Silbermöwe

Dienstag, 21. Mai 2019

Wandern für die anderen

Hungermarsch in der Pfarrei Kübelberg erbrachte 12 000 Euro

Der Hungermarsch der Pfarrei Kübelberg hat Tradition. Der Erlös geht an Missionare für deren Arbeit. Foto: Göddel

Bereits zum 39.Hungermarsch unter dem Motto“ „Wandern für die Andern“ hatte die Pfarrei St. Christophorus Schönenberg-Kübelberg die Christen der Region eingeladen.  Traditionell begann der Tag mit der Feier der Heiligen Messe in Ohmbach in der Liebfrauenkirche. Pfarrer Michael Kapolka  und Pfarrer Otto Kiel aus Breitenbach feierten mit etwa 110 Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern den Gottesdienst. Pfarrer Kapolka verlas das Grußwort des  Hungermarsch-Schirmherrn Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.  In seiner Predigt ging der Seelsorger auf das Thema „ Liebt einander“ ein. Dieses zentrale Gebot stehe auch hinter dem Hungermarsch, der mehr sei als nur ein soziales Projekt. Kapolka, seit 1. Mai Leitender Pfarrer der Pfarrei, war das erste Mal mit dabei. Er wertet den Marsch als „sehr positiv“ und dankt allen Teilnehmern und Spendern.   

Wie schon oft übernahm Guido Defland aus Brücken die Wanderführung, und die Kinder Isa Schwender und Sophie Mathieu aus Altstadt trugen das Banner. Auch bei  diesem Hungermarsch sammelten die Teilnehmer Spenden über ihre Hungermarschkarten, die an den Kontrollpunkten gestempelt wurden. Mit jedem Schritt wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Zeichen der Verbundenheit mit Menschen in Notsituationen in Afrika, Südamerika und Indien gesetzt, wo sich Missionare vor Ort für Gerechtigkeit und Entwicklung einsetzen. Unterwegs herrschte eine gute Gemeinschaft, und es gab viele gute Gespräche. Ein Bus begleitete die Wanderer und brachte die Müden und Fußkranken zur nächsten Station bzw. zurück.   

Nach dem Gottesdienst führte der Marsch über Brücken nach Kübelberg ins St. Valentinhaus, wo ein kleines Mittagessen wartete. Nach dieser Rast und Stärkung wurde der Rückweg Richtung Ohmbach angetreten.  Hier klang der Tag für die „Wanderer der guten Sache“ bei Kaffee und Kuchen aus. Die Strecke von zwölf Kilometern war für Jung und Alt  – wie auch für einige mitgeführte Hunde – gut zu bewältigen. Die Spenden sind für Missionarinnen und Missionare bestimmt. So für Bruder Karl Schaarschmidt aus Brücken, der seit über 30 Jahren in Soweto Slum (Nairobi/Kenia) arbeitet. Hier setzt er sich für die Belange der Kinder ein. So konnten mit Hilfe vieler Spenden eine Schule, eine Turnhalle und ein Internat errichtet werden. Zurzeit wird eine Schulhalle mit Küche gebaut. Bruder Andreas Krupp aus Schönenberg-Kübelberg arbeitete viele Jahre als Missionar in Kenia in Orore und Tumaini am Viktoriasee. Hier können mittlerweile 480 Kinder durch die erhaltenen Spenden die Schule besuchen.

Als Nachfolgerin von Schwester Gertrud Scherner arbeitet Schwester Angela Hauke in der Lepra-Station Chetput in Indien. Als Krankenschwester betreut sie nicht nur die Leprakranken, sondern versorgt auch die Angehörigen im medizinischen Bereich und in der Nahrungsmittelbeschaffung. Mit ihrer Unterstützung konnte das St. Thomas- Hospital zwei weitere Häuser zur Unterbringung der Lepra-Kranken errichten. Die Pfarrei unterstützt den Bau weiterer Häuser In Peru arbeitet Schwester Elena in den Hochanden. Sie versorgt in der Station über 210 Straßenkinder mit dem täglichen Bedarf und sorgt für Schulausbildung. Wie Pfarrer Kapolka erklärt, ist die Hilfe aus dem Hungermarsch ein wichtiger Baustein für diese Projekte. Das vorläufige Sammelergebnis des 39. Hungermarsches „Wandern für die Andern“ beträgt 11 992 Euro. Es werden aber immer noch Spenden eingezahlt, sodass sich dieser Betrag noch erhöht. (GÖD)

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