Silbermöwe

Mittwoch, 20. Juni 2018

Wirksame Hilfe in Ostafrika

Hauensteiner „Aktion Afrika“ konnte weitere 5  000 Euro überreichen

5 000 Euro konnte die Hauensteiner „Aktion Afrika“ an Schwester

Besuch aus Kenia und Tansania hatte die Hauensteiner „Aktion Afrika“: Schwester Genovefa Maashao, die in Voi in Kenia das mit einemHospital verbundene Aidszentrum „Shelter of Hope“ leitet, berichtete – begleitet von Father Pius Shao, Pfarrer einer Pfarrei nördlich des Kilimandscharo – über ihre Arbeit auf dem schwarzen Kontinent.

Bei dem Treffen konnte der kleine Verein erneut 5 000 Euro an die Ordensschwester überreichen. Sie wird das Geld verwenden, um arme und von Aids betroffene Familien und Einzelpersonen, die von den Mitarbeitern des „St. Joseph Shelter of Hope“ betreut werden, bei der Bewältigung ihrer prekären Lebenssituation zu unterstützen. Genovefas Einrichtung betreut mit Sozialarbeitern und vielen „Volunteers“ (Freiwilligen) mehr als tausend Aids-Patienten, ihre Familien und Aidswaisen im Umkreis von rund 50 Kilometer rund um Voi, das auf halber Strecke zwischen Mombasa und Nairobi liegt.

Die Ordensfrau aus Kenia legte einen detaillierten und bebilderten Rechenschaftsbericht über die Verwendung jener Spendengelder vor, die ihr die „Aktion Afrika“ zuletzt übergeben hatte: 3 000 wurden für das Projekt „Gääße unn Hiehner fer Afrika“, das der Verein im Frühjahr 2017 gestartet hatte, verwendet, rund 2 000 Euro waren wie vereinbart in einen Fonds geflossen, den die „Aktion Afrika“ bereits 2016 aufgelegt  hat, um den „Ärmsten der Armen“ Unterstützung zukommen zu lassen, beispielsweise um für Schulgebühren und Schuluniformen aufzukommen, um Medikamente zu finanzieren und um Nahrungsmittel für notleidende
Familien zu besorgen.

Schwester Genovefa berichtete ausführlich und an Beispielen, welche besonderen Auswirkungen die „Gääße unn Hiehner“-Aktion hatte. „Mit den Tieren haben wir Familien nachhaltige Hilfe leisten können. Sie kümmern sich vorbildlich um die Tiere und ihr Futter. Und natürlich profitieren die Familien von der Milch, die die Tiere geben.“ Sie erzählte beispielsweise von Mwakuja, einem HIV-infizierten und von der Krankheit schwer gezeichneten jungen Mann, dem die Ziegen neuen Lebensmut gegeben hätten: „Er hütet seine Tiere vorbildlich und hat mit ihnen eine Lebensaufgabe gefunden“, sagte die Schwester.  Sehr erfreulich sei, dass viele der mit Geldern aus Hauenstein finanzierten Ziegen mittlerweile Nachwuchs haben: Die Fotos in Genovefas Rechenschaftsbericht belegen diese Aussagen: Allein Mwakuja kümmert sich mittlerweile um sieben Zicklein, die Kinder einer Familie präsentieren vor der Kamera stolz ihre kleinen Ziegen. Und auch die Familien, die Hühner erhielten, profitieren von der überaus gut angenommenen „Gääße unn Hiehner“- Aktion, die im besten Sinne Hilfe zur Selbsthilfe liefert.

Wie Rechner Gerhard Seibel mitteilte, gingen aus dem Erlös dieser Spendenaktion auch insgesamt 4 000 Euro an Father Anselm Tarimo, der bei Arusha (Tansania) ein landwirtschaftliches Modellprojekt gegründet hat und unterhält. Dort hat der Hauensteiner Verein Anfang des Jahres mit 2 000 Euro geholfen, eine Anlage zur Wasserspeicherung zu finanzieren. Wasser ist ein zentrales Gut für die Menschen. Auch für Stipendien für Kinder aus armen Familien kamen die Hauensteiner auf.

„Wir können immer wieder feststellen, dass unsere Partner das Geld so ausgegeben, wie wir das intendiert haben: für konkret vereinbarte Projekte und als spürbare Hilfe dort, wo die Not am größten ist“, kommentierten der Vorsitzende Alfred Busch und seine Stellvertreterin Jutta Seibel den Bericht Genovefas.

Neues Projekt: „E Ambulanz fer die Maasai“

Das Anfang dieses Jahres auf den Weg gebrachte große Projekt der „Aktion Afrika“, die Finanzierung eines Ambulanzfahrzeugs für das Medical Health Center von Father Firminus Shirima im Maasai-Gebiet südlich von Nairobi, ist mittlerweile in trockenen Tüchern: „Viele große und kleine Spenden haben uns geholfen, den notwendigen Betrag aufzubringen. Das Fahrzeug, ein Toyota-Landcruiser, ist bezahlt und bestellt, jetzt warten wir auf die Abwicklung der Lieferung, die über die österreichische Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA) organisiert wird“, berichtet Franz-Josef Schächter, der das Projekt als Beauftragter begleitete. (fjs)


Über das Spendenkonto „Aktion Afrika“, Volksbank Südliche Weinstraße – Wasgau, können die Projekte unterstützt werden:
IBAN DE86 5489 1300 0071 8473 06

Schreiben Sie Ihre Meinung zu diesem Beitrag an:  Franz Josef Achächter
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