Pilgern

Dienstag, 26. Juli 2016

Jakobsweg: Im Zeichen der Muschel

Pfalz, Saarland und Lothringen: Pilgerwandern auf dem Jakobsweg von Hornbach nach Saarbrücken und Saargemünd

Direkt am Jakobsweg gelegen: Der Kreuzweg hinauf zum Husarenberg in Gersheim-Medelsheim, Saarland.

Sie sind auf der Suche nach dem tieferen Sinn des Lebens, nach Erfüllung und Spiritualität im Einklang mit der Natur, und dies seit mehr als tausend Jahren: Menschen, die urplötzlich zu Pilgern werden, die spontan aufbrechen zu einem beschwerlichen Weg nach Santiago de Compostela, der Stadt des heiligen  Jakob. Und dies ist bis heute so geblieben, denn der Jakobsweg hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Und noch immer ziehen die Menschen Kraft aus den spirituellen Erfahrungen, die sie während des Pilgerns auf den  Jakobswegen und während der Begegnungen mit den vielfältigen Kulturlandschaften gewinnen.

Eine Tatsache, die bereits 1987 der Europarat zu einer Empfehlung
veranlasste, die mittelalterlichen Jakobswege zu erforschen und zu
kennzeichnen. Und dies tut man überall in Europa mit dem Zeichen aller
Jakobs-pilger: Der weißen bzw. gelben Muschel auf blauem Grund.
Ein wichtiges Teilstück des weit verzweigten Wegenetzes durch Europa ist
der Jakobsweg von Hornbach bis nach Saarbrücken, beziehungsweise nach
Saargemünd auf der Südroute.

Dieses Teilstück kann nun bequem in zwei Tagen erwandert werden. Zur
Auswahl stehen dabei eine Nord- und eine Südroute, beide am Kloster
Hornbach mit dem Grab des heiligen Pirminus beginnend. Der Nordweg führt von Hornbach in die Barockstadt Blieskastel mit Franziskanerkloster und der Wallfahrtskapelle mit dem Gnadenbild der Madonna mit den Pfeilen. Weiter geht es über eine alte Römerstraße mit schönen Aus- und Einblicken in die Landeshauptstadt Saarbrücken.

Der Südweg wiederum verläuft durch den ländlichen Saar-Bliesgau von
Hornbach nach Böckweiler, wo die Benediktiner Prioratskirche als
Bestandteil eines 1149 gegründeten Priorats von Hornbach absolut
sehenswert ist. Über Medelsheim und seinen Kreuzweg führt der Pilgerweg
dann weiter bis nach Gräfinthal zum Wilhemitenkloster. 1253 gegründet,
wurde das Kloster fortan als Wallfahrts- und Pilgerstätte benutzt. Reste
der Klosteranlage und der Klosterkirche von 1719 sind noch immer
erhalten. Die Wanderung endet im französischen Sarreguemines.

Wochenend-Angebote gibt es
für die Nordroute ab 108 Euro,
für die Südroute ab 116 Euro; buchbar über die Saarpfalz-Touristik
Homburg, Am Forum 3, 66424 Homburg, Telefon 06841/104-190, E-Mail touristik@saarpfalz-kreis.de

Weitere Informationen hier im Internet.

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