Aus dem Bistum

Donnerstag, 24. März 2016

Inspiration, Reflexion und Gemeinschaft

Beliebte Workshops: Frauenbegegnungstag im Neustadter Herz-Jesu-Kloster

Das Thema „Solidarität“ wurde auch in Bewegung umgesetzt. Foto: Zimmermann

Der diesjährige gemeinsame Frauenbegegnungstag des Katholischen Frauenbundes (KDFB) und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) stand unter dem Motto „Dem Leben trauen – Solidarität wagen“. Die neun Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen und Aktionsbereichen im Neustadter Herz-Jesu-Kloster fanden großen Anklang bei interessierten Frauen aus dem Bistum Speyer.

„Wir haben 135 Teilnehmerinnen aufgenommen, 30 standen noch auf der Warteliste“, so kfd-Diözesanvorsitzende Gabriele Heinz. Es freut sie ­– wie auch Annette Bauer-Simons vom Referat Frauenseelsorge des Bistums ­– dass das Interesse an der Veranstaltung, fest terminiert auf den Samstag vor Palmsonntag, seit 20 Jahren nicht nur ungebrochen, sondern gar gestiegen ist. Dazu trägt sicherlich das vielseitige Workshop-Angebot bei. Hier finden Frauen unterschiedlicher Generationen und Interessenslagen zahlreiche Angebote, die einander näher bringen können.

Inspirierende Impulse setzte bereits der Einstieg nach der Begrüßung. In einem satirisch-humoristisch angelegten musikalischen Spiel spannten Monika Keggenhoff, neugewählte KDFB-Diözesanvorsitzende in Nachfolge von Irene Wimmi, und Gabriele Heinz den Bogen von Solidarität für Menschen auf breiter Ebene zum gleichzeitig stattfindenden „Equal Pay Day“ der Frauen für die gleichgestellte Entgeltleistung. „Große Begeisterung und gute Laune ist überall spürbar“, beschreibt Gabriele Heinz die Atmosphäre im Neustadter Kloster. Unter dem Motto „I have a dream“ sorgten Musikerin Ruth Stadtmüller und Tanzpädagogin Susanne Karl im Workshop Musik und Tanz für schöne Klänge und mitreißende Bewegungsformationen.

Mode und Solidarität setzten Uschi Erlemann-Schütt und Elisa Steinmüller (Mitarbeiterinnen des Weltladens Speyer) in Theorie und Praxis um. Nach Informationen und Filmen zu „Fair Ware“, hergestellt auch in Entwicklungsländern zu existenzsichernden Löhnen, galt besondere Begeisterung den mitgebrachten Koffern mit Kleidern, die angeschaut und anprobiert werden durften.

Referentin Ingrid Heiser stellte Vergleiche zwischen der Gesundheitsphilosophie von Kneipp und Hildegard von Bingen in den Mittelpunkt. Es gab auch Rezepte zu Kneipps Rosmarinwein und Hildegards Sud aus Petersilie mit Kastanienhonig. „Solidarität mit Farben“ zeigten die Bilder beim Workshop von Künstlerin Christa Kuhn, stellvertretende Diözesanleiterin. Die Teilnehmerinnen schufen, ermutigt zum persönlichen Ausdruck, bunte Bilder in Collage-Technik aus Acrylmalerei und Stoffelementen. Das aktuelle Thema Flucht, gesehen aus der Sicht der Frau, griff Carolin Urich, Migrationsberaterin beim Caritas-Zentrum Neustadt, auf. Mit Darsteller-Kollegin Anne-Sophie Kriso gab sie eingangs durch eine Szene Gedankenanstöße zur Beurteilung von Situationen und kulturell geprägten Sichtweisen. „Ein altes Wort für Solidarität ist Erbarmen“, so Rosa Tritschler, kommunale Frauenbeauftrage und Regisseurin des Chawwerusch-Theaters Herxheim. Das „Herr, erbarme dich“ (Peter Janssens) wurde durch Gesang und Bewegung erfassbar umgesetzt. 

Mit biblischen Texten schuf Schwester Hildegard Elster die Verbindung zur aktuellen Flüchtlingsproblematik und der Ohnmächtigkeit beim Betrachten des Elends. Die Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit dem Zwiespalt, das Herz für die Not zu öffnen und der Sorge um die eigene Sicherheit. Alternative Wohnkonzepte im Alter eröffnete Diplom-Pädagogin Anna Maria Kohler-Ulrich. Ins Reich der Entspannung mit Qigong entführte Ingrid Knab-Lembke.

Neben der Bücherausstellung und dem Eine-Weltladen gefiel auch der Stand „Kinder helfen Kindern“. Die Schüler Ann-Karin Witzig und David Lang boten Selbstgebasteltes für die Osterzeit an, der Erlös geht an „Missio“.

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