jede Hilfe ist in dieser Situation lebensrettend“, betonte Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. Er forderte die rasche Bereitstellung von Nahrung. Gleichzeitig müssten die betroffenen Länder Hilfen erhalten, um sich an die Folgen des Klimawandels anpassen zu können, forderte Spiegel. (red)

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