Silbermöwe

Donnerstag, 22. Februar 2018

Kampf gegen Armut und Ausbeutung

Misereor-Gast Schwester Dorothy Fernandes aus Indien besucht Bistum Speyer

Schwester Dorothy Fernandes (links) ist eine unermüdliche Kämpferin auch für die Rechte der Frauen in Indien; diese lieben sie dafür. Foto: Florian Kopp/Misereor

Im Rahmen der Fastenaktion des katholischen Hilfswerkes Misereor besucht Schwester Dorothy Gabriel Fernandes aus Indien das Bistum Speyer. Die Gründerin und Leiterin der Misereor-Partnerorganisation JKGVS setzt sich für die Rechte von Arbeitern, Frauen und Obdachlosen in Patna, der Hauptstadt von Bihar, einem der ärmsten Bundesstaaten im Nordosten Indiens, ein. Sie wird vom 22. bis 25. Februar zu Gast in der Pfalz sein und in Pfarreien und einer Schule über ihre Arbeit berichten.

Die Misereor-Fastenaktion steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Heute schon die Welt verändert?“. Gemeinsam mit der Kirche in Indien geht das katholische Hilfswerk mit seiner 60. Fastenaktion der Frage nach, was Lebensqualität bedeutet und wie Menschen – auch durch Änderungen ihres eigenen Lebensstils – für mehr Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz sorgen können.

Schwester Dorothy, 1952 geboren, studierte Soziologie und Pädagogik. Lange arbeitete die Schwester als Lehrerin für ihren Orden Presentation Sisters. „Aber das Leid in den Armenvierteln hat mich zu sehr beschäftigt“, sagt sie. „Ich wollte aktiv etwas dagegen unternehmen.“ Die Armen der Stadt würden viel zur Entwicklung der Metropolen beitragen, seien jedoch permanent Schikanen ausgesetzt. Viele würden nicht einmal wissen, dass sie auch Rechte und Ansprüche gegenüber dem Staat hätten – oder trauten sich nicht, diese durchzusetzen. Bereits im Jahr 1999 gründete Schwester Dorothy deswegen ihre Organisation Jan Kalyan Gramin Vikas Samiti (deutsch: Vereinigung für Wohlfahrt und ländliche Entwicklung) JKGVS in Patna.

Wie Misereor berichtet, setzt sich die Organisation JKGVS für die Bewohnerinnen und Bewohner von Armenvierteln in Patna ein. Sie berät Bauarbeiter, Straßenverkäufer und Obdachlose und unterstützt sie durch Ausbildungszentren und politische Lobbyarbeit. Die Organisation klärt die Betroffenen über ihre Rechte auf und bestärkt sie in der Bildung von Gruppen, um gemeinsam ihre Rechte durchzusetzen. Die Lobbyarbeit von JKGVS reicht bis auf die internationale Ebene: Im Juli 2017 nahm Schwester Dorothy als Ordensvertreterin aus Indien in New York an den Beratungen der Vereinten Nationen zur Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung teil. (red)

Termine mit Schwester Dorothy im Bistum Speyer:
Freitag, 23. Februar, vormittags Unterrichtsbesuche in der Mannlich Realschule in Zweibrücken. Um 19 Uhr, Beitrag zum Taizé-Gottesdienst im Kloster Neustadt.
Sonntag, 25. Februar, 9 Uhr, Ansprache im Gottesdienst im Kloster Neustadt.

Mehr Informationen zur Misereor-Fastenaktion: www.misereor.de

 

 

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