Aus dem Bistum

Freitag, 27. Oktober 2017

„Ihr werdet erwartet“

Weihbischof Georgens sendet Priester der Weltkirche zum Dienst im Bistum aus

Die ausländischen Priester, die von Weihbischof Georgens (links) zum Dienst in der Diözese ausgesandt wurden. Foto: Ecker

Ihr werdet erwartet.“ Mit diesem aufmunternden Satz hat Weihbischof Otto Georgens bei einem Festgottesdienst am 19. Oktober in der St. Jakobuskirche in Frankenthal acht Priester aus Indien und Nigeria zum Dienst in der Diözese Speyer ausgesandt. Sie haben sich in den vergangenen Wochen bei einem Einführungskurs intensiv auf ihren künftigen Alltag in den Pfarreien vorbereitet.

Ein herzliches Dankeschön des Weihbischofs ging zu Beginn der Messfeier an Dr. Alois Moos, beim Bischöflichen Ordinariat für die Fort- und Weiterbildung des pastoralen Personals zuständig, und an Pfarrer Markus Magin, Regens des Priesterseminars St. German in Speyer. Beide haben die jungen Geistlichen begleitet und sie für die praktische Arbeit fit gemacht. Dazu gehörte auch das Erlernen der deutschen Sprache.

Die katholische Kirche sei Weltkirche, was im Zeitalter der Globalisierung ein großes Plus bedeute, sagte Geor­gens in seiner Predigt. „Mission ist keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiges Geben und Nehmen.“ Weltkirche stehe auch für Solidarität und Gebetsgemeinschaft. Der Weihbischof erinnerte an die Partnerschaften in Ruanda und Togo sowie an die Arbeit der Pfälzer Missionare, deren Zahl altersbedingt zurückgehe. Umso erfreulicher sei der Einsatz junger Erwachsener, die sich als Missionare auf Zeit für ein Jahr verpflichteten.

Dankbar sei er, dass derzeit 30 Priester der Weltkirche in der Diözese Speyer wirkten, hob Georgens hervor. „Sie sind nicht Lückenbüßer, sondern helfen uns, über unseren eigenen Horizont zu denken.“ Auch wenn sie ihre Heimatgemeinden finanziell unterstützten, gehe es nicht um Geschäftsbeziehungen, sondern um geistliche Dimensionen. „Sie kommen in eine andere Welt, einen anderen Kulturkreis und in ein Bistum im Umbruch.“ Sie erlebten halb volle Kirchen, Bürokratie, aber auch Menschen mit Herz und Verstand.

„Die Gemeinden schenken Ihnen Vertrauen, erwidern Sie dieses Vertrauen“, rief der Weihbischof den nigerianischen und indischen Geistlichen zu. Gleichzeitig sprach er davon, „dass manche Menschen geschickt sind, andere gesandt; nicht jeder, der geschickt ist, ist gesandt, und nicht jeder, der gesandt ist, ist geschickt. Georgens wünschte den Priestern der Weltkirche, dass sie beides sind: gesandt und geschickt. Darüber hinaus überreichte er ihnen eine Heilige Schrift und wünschte ihnen Gottes Segen für ihren Dienst in der Diözese Speyer. Dafür gab es im Kirchenschiff einen freundlichen Willkommensapplaus.

Für zwei der Weltpriester aus Nigeria stellte die St. Jakobuskirche bereits eine vertraute Umgebung dar: Dr. Christogonus Keke, der in Würzburg studiert und promoviert hat, ist ebenso wie sein jüngerer Ordensbruder Bernward Anayochukwu Onuoha seit geraumer Zeit in der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in Frankenthal eingesetzt.

Bernardaiah Addagatia stammt aus der Diözese Guntur in Südost-Indien und wird in Zukunft in der Pfarrei Heiliger Johannes XXIII. in Lambrecht bei Pfarrer Franz Neumer eingesetzt. Aus derselben Diözese kommt Deleep Reddy Allam, der in der Pfarrei Heilige Elisabeth in Zweibrücken wirken wird. Und Pfarrer Matthias Pfeiffer von der Pfarrei Heilige Anna in Edenkoben freut sich über die Verstärkung durch Bhaskarrao Anakarala, der in der indischen Diözese Kurnool beheimatet ist.

Von einem Mitbruder in der Pfarrei Heilige Edith Stein in Bad Bergzabern eingearbeitet wird Rayapa Reddy Beerla aus Guntur. Joseph Ravi Kumar Lakkineni wird in der Pfarrei Heiliger Ingobertus in St. Ingbert das Pastoralteam um Dekan Andreas Sturm unterstützen. Und Chimaobi Nwabuike, Ordenspriester aus Nigeria, wird künftig in der Pfarrei Heilige Theresia von Avila in Neustadt, wo er seit Anfang des Jahres bei Dekan Michael Janson hospitierte, seelsorgerisch tätig sein. (red)    

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