Silbermöwe

Freitag, 27. Oktober 2017

Furchtlos für Frauenrechte

Frauenverbände aus dem Bistum treffen Ordensfrau aus Burkina Faso

Im Homburger Kardinal-Wendel-Haus: Frauen von Katholischer Frauengemeinschaft und Katholischem Frauenbund aus dem Bistum Speyer mit Schwester Yvonne Bambara aus Burkina Faso. Foto: Privat

Ein intensiver Nachmittag erwartete die Teilnehmerinnen, die zum gemeinsam von Katholischer Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Katholoischem Deutschen Frauenbund (KDFB) und der diözesanen Frauenseelsorge gestalteten Begegnungstag mit Schwester Yvonne Bambara aus Burkina Faso im Kardinal-Wendel-Haus in Homburg zusammen gekommen waren.

Schon in der sehr persönlich gestalteten Einstiegsrunde wurde deutlich, wie wenig deutsche Frauen über das Schwerpunktland der diesjährigen missio-Kampagne wissen. „Land der aufrechten Menschen“ heißt Burkina Faso übersetzt – dies bestätigte Schwester Yvonne durch die Schilderung ihres engagierten Einsatzes für in Notlagen geratene Frauen. Die Ordensfrau leitet ein Frauenzentrum für ehemalige Prostituierte und vor Zwangsheirat geflüchtete junge Mädchen.

Die Veranstalterinnen zeigten sich erfreut über das Interesse der verbandlich aktiven Frauen aus kfd und KDFB, die sich sowohl bei den musikalischen als auch den inhaltlichen Programmteilen mit viel solidarischem Mitgefühl in die Thematik des Nachmittags einbrachten. Die Bilder und Berichte von Schwester Yvonne weckten Betroffenheit, sind doch in Burkina Faso beinahe 20 Prozent aller Frauen Analphabeten und haben im Schnitt etwa fünf Kinder zu versorgen. Besonders unter Menschenhandel und sexuellem Missbrauch leiden gerade diejenigen, die keine gute Schulbildung erlangen können. Hier versucht das katholische Frauenzentrum mit beruflicher Bildung und finanzieller Starthilfe den Betroffenen einen eigenständigen Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Beim abschließenden Gottesdienst, der anhand der Vorlage der Frauengebetskette gestaltet wurde, war eine eindrückliche Stimmung der Anteilnahme für die schwierige Lebenssituation unserer Schwestern im Glauben spürbar. „Mir wurde heute wieder deutlich, wie privilegiert wir Frauen in Deutschland sind, und wie erschütternd es ist, dass die Rechte von Frauen in Burkina Faso und anderen Ländern einfach nicht geachtet werden. Mich beeindruckt, wie die Ordensfrauen vom Guten Hirten hier eine wertvolle Stütze für misshandelte Frauen darstellen“, zog eine Teilnehmerin des bewegenden Begegnungstages ihr Fazit. (Monika Kreiner)

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