Aus dem Bistum

Donnerstag, 18. April 2019

Geschlechtergerechtigkeit und Jahresprogramm

kfd-Jahresversammlung: Frauenverband erhält im Sommer zusätzliche Referentin

Diözesanleiterin Marina Hilzendegen (rechts) freute sich über die

Mehr als 50 Ehrenamtliche, die in den Dekanaten Verantwortung für den Verband tragen, konnte Marina Hilzendegen, Diözesanleiterin der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd), am 27. März bei der Diözesanversammlung der kfd im Kloster Neustadt begrüßen. Von der Bundesebene war Lucia Lagoda anwesend. Sie gab einen Einblick in die neue Verbandsoffensive der kfd, die die Themen Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche, Bewahrung der Schöpfung und Gleichstellung der Frauen in Politik und Gesellschaft zum Thema haben wird. Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche ist auch einer der Schwerpunkte im kfd-Jahresprogramms. Höhepunkt wird eine Veranstaltung mit Professor Dr. Margit Eckholt am 6. September im Kloster Neustadt sein – in Kooperation mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund und unterstützt vom Frauenforum und dem Katholikenrat der Diözese. Es geht dort um die Frage der Zulassung von Frauen zu allen Ämtern.

Dauerbrenner bleibt auch das Thema „Sexueller Missbrauch in der Kirche“ – im Anschluss an die kfd-Diözesanversammlung. Im Herbst 2018 wurde diesbezüglich ein Brief an Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann verfasst, der den Wunsch und die Forderung nach  umfassender Aufarbeitung und Konsequenzen ausdrückte. Wiesemann wandte sich nun mit einem Antwortschreiben an die Frauen der kfd. Darin betonte er die Notwendigkeit von Reformen und die stärkere Beteiligung von Frauen in der Kirche. Der Austausch hierzu soll auch in den jährlich stattfindenden Gesprächen des Diözesanleitungsteams mit dem Bischof weitergeführt werden.

Um das Thema Beteiligung ging es auch bei dem Vortrag von Katharina Kintz, Referentin für Inklusion im Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderung des Bischöflichen Ordinariates Speyer – wenn auch mit einem anderen Akzent. Katharina Kintz stellte die Arbeit des Referates und dessen Angebote für die Seelsorge vor Ort vor. Gleichzeitig informierte sie über den Grundgedanken der Inklusion – „Jeder Mensch hat das Recht  darauf, dabei zu sein“ – und regte die Anwesenden zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch an, zu dem, was vor Ort schon geschieht, und wo noch Bedarf gesehen wird. Hilfreich für die Arbeit zum Thema sind die vorgestellten und im Ordinariat ausleihbaren „Inklusionskisten“, die zu unterschiedlichen Themen konkrete Anregungen und Ideen liefern, etwa die inklusive Gestaltung von Gemeindefesten.

Im kfd-Jahresprogramm sind für Mai in Zweibrücken, Kaiserslautern, Neustadt, Landau und Schifferstadt Frauengottesdienste und Themenabende geplant; die jeweiligen Vorbereitungsgruppen informierten über den Stand der Planungen. Bei diesen fünf Veranstaltungen soll – in Verbindung mit  einem Frauengottesdienst – jeweils eine besondere Frau vorgestellt werden, die vielleicht auch für die heutige Zeit und das Engagement in der kfd Inspiration sein kann: die niederländische Christin und Judenretterin Corrie Ten Boom, die französische Philosophin und Sozialrevolutionärin Simone Weil, die englische Ordensschwester Maria Ward, die französische theologische Schriftstellerin Begine Marguerite Porète und die Widerstandskämpferin Sophie Scholl.
Über Neuerungen im Datenschutz und über die Mitgliederverwaltung informierte die stellvertretende Diözesanleiterin Gertrud Schwartz.

Die schon länger geplante Einstellung einer zusätzlichen Referentin für die kfd mit einer halben Stelle kann Mitte des Jahres umgesetzt werden, informierte Marina Hilzendegen. Darüber hinaus gab sie schon einen Termin für 2020 bekannt: Am Samstag, 16. Mai 2020, findet im Speyerer Dom anlässlich 60 Jahre kfd in der Diözese Speyer ein Gottesdienst mit Bischof Wiesemann statt. (KFD)

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