Silbermöwe

Freitag, 16. Juni 2017

Gemeinsam gegen die Hungersnot

Misereor bittet um Unterstützung für die Hungersnotopfer in Ostafrika

Äthiopien – Hunger breitet sich auch hier aus. Viele Gebiete sind nur schwer zu erreichen, daher ist das Ausmaß der Katastrophe noch schwer einzuschätzen. Foto: actionpress

Angesichts der anhaltenden Trockenheit und der Hungersnot im Osten Afrikas bittet Misereor die Menschen in Deutschland erneut um Unterstützung. Über 23 Millionen Menschen sind laut Vereinten Nationen derzeit in dieser Region von schweren Hungerkrisen betroffen. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zur Hilfe gegen die Hungersnot und um Unterstützung für die vor Ort tätigen Hilfswerke und Organisationen gebeten (siehe Beitrag auf Seite 3, piger Nr.24/2017).

„Wir sehen uns einer der größten humanitären Katastrophen der letzten Jahre gegenüber“, erklärt Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. „Seit Monaten hungern die Menschen und leiden große Not. Sie sind durch die andauernde Wasser- und Lebensmittelknappheit geschwächt und anfällig für Krankheiten. Der lang ersehnte Regen im Mai ist in den am meisten betroffenen Gebieten weitestgehend ausgeblieben. Die Wasserstellen und Böden sind vertrocknet, das Vieh ist verendet. Die Menschen in Ostafrika brauchen jetzt ganz akut, aber vor allem auch langfristig unsere Hilfe und unsere Solidarität“, so Pirmin Spiegel. „Wir bitten daher weiterhin um Unterstützung der Spenderinnen und Spender in Deutschland, mit der Misereor die Nothilfe und die Maßnahmen zur Anpassung an die Dürre finanziert.“

Misereor fördert zurzeit über 16 Projekte in Äthiopien, Kenia, Südsudan und Eritrea in Höhe von rund sechs Millionen Euro. Die einheimischen Projektpartner versorgen die Menschen vor allem mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Aufbaunahrung für Babys und Kleinkinder. Aber auch Futter für ihre Tiere, Wasserpumpen und neues Saatgut wird den Menschen zur Verfügung gestellt. Langfristig finanziert Misereor Entwicklungsprogramme, die den Menschen helfen, sich an die immer länger anhaltenden Dürreperioden anzupassen, wie z. B. den Bau von weiteren Regenrückhaltebecken.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am  9. Juni, einem der bundesweiten Aktionstage für Afrika, zur Hilfe gegen die Hungersnot aufrufen. Mit seinem Spendenaufruf „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ unterstützt der Bundespräsident eine Initiative von Aktion Deutschland Hilft, dem Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, dem Bündnis Entwicklung Hilft, dem auch Misereor angehört, sowie  Gemeinsam für Afrika und anderen engagierten Organisationen. (red)

Spenden können unter dem Stichwort „Nothilfe in Ostafrika, Misereor“ auf das Konto der Aktion Silbermöwe überwiesen werden.

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