Aus dem Bistum

Mittwoch, 23. Mai 2018

Mangelnde Wertschätzung beklagt

Berufsverband der Pfarrsekretärinnen hält an Forderung nach Höhergruppierung fest

Pastoralreferentin Kerstin Fleischer (Mitte) gab den Pfarrsekretärinnen wertvolle Tipps an die Hand. Foto: Privat

65 Mitglieder des Berufsverbandes der Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre kamen am 25. April zur Mitgliederversammlung ihres Verbandes mit Fortbildung im Pfarrheim St. Josef in Rodalben zusammen. „Wenn plötzlich jemand zu weinen beginnt“ lautete der Titel der Fortbildung mit Pastoralreferentin Kerstin Fleischer, Referentin für Trauerseelsorge im Bistum Speyer. Dabei ging es unter anderem um seelsorgliche Gespräche, die die Pfarrsekretärinnen mehr und mehr führen.  Kerstin Fleischer gab den Teilnehmenden jede Menge Tipps und Informationen an die Hand. So erläuterte sie ihnen etwa, auf welche unterschiedliche Weise Menschen trauern und was ein gutes Gespräch auszeichnet. Der Gottesdienst mit Pfarrer Pious Paul Oroplackal, Kooperator der Pfarrei Rodalben-Maria Königin, der das Thema ebenfalls aufgriff, sorgte für einen guten Abschluss der Fortbildung. Dabei übernahmen Pfarrsekretärinnen und Pastoralreferentin Monika Kreiner, geistliche Begleiterin des Berufsverbandes der Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre, die musikalische und inhaltliche Gestaltung.

Mitgliederversammlung
Bei der anschließenden Mitgliederversammlung des Berufsverbandes brachten die Anwesenden ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck. Viele von ihnen fühlen sich und ihre Arbeit nicht ausreichend wertgeschätzt. Weder sei bislang die Eingruppierung der Pfarrsekretärinnen in der „Kommission zur Ordnung des Diözesanen Arbeitsvertragsrechtes“ – es handelt sich dabei um die kirchliche Tarifkommission des Bistums – besprochen, noch auf die geforderte Stundenerhöhung reagiert worden.

Bereits bei der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr in Annweiler hatten die Pfarrsekretärinnen eine Höhergruppierung von TVÖD 5 nach TVÖD 6 gefordert. Dies sei auch im Rahmen einer unabhängigen Prüfung durch ein Institut für Personalwirtschaft bestätigt worden. Die Pfarrsekretärinnen sehen diese Forderung nicht als überzogen an. Sie sei berechtigt, weil die Stellenbewertung dies hergebe sowie als Anerkennung und Gleichstellung – auch im Hinblick auf die Bezahlung der Sekretärinnen des Bischöflichen Ordinariates. Auch halten sie weiterhin an einer Erhöhung der Stunden um zehn Prozent fest. Bereits seit zwei Jahren mahnen die Pfarrsekretärinnen eine solche Aufstockung an, um die anfallenden Arbeiten bewältigen zu können. Denn aufgrund der gestiegenen Belastungen der Leitenden Pfarrer würden sich die Pfarreimitglieder mit ihren Anliegen verstärkt an die Pfarrsekretärinnen wenden. „Wenn schon die Pfarrer keine Zeit mehr für die Menschen haben, dann wenigstens die Sekretärinnen im Pfarrbüro“, lautete die einhellige Meinung. Insgesamt bedauerten die Pfarrsekretärinnen, dass nach ihrer Einschätzung das Menschliche durch die Arbeitsbelastungen in den Hintergrund trete.

Als positiv wertet der Berufsverband die mögliche Einrichtung von Büroleitungen – allerdings ohne höheres Stundenkontingent für die Mehrarbeit und ohne Qualifizierungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf die verantwortungsvolle Aufgabe. Hier müsse nachgebessert werden.

Berufsverband vor 25 Jahren gegründet
Vor 25 Jahren wurde der Berufsverband der Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre im Bistum Speyer gegründet. Das Jubiläum wird am 22. September im Heinrich-Brauns-Haus in Enkenbach (Hochspeyererstraße 23) gefeiert. Das Fest beginnt mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche. Im Anschluss folgen ein Empfang und ein gemeinsames Mittagessen. Am Nachmittag tritt das Improvisationstheater „Musenkuss nach Ladenschluss“ aus Mainz in Aktion. Der Tag klingt mit Kaffee und Kuchen aus. (red)

Auch die ehemaligen Mitglieder des Berufsverbandes sind zur Jubiläumsfeier am 22. September eingeladen. Sie werden gebeten, sich bei der
Vorsitzenden des Berufsverbandes, Sabine Messemer,
bis zum 1. August per E-Mail unter:
bv-pfarrsekretaerinnen@bistum-speyer.de
oder per Post:
Katholisches Pfarramt Heiliger Martin,
Spittelstraße 4,
67655 Kaiserslautern,
zu melden.

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