Silbermöwe

Mittwoch, 24. April 2019

Offensive gegen die Malaria

Wissenschaftler und Mediziner starten erstmals große Impfkampagne

Stechmücken übertragen Malaria, die mit Hunderttausenden von Toten auch heute noch zu den großen „Killerkrankheiten“ weltweit zählt. Foto: actionpress

Wissenschaftler und Mediziner starten in diesen Tagen mit einer ersten großflächig angelegten Impfkampagne eine Offensive gegen Malaria. Im Rahmen eines Pilotversuchs sollen zunächst in Malawi, Ghana und Kenia bis 2022 insgesamt jedes Jahr rund 360 000 Kleinkinder gegen die von Stechmücken übertragene Krankheit geimpft werden. Malawi soll ab sofort die Impfung mit dem „Mosquirix“ bezeichneten Impfstoff in die Routine-Immunisierungsprogramme für Kinder übernehmen.

Nach Jahren des Fortschritts war die Zahl der Erkrankungen weltweit zuletzt wieder gestiegen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es im Jahr 2017 rund 219 Millionen Malaria-Erkrankungen in 87 Ländern, zwei Millionen Fälle mehr als 2016. Rund 435 000 Menschen starben an der Krankheit, die meisten von ihnen Kinder unter fünf Jahren. 92 Prozent der Erkrankungen und 93 Prozent der Todesopfer gab es in Afrika. Die Malaria-Erreger, fünf unterschiedliche sogenannte Plasmodien, werden durch Anopheles-Mücken übertragen. Experten sind skeptisch, ob der Impfstoff die Erwartungen erfüllen kann. Er wirkt nur gegen den in Afrika verbreiteten und gefährlichsten Malaria-Erreger „Plasmodium falciparum“. Wissenschaftler hoffen, dass durch das neue Mittel Tausende Leben gerettet werden können. In einer klinischen Studie mit rund 15 000 Kindern hatte der Impfstoff zuvor rund 40 Prozent der Erkrankungen und etwa 30 Prozent der schweren Malaria-Fälle verhindert.

(kna)

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