Im Gespräch

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Merkel dankt Pflegekräften

Kanzlerin: „Bin mir bewusst, dass wir Ihnen viel zugemutet haben“

Bundeskanzlerin Angela Merkel – mit Maske unterwegs. (Foto: actionpress)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat allen Pflegekräften für ihren großen Einsatz in der Covid-19-Pandemie gedankt. „Ich bin mir bewusst, dass wir Ihnen sehr viel zugemutet haben“, sagte die Kanzlerin zum Auftakt des Treffens mit den Partnern der Konzertierten Aktion Pflege (KAP), darunter die Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, am 27. Oktober in Berlin. Gerade die Kontaktbeschränkungen seien sehr belastend gewesen und ihr sei klar, dass jeder Eingriff in die Grundrechte gut begründet, erklärt und befristet sein müsse.
Mit Blick auf aktuelle und künftige Schutzkonzepte bekräftigte Merkel, dass keine Gruppe ausgegrenzt werden dürfe. „Das ist mir sehr, sehr wichtig.“ In diesem Punkt werde sie nicht nachgeben. Ziel sei es, Kranke und Pflegebedürftige sowie Menschen mit Behinderungen bestmöglich zu schützen, ohne sie aus dem „gesellschaftlichen Leben wegzunehmen“. Eine Hoffnung seien die Schnelltests. „Im Umgang mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft zeigt sich im Grunde dann auch die Frage, wie ist diese Gesellschaft solidarisch, wie ist diese Gesellschaft menschlich“, so Merkel. Das Pflegepersonal müsse dabei vor zu hoher Arbeitsbelastung geschützt und die Arbeitsbedingungen müssten verbessert werden.
Weihnachten in der Familie
Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, rät Deutschlands Familien wegen der Corona-Pandemie dazu, in diesem Jahr Weihnachten „im Schichtsystem“ zu feiern, um die Gefahr von Ansteckungen zu minimieren. Die Menschen sollten die Zahl der Kontakte reduzieren, auch zu Angehörigen. Das Weihnachtsfest müsse man daher möglichst „entzerren“, sagte er der „Bild“-Zeitung (27. Oktober).
Dafür müsse die Bevölkerung völlig neue Wege gehen. Er rate dazu, lieber mit weniger Menschen und dafür doppelt zu feiern. „Man kann auch mal am 28. Dezember oder sogar noch später Bescherung machen“, so Westerfellhaus. Seine Idee: „Es könnten unterschiedliche Haushalte an unterschiedlichen Tagen miteinander feiern.“ Denn „ungewöhnliche Zeiten verlangen ungewöhnliche Lösungen“.
Er könne heute nicht sagen, ob Besuche an Weihnachten in allen Pflegeeinrichtungen möglich seien“, erklärte der Pflegebeauftragte: „Es können nicht alle Angehörigen an Heiligabend in die Heime kommen.“ Deshalb rate er dringend zu „gestaffelten“ Besuchen.
In den kommenden Wochen sollen laut Westerfellhaus bis zu 20 Corona-Schnelltests pro Bewohner und Monat zur Verfügung gestellt werden. Die Testauslieferungen und entsprechende Schulungen würden derzeit vorbereitet. Auf die Frage, ob man Weihnachten zum Beispiel Großeltern aus dem Pflegeheim holen könne, sagte der Pflegebeauftragte: „Da kann es keine pauschale Antwort geben.“ Vor allem in Corona-Hotspots solle sich das jeder genau überlegen.

Schreiben Sie Ihre Meinung zu diesem Beitrag an:  kna
Keine Kommentare

Pilger-Community

Um Kommentare verfassen zu können müssen Sie in der Pilger-Community angemeldet sein.

Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich
hier kostenlos registrieren.

Die Kommentarfunktion dient dem Austausch der Pilger-Community untereinander. Alle Kommentare drücken ausschließlich die Ansichten der Autoren (Nutzer) selbst aus. Der Betreiber der Website www.pilger-speyer.de ist für den Inhalt einzelner Beiträge nicht verantwortlich. Hier finden Sie die  ausführlichen Nutzungsbedingungen und Regeln zur Kommentarfunktion.

Zurück zum Archiv

Anzeige

Abo der Pilger

Bestellen Sie bequem online Ihre persönliche Ausgabe der Kirchenzeitung.

Anmeldung im Benutzerbereich

Passwort vergessen?
neu registrieren