Silbermöwe

Mittwoch, 18. März 2020

Vergesst Syrien nicht!

Misereor: Neun Jahre Syrienkrieg, eine permanente Katastrophe

Die Kinder leiden im Syrienkrieg am meisten. Viele werden auch in diesen Tagen Opfer von Bomben und Granaten. Foto: actionpress

Am neunten Jahrestag des Krieges ist die Lage der Zivilbevölkerung in ganz Syrien verzweifelter denn je: Eine halbe Million Menschen hat ihr Leben verloren, über 13 Millionen Syrer und Syrerinnen sind auf der Flucht, knapp die Hälfte von ihnen innerhalb Syriens. Sie alle sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Krankenhäuser und Schulen sind zerbombt, Lebensmittel und Medikamente fehlen oder sind unerschwinglich geworden.

Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel: „Der Krieg in Syrien ist zu einer permanenten Katastrophe geworden. Auch wenn der Konflikt militärisch entschieden scheint, ist eine Friedensperspektive weit entfernt. Als Werk der Entwicklungszusammenarbeit, das seit Beginn des Krieges Menschen in Syrien und Flüchtlinge in den Nachbarländern unterstützt, appellieren wir an die Bundesregierung, eine Syrienstrategie zu erarbeiten und umzusetzen, die den Menschen ein Leben in Würde ermöglicht.“

Die Misereor-Partner aus Syrien berichteten, dass die Menschen am Ende ihrer Kräfte und Durchhaltevermögen seien, so Spiegel. „Das tägliche Leben ist vielerorts ein einziger Albtraum, nicht nur in den umkämpften Städten und Regionen, sondern im ganzen Land.“

Misereor bittet im Rahmen der diesjährigen Fastenaktion unter dem Motto „Gib Frieden!“ um Spenden für die Menschen in Syrien und im Libanon. Im Umfeld fortwährender Gewalt und Unsicherheit helfen die Partnerorganisationen von Misereor Menschen, wieder Lebensmut und Kraft für die Bewältigung ihres Alltags zu schöpfen. Bildung und psychosoziale Hilfe greifen so ineinander, dass sie Grundsteine legen für ein ersehntes friedliches Zusammenleben. Zurzeit fördert Misereor in Syrien und den von den Auswirkungen des Kriegs betroffenen Nachbarländern 25 Projekte mit über neun Millionen Euro. (pil)

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