Wochenkommentar

Donnerstag, 20. August 2020

Klimawandel bringt sich in Erinnerung

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer – ein Sommer, wie er früher immer war…“.

(Foto: actionpress)

In den 1970er Jahren hat Rudi Carell mit diesem Schlager das damals „schlechte Wetter“ beklagt: Wenig Sonne, grauer Himmel, Regen. „Das waren Zeiten“, möchten wir heute wohl sagen (oder singen) und uns – im Gegensatz zu Carell – etwas weniger Sonne und Hitze wünschen.  
Ja, ein Sommer, wie er früher immer war. Das wär’s. Unsere Wirklichkeit sieht jedoch nun schon im dritten Jahr hintereinander anders, ganz anders aus. Wir leiden unter einer Hitze, wie wir sie in der Vergangenheit nicht gekannt haben. Bis an die 40 Grad, verbunden mit wochenlanger Trockenheit. Die Last muss hier nicht groß beschrieben werden; denn alle erleben sie; auf dem Land und in der Stadt, im Süden und Norden, im Osten und im Westen (gelegentlich mit örtlichen Unterbrechungen).
In diesem dritten Hitzesommer in Folge werden wir nicht nur an Carells Wetter-Sehnsuchts-Schlager erinnert, sondern viel stärker und ernster daran, dass wir für unsere Wasserversorgung keineswegs einen Garantieschein haben. Zum ersten Mal hatte eine Gemeinde in Deutschland kein Trinkwasser. Der Grundwasserspiegel sinkt in diesen heißen, trockenen Sommern, und der Niederschlag in den Wintern reicht nicht aus, die Lücken aufzufüllen; nicht alle Staustufen sind zum Frühling „bis an den Rand“ gefüllt.
Im Ernst: Wenn die Sommer so bleiben, wie wir sie im dritten Jahr erleben, dann werden wir wohl schon bald unseren Wasserverbrauch drastisch einschränken müssen – etwa beim Duschen, beim Autowaschen oder beim Rasensprengen; sonst kann Wasser zu einem Riesenproblem für unser Zusammenleben werden. Der Klimawandel bringt sich in Erinnerung.

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