Silbermöwe

Mittwoch, 26. Juli 2017

„Gääße unn Hiehner fer Afrika“

Hauensteiner Aktion Afrika unterstützt Schwester Genovefa Maashao in Kenia

Eine Spende von 5000 Euro konnte die Hauensteiner Aktion Afrika an Schwester Genovefa aus Voi (Kenia) übergeben. Unser Foto zeigt die Ordensschwester zusammen mit dem Vorsitzenden des Vereins, Alfred Busch, und Mitgliedern des Vorstandes. Foto: fjs

Erneut 5000 Euro konnte die Hauensteiner Aktion Afrika e.V. an Schwester Genovefa Maashao übergeben. Die Ordensfrau aus Kenia wird das Geld verwenden, um arme und von Aids betroffene Familien und Einzelpersonen, die von den Mitarbeitern des „St. Joseph Shelter of Hope“ betreut werden, bei der Bewältigung ihrer prekären Lebenssituation zu unterstützen.

3000 Euro stammen aus dem Projekt „Gääße unn Hiehner fer Afrika“ (Zur Sache), das der Verein im Frühjahr gestartet hatte. „Schwester Genovefa wird die Tiere kaufen, sie an bedürftige Familien verteilen und zu gegebener Zeit Bericht erstatten und Rechenschaft ablegen“, berichtet Alfred Busch, der Vorsitzende des Vereins. Bei einem Treffen mit den Aktiven des Vereins im „Ochsen“ hatte die Schwester von den überaus erfreulichen Folgen einer solchen Aktion berichtet, die sie auch schon in ähnlicher Form mit Spenden aus  Landau durchgeführt hatte.

Nach wie vor stehen aber viele Familien auf einer „Warteliste“. „Die Leute, denen wir schon Tiere übergeben konnten, sind unbeschreiblich glücklich“, erzählt sie, „und kümmern sich vorbildlich um die Tiere und ihr Futter. Und die Familien profitieren von der Milch, die die Tiere geben.“ Unerwarteter Nebeneffekt: Mit dem Besitz von Ziegen verändere sich auch der soziale Status der Menschen: „Sie sind stolz auf die Tiere und erhalten ein Stückchen Selbstbewusstsein.“

2000 Euro aus der aktuell übergebenen Spende – das Geld wurde unter anderem beim Benefizkonzert zu Weihnachten gespendet – werden wieder einen Fonds auffüllen, den der kleine Hauensteiner Verein mit seinem 50 Mitgliedern 2016 aufgelegt hat, um den „Ärmsten der Armen“ Unterstützung zukommen zu lassen. Im vergangenen Jahr hatten Mitglieder des Vereins zusammen mit Sozialarbeitern aus Genovefas Hilfswerk Familien in ihren Hütten in Busch und Steppe besucht. „Dabei war allenthalben Not zu spüren. In den Hütten fehlt es am Notwendigsten“, berichtete Franz-Josef Schächter von der Reise auf den schwarzen Kontinent.

Bereits zuvor hatte deswegen die Aktion Afrika 5000 Euro zur Verfügung gestellt. Diese Summe ist mittlerweile aufgebraucht: Wie Schwester Genovefa mitteilte, wurden rund 2500 Euro für den Schulbesuch von Kindern dieser Familien – für Schulgeld, für das Schulessen, für Schuluniformen und Unterrichtsmaterial beispielsweise – ausgegeben. 2000 Euro flossen in die Finanzierung von Medikamenten der Aidspatienten, 500 Euro waren nötig, um den Allerärmsten Nahrungsmittel zukommen zu lassen. „Genovefa hat das Geld so ausgegeben, wie wir das intendiert hatten: als konkrete Hilfe dort, wo die Not am größten ist“, kommentierte die stellvertretende Vorsitzende Jutta Seibel den Bericht der Ordensschwester, die mit ihren Mitschwestern und dem „Staff“ aus Sozialarbeitern unermüdlich dafür sorgt, dass sich die Lebensbedingungen der Aidspatienten und ihrer (Waisen-)Kinder verbessern.

Seit Ostern lief die Aktion „Gääße unn Hiehner fer Afrika“. „Sie ist auf eine so nie erwartete Resonanz gestoßen, wofür wir unseren Spendern von ganzem Herzen und im Namen unserer afrikanischen Partner danken“, berichtet Alfred Busch, der Vorsitzende des Vereins. Rechner Gerhard Seibel nennt Zahlen: Rund 100 Spender hatten mit kleinen und großen Spenden dafür gesorgt, dass genau 7000 Euro eingegangen sind. „Das ist das Mehrfache dessen, was wir erhofft hatten“, ist auch er sehr dankbar für die Spendenbereitschaft.

Erfreulich sei, dass viele Spender zum ersten Mal auf der Spenderliste der Aktion Afrika auftauchten, wobei Spenden aus der gesamten Region eingingen. „Der ganz konkrete Spendenzweck hat, wie wir in vielen Gesprächen erfahren haben, unsere Geber motiviert, die Aktion zu unterstützen“, meint Gerhard Seibel. Man stehe nun in ganz engem Kontakt mit den Empfängern in Afrika, um den Kauf und die Verteilung der Tiere zu begleiten. Zunächst 3000 Euro aus der Spendensumme gehen an Schwester Genovefa, weitere 2000 Euro an Father Tarimo in Arusha/Tengeru, weitere 2000 Euro werden überwiesen, wenn erste Berichte und Abrechnungen aus Kenia und Tansania vorliegen.

Bedeutsam sei, dass die Verantwortlichen vor Ort auch dafür sorgen, dass die Empfänger eine Einweisung in die Haltung der Tiere erhalten und entsprechend informiert werden. Dafür haben sich sowohl Schwester Genovefa als auch Father Anselm der Unterstützung von Veterinären versichert. (fjs)

Der Verein „Aktion Afrika“ sagt allen Unterstützern „Danke“ in der Sprache der afrikanischen Freunde: „Assante sana“.
Kontakt:
Vorsitzender Alfred Busch
Queichstraße 13
76846 Hauenstein
Telefon 06392/3112

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