Aus dem Bistum

Donnerstag, 24. November 2016

Wünsche wahr werden lassen

Wie allein lebende Menschen die Adventszeit bewusst gestalten können

So oder so ähnlich kann eine Adventslandschaft aussehen. Foto: Steiger/Privat

„Wenn das Wünschen sich lohnen tät...“ – unter diesem Titel steht ein Abend der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Bistum Speyer zu Beginn des Advent, der sich vor allem an allein lebende Menschen richtet. Die (geheimen) Wünsche für diese besondere Zeit am Ende des Jahres entdecken, sie wahr werden lassen und die Advents- und Weihnachtstage auf diese Weise nach den je eigenen Vorstellungen kraftvoll und gut leben, darum geht es bei dieser adventlichen Atempause am 30. November.

Gerade für allein lebende Menschen stellt die sogenannte besinnliche Zeit, in der die Familie traditionell eine besondere Rolle spielt, eine Herausforderung dar. Darüber hinaus ist der Dezember der dunkelste Monat im Jahr und die Gefahr, abends allein vor dem Fernseher zu versauern, entsprechend groß. Das weiß auch Erhard Steiger, Referent bei der KEB, der die Teilnehmer am 30. November durch den Abend begleitet. Er regt dazu an, Advent und Weihnachten für sich zuhause äußerlich und innerlich ganz bewusst nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten.

Etwa mit einem Adventsweg, gespickt mit verschiedenen Wunschstationen. Diese sind mit Teelichtern oder Symbolen markiert, wobei jedes Symbol einen Wunsch ausdrückt. „Die Materialien für den Weg können ganz unterschiedlich sein“, betont Erhard Steiger. „Es eignen sich etwa farbige Tücher, aber auch Naturmaterialien wie Moos oder Tannenzweige.“ Der Kreativität seien keinerlei Grenzen gesetzt. Es sei auch möglich, eine Adventslandschaft entstehen zu lassen, bei der die Wünsche in die Mitte gelegt werden, oder eine Krippenlandschaft, die im Lauf der Zeit durch das Hinzufügen von Figuren, die Wünsche symbolisieren, wächst.

Doch zuvor gelte es, sich erst einmal über seine Ziele, Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden. Hilfreich könnten Fragen wie „Was würde mir gut tun? Was möchte ich mir in der Weihnachtszeit selbst schenken?“ sein. Vielleicht fallen dann Antworten wie Musik, Theater, Ausstellungen, Bücher oder Filme. Steiger schlägt vor, sich in seiner Stadt, seiner Gemeinde nach entsprechenden Angeboten umzusehen, um sich seine Bedürfnisse auch von anderen erfüllen zu lassen. Wie wäre es etwa, mal wieder ins Konzert zu gehen? Als Symbol für diesen Wunsch könnte etwa auf dem Adventsweg oder der -landschaft eine CD liegen. „Es ist aber auch möglich, sich Gäste einzuladen, sich mit Freunden zu verabreden, um gemeinsam etwas zu unternehmen, oder an Orte zu gehen, an denen man etwas Schönes erlebt hat.“ Da einige Festtage wie Nikolaus am 6. Dezember oder das vor allem in Schweden gefeierte Luciafest am 13. Dezember in diese Zeit fallen, sei es zudem möglich, diese besonders zu begehen, etwa durch das Backen von schwedischem Gebäck.

Der Adventsweg oder die -landschaft  helfe, „dran zu bleiben, die Wünsche auch tatsächlich umzusetzen“, weiß Steiger. Dabei sei es hilfreich, die freien Zeiten, in denen man sich selbst etwas Gutes tun möchte, ganz bewusst fest einzuplanen. „Das kann täglich oder wöchentlich sein, je nach den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten. Wichtig ist der Raum, den man sich dafür schafft.“ (pede)

Hinweis:
Für die adventliche Atempause mit Geschichten, Brauchtümern, Gestaltungsideen sowie Speisen und Getränken am 30. November (18 bis 21 Uhr) im Konferenzraum der KEB Speyer (Große Pfaffengasse 13) sind noch wenige Plätze frei.

Anmeldung:
unter Telefon 06232/102-180
oder per Mail keb@bistum-speyer.de

 

 

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