Aus dem Bistum

Mittwoch, 20. Juni 2018

Herrliches Wetter und viele Angebote für die Gäste

Die Marienpfalz in Herxheim feiert die 50-jährige Grundsteinlegung der Schönstattkapelle

Festlicher Gottesdienst unter freiem Himmel mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Konzelebranten. Foto: Greiner

Unter dem Motto „Quelle der Freude“ feierte das Schönstattzentrum Marienpfalz in Herxheim am 17. Juni sein 50-jähriges Jubiläum. Bei herrlich-sonnigem Wetter besuchten etwa 500 Gäste am Vormittag den Festgottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

Unter anderem zelebrierten der Leiter der deutschen Schönstattbewegung, Pater Ludwig Güthlein, der Diözesanpräses der  Schönstattbewegung, Pfarrer Michael Hergl, und der Leitende Pfarrer der Pfarrei Herxheim, Arno Vogt, den Gottesdienst mit. Die musikalische Gestaltung der Messe, die unter freiem Himmel im Hof des Zentrums stattfand, lag in der Hand der Kolpingkapelle Herxheim.

Bischof Wiesemann nahm in seiner Predigt Bezug auf das zentrale Thema der Spiritualität der Schönstattbewegung und hob darin die Bedeutung Marias für die Christen hervor. Ganz im Zentrum der Empfängnis Mariens stehe die Freude, die der Engel im ersten Kapitel des Lukasevangeliums Maria bei seiner Verkündigung gleich zu Beginn zusagte, so Wiesemann. In der Zusage Mariens zur Empfängnis sei auch die Freude für uns Christen begründet, da in Marias Schoß der Sohn Gottes empfangen wurde, der uns Menschen Gottes Erbarmen, seine Liebe, Freude und Hoffnung überbrachte.

Im „Salve Regina“, das am Ende des Gottesdienstes ebenfalls gesungen wurde, drücke sich unsere große Dankbarkeit gegenüber Maria‘s Einwilligung zur Empfängnis aus. Die Freude sei in unserer heutigen Zeit auch besonders wichtig, so Bischof Wiesemann, aber damit sei nicht der Spaß gemeint, der sich in den vielen Festen ausdrücke und der nur eine kurze Zeit nachwirke. Mit der Freude Mariens sei eine dauerhafte Freude gemeint, die anhalte und inneren Friede bringe. Daher sei auch die Marienpfalz in Herxheim so wichtig, betonte Wiesemann, weil man hier zur Quelle dieser anhaltenden Freude kommen könne. Die Marienpfalz sei ein wichtiger Ort der Versammlung, an dem an Maria erinnert werde, an dem die Seele trinken könne und an dem man Geborgenheit erfahre, hob der Bischof hervor.

Für die Kinder fand parallel zu der Messfeier ein Kinderwortgottesdienst in der Marienpfalz-Kirche statt. Bei der Gabenprozession des Festgottesdienstes, bei der wichtige Bilder, Gegenstände und Symbole für die Marienpfalz und die Schönstattbewegung vor den Altar gebracht wurden, beteiligten sich auch die Kinder mit selbst gebastelten bunten Papierfähnchen und schlossen sich anschließend an die Gemeinschaft der Erwachsenen an.

Nach der Heiligen Messe überbrachte Landrat Dietmar Seefeldt die Glückwünsche seitens des Landkreises Südliche Weinstraße. Bei dieser Gelegenheit hob er das Engagement der Herxheimer Schönstattschwester Charissa Frenzl für die Flüchtlinge aus der Region hervor. Gruß- und Glückwünsche folgten auch von Pater Güthlein. Für Pfarrer Vogt war es in seinem Grußwort nochmals wichtig zu betonen, dass die Differenzen, die nach der Gründung der Marienpfalz 1967 zwischen dem Schönstattzentrum und der Pfarrgemeinde auftraten, schon seit vielen Jahren überwunden seien und heute eine enge Zusammenarbeit bestehe.

Die zahlreichen Helfer des Festes sorgten am Mittag und Nachmittag für das leibliche Wohl der Gäste. Der „Männerchor 1858 Leimersheim“ unter der Leitung von Marcel Friedmann gab währenddessen auf der Festbühne Lieder zum Thema Wein zum Besten. Außerdem bot das Schönstattzentrum für alle Altersgruppen ein vielfältiges Angebot zum Mitmachen und zur Unterhaltung an. Für die Kinder stand eine Hüpfburg bereit, Ehepaare konnten auf einem so genannten „Eheweg“ mit sieben Stationen über ihre Beziehung reflektieren. An den einzelnen Stationen erhielten die Paare Impulse, um über sich als Paar ins Gespräch zu kommen.

Bei einem weiteren Angebot konnten die Gäste in einem Brief ausdrücken, welche Bedeutung der Gründer der Schönstattbewegung, Pater Kentenich, für sie ganz persönlich hat. Die Briefe werden alle am 15. September  mit nach Koblenz-Vallendar zum internationalen Zentrum der Schönstatt-Bewegung genommen. An diesem Tag wird an den 50. Todestag des Paters erinnert.
Der Musiker Wilfried Röhrig, der ein Musical über Pater Kentenich und die Gründung der Schönstattbewegung geschrieben hatte, bot am Nachmittag zudem ein Mitmachsingen an. Den Abschluss des gelungenen Jubiläumstages bildete eine feierliche Abschlussandacht mit eucharistischer Aussetzung und einem Ausblick von Pater Güthlein. (ygr)

Schreiben Sie Ihre Meinung zu diesem Beitrag an:  Yvonne Greiner
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