Aus dem Bistum

Donnerstag, 23. März 2017

Reise zum „Betjörg“ in die USA

In Erinnerung an den Stifter des Rosenbergs

In der kleinen Kammer, die sich Helfrich vor seiner Auswanderung unter dem Dach der Wallfahrtskapelle auf Maria Rosenberg eingerichtet hatte, stimmmten sich Direktor Volker Sehy (rechts) und Steffen Dully auf die Reise ein. Foto: Daum

Koffer packen, heißt es dieser Tage für Volker Sehy, Direktor des Wallfahrtsortes Maria Rosenberg, und für Pastoralreferent Steffen Dully. Eine Dienstreise nach  St. Benedict in Iowa (USA) steht an. Denn dort ist Georg Helfrich, „Betjörg“ genannt, einer der Stifter des Rosenbergs, begraben.

Für ihn sei der Betjörg, dessen unerschütterlicher Glaube, die Liebe zu Gott, zum Rosenberg, auch als er längst schon in den USA lebte, immer eine Inspiration, bekennt Sehy.  Neben Georg Helfrich seien weitere Mitglieder der Jörg-Gesellschaft, wie die Stifter des Rosenbergs genannt, nach St. Benedikt ausgewandert.

Deshalb sei es wichtig, die Verbindungen zwischen Maria Rosenberg und St. Benedict zu stärken und neu zu beleben. „Das ist unser wichtigstes Ziel“, unterstreicht Sehy. Dass die Diözese Speyer dies in Form einer Dienstreise ermögliche, „dafür sind wir dankbar. Das zeigt aber auch den Stellenwert dieser Verbindung.“

Der Zeitpunkt der Reise hat seinen Anlass darin, dass die Kirche in St. Benedict, die mit Hilfe von Helfrich und seinen Freunden entstand, abgerissen werden soll. Ob sie in der katholischen Schule in Algona einen neuen Standort findet, ist noch nicht abschließend geklärt. Für eine Gemeinde sei es immer schwer, wenn sie ihre Kirche verliert, sagt Sehy.

Vor seiner Auswanderung hatte sich Helfrich unter dem Dach der Wallfahrtskapelle auf Maria Rosenberg eine kleine Kammer eingerichtet. Diese ist in Teilen, inklusive Wandgestaltung und Kleiderhaken, noch original erhalten. Hier holen sich Volker Sehy und Steffen Dully Anregungen für die Reise und für die Messe, die Sehy in Iowa halten wird. Diese findet am Vorabend des 105. Todestages des Jörg-Gesellschaft-Mitgliedes Heinrich Depper statt, so Dully.

Begegnungen mit Nachfahren der Stifter – etwa mit Lynn Lickteig und Dawn Bernhard – sind ebenfalls geplant. Ein Höhepunkt der Reise soll ein Besuch am Grab des Betjörgs werden. Steffen Dully hat sich in den vergangenen Wochen intensiv durch das zahlreiche Archivmaterial gearbeitet und sich auch davon inspirieren lassen „Was wir noch suchen, ist ein Geschenk, das diesem Anlass und der auch historischen Bedeutung gerecht wird“, sagt der Pastoralreferent.
Auf jeden Fall soll Erde vom Rosenberg die Reise über den Atlantik antreten. Die letzten Worte Georg Helfrichs, bevor er 1895 in St.Bendict starb, lauteten: „Oh, wäre ich jetzt auf dem Rosenberg“. Wenn es Helfrich nicht mehr möglich gewesen war, auf den Rosenberg zu kommen, dann komme dieser jetzt eben zu ihm, sind sich Sehy und Dully einig.

Am 27. März beginnt ihre Reise, die unter anderem auch einen Besuch im Priesterseminar St. Paul Seminary in Minnesota beinhaltet. (and)

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