Kultur

Donnerstag, 21. April 2016

Rückkehr der Wanderfalken

Die rasanten Flieger entdecken die Städte und lassen sich hoch oben nieder

Übung macht den Meister. Junge Wanderfalken trainieren ihre Flugkünste, um schnell wie ein Pfeil und geschickte Beutejäger zu werden. Foto: actionpress

Falco peregrinus, wie die Zoologen den Wanderfalken nennen, wurde vermutlich schon vor 2000 Jahren in Asien für die Jagd abgerichtet. Im Sturzflug mit angelegten Flügeln reißt er kleine und mittelgroße Vögel und sogar Kaninchen. Er gilt als schnellster Vogel, der bis zu 350 Stundenkilometer erreichen soll. In den 1970ern war er in Deutschland nahezu ausgestorben.  Naturschützer in Baden-Württemberg gingen daran, die Wanderfalken wieder anzusiedeln, indem sie die Horste derletzten 20 Brutpaare auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald bewachten. Daraufhin erholte sich der Bestand der Wanderfalken.  Und es veränderte sich etwas: Die Felsenbrüter entdeckten die Großstädte für sich. Dort wollten sie hoch hinaus und spezialisierten sich auf Wolkenkratzer  Schornsteine und Kirchtürme. Auch der Speyerer Dom hatte schon die gefiederten Himmelsstürmer zu Gast. In Berlin hatte sich bereits 1986 ein Wanderfalkenpaar im Turm des Roten Rathauses niedergelassen. Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz aus Nordrhein-Westfalen meldet in ihrem Jahresbericht 2015 einen bundesweiten Rekord: 222 Brutpaare haben 400 Jungfalken aufgezogen. Der Großteil des Nachwuchses wurde in Arnsberg und Düsseldorf flügge. (red)    

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