Aus dem Bistum

Donnerstag, 24. September 2015

Gastpriestern Mut für den Neubeginn gemacht

Aussendungsfeier mit Weihbischof Otto Georgens in der Pfarrkirche St. Maria Immaculata Lindenberg

Von links: Wend-Lassida Hartmann Quedraogo (Ensheim), Anthony Reddy Anchuri (Lambrecht), Pater Naigin Joseph MCBS (Deidesheim), Praveen Kumar Isukupalli (Queidersbach), Domkapitualar Szuba, Weihbischof Otto Georgens, Pfarrer Neumer, Regens Magin, Pater Shaiju Poulose Varekulam MCBS (Germersheim), Raveendra Mundlapati (Kirchheimbolanden) und Pater Naveen Kumar Pudota SCJ (Geinsheim). Foto: Zimmermann

Die Pfarreiengemeinschaft Lambrecht mit Pfarrer Franz Neumer war schon recht früh eine Pfarrei, in der Kapläne der Weltkirche eingesetzt wurden. Für das Team um Pfarrer Franz Neumer und ihn selbst ist es Ehrensache, dass sie Gastgeber für diesen erstmaligen Aussendungsgottesdienst waren. Sechs junge indische und ein afrikanischer Priester wurden bei einem festlichen Aussendungsgottesdienst, musikalisch mitgestaltet von Josef B. Histing an der Orgel, am 18. September in der katholischen Pfarrkirche St. Maria Immaculata willkommen geheißen. Die Gastseelsorger der Weltkirche werden in verschiedenen Pfarreien in der Diözese Speyer für die nächsten fünf Jahre eingesetzt.

Weihbischof Otto Georgens wandte sich zu Beginn des Gottesdienstes an die Gemeinde: „Der Begriff Willkommenskultur macht die Runde. Wir sollen und wollen Menschen aus fremden Ländern bei uns willkommen heißen, das steht auch uns Christen und der Kirche gut an.“ Mit der Legende von einem Mann, der einen hohen Berg mit Schaufel und Schubkarre abzutragen hatte, umschrieb Weihbischof Georgens den Sendungsauftrag. „Die Nachbarn lachten ihn aus, aber er ließ sich nicht beirrren. Wenn ich es nicht schaffe, dann werden meine Söhne und ihre Söhne weitermachen.“ Gott habe angesichts seines ungebrochenen Willens letztlich zwei Engel ausgesandt, die diese Aufgabe übernahmen. Übertragen auf das alltägliche Leben meinte Georgens: „Wichtig ist, dass man etwas anfängt, sonst geht das Leben an einem vorbei.“ Genau diese Situation stelle sich nun den jungen Kaplänen, auf die an teils unbekannten Orten neue Aufgaben warteten. „Jesus sendet euch zu Neuem, Unbekanntem, aber er ist schon dort. Geht mit ihm,  ihr seid begleitet und nicht allein. Und: Hört nicht auf, anzufangen.“

Mitzelebranten im Gottesdienst waren Domkapitular Josef Damian Szuba, Leiter der Hauptabteilung Personal des Ordinariats, und Regens Markus Magin, Leiter des Priesterseminars, sowie Pfarrer Franz Neumer. Ihnen sowie Alois Moos (Personalförderung des Bistums) dankte Georgens für ihren Einsatz bei der Vorbereitung der neuen Priester. Insbesondere hob er das Engagement von Pfarrer Neumer und seiner „rechten Hand“ Regina Schweißthal hervor, die seit Jahren eine tatkräftige Willkommenskultur praktizierten.“

In einem erstmaligen sechswöchigen Vorbereitungskurs im Herz-Jesu-Kloster konnten einige der neuen indischen Geistlichen auf die Aufgaben hierzulande vorbereitet werden, erhielten zusätzlich Sprachunterricht bei Hermann Arnold, einem pensionierten Lehrer. Im Gottesdienst wurden Gebete von den indischen Neulingen in gut verständlichem Deutsch vorgetragen. Anthony Reddy Anchuri (Lambrecht zugeordnet) verkündigte das Evangelium, Naveen Kumar Pudota SCJ (Geinsheim) richtete fast akzentfrei Dankesworte an alle, die ihnen bislang geholfen hatten.

Vom Kurs profitierten auch Praveen Kumar Isukupalli (Queidersbach) und Raveendra Mundlapati (Kirchheimbolanden). Weniger Glück hatten Naigin Joseph (Deidesheim) und Shaiju Poulose Varekulam (Germersheim). Ihre Einreise verzögerte sich wegen Visaproblemen, sie trafen am Freitag gerade noch rechtzeitig zum Gottesdienst ein. Neben diesen sechs indischen Kaplänen wurde auch Wend-Lassida Hartmann Quedraogo (Burkina Faso, Afrika) ausgesandt, der schon seit geraumer Zeit der Pfarrei Ensheim zugordnet ist. (az)

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ups-hoppsala schrieb am 27.09.2015 um 07:29 Uhr:

In Zweibrücken Heilig Kreuz hätten wir nach Aussagen unseres Pfarrers einen dieser Neupriester als Kaplan haben können. Er, der Pfarrer, wollte nicht. Sagt eigentlich genug zum Thema "Gastkultur" und "Solidarität" und Sorge für die gemeinde.

Heinz Burkhardt

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