Pilgern

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Mythen und große Heiligtümer

Auf historischen Pilgerwegen durch Umbrien – Alte Städte und Natur begeistern

Die Kathedrale San Florido in Citta di Castello. Foto: actionpress

Ob schlafen im Kloster, wandern auf den Spuren Franz von Assisis, hautnah die berühmten Fresken Giottos sehen oder an heiligen Quellen stehen – Umbriens spirituelle Seite zieht nicht nur Gläubige magisch an. Das grüne Herz Italiens lockt mit stillen Kirchen, berühmten Wallfahrtsorten und mystischen Legenden. Bedeutende Heilige prägen die Region und machen sie zu einem der beliebtesten Ziele für Pilger aus der ganzen Welt. An geweihten Orten, auf Pilgerwegen und umgeben von unberührter Natur finden Reisende die Zeit für Gebet und Meditation. Der Herbst ist dank seines milden Klimas die ideale Reisezeit für eine Sinnsuche.

Umbrien ist die Heimat berühmter Heiliger, darunter der heilige Franziskus, die heilige Klara, der heilige Benedikt und der heilige Valentin. Die Pilgerwege führen zu ihren Geburtsorten sowie zu Bauwerken und Kirchen, die mit dem Glauben und Schaffen der Heiligen verbunden sind.
Abseits der großen Wallfahrtswege liegt der „Franziskusweg“. In 21 Tagesetappen geht es durch Steineichenwälder, vorbei an Olivenhainen und ursprünglichen Landschaften zu den Wirkungsstätten des heiligen Franz von Assisi, dem wohl bekanntesten Heiligen und Schutzpatron Italiens. Die Route erstreckt sich von Laverna über Assisi bis nach Rom.
An das Leben des heiligen Benedikt, Gründer des gleichnamigen Ordens, erinnert der „Benediktinerweg“. Er führt entlang der Benediktinerorte im Gebirgsmassiv Monti Martani von Giano dell’Umbria nach San Gemini.
An der Wallfahrtskirche in Collevalenza beginnt die Route der „Barmherzigen und Eucharistischen Liebe“. Sie weist Pilgern den Weg über Todi nach Orvieto zum beeindruckenden gotischen Dom Santa Maria Assunta und weiter Richtung Massa Martana, zu den einzigen Katakomben Umbriens. Der „Weg der heiligen Frauen“ ist eine Hommage an die Frauen, die Johannes Paul II. mit dem Apostolischen Schreiben Mulieris Dignitatem (Würde der Frau) geehrt hat. Darunter auch die heilige Veronika Giuliani, geboren in Città di Castello, die heilige Klara von Assisi, Gründerin des Klarissenordens, und die heilige Rita aus Cascia.
Vor allem mit Franz von Assisi sind in Umbrien zahlreiche Stationen und Kirchen verbunden, am bedeutendsten ist die „Basilica e Sacra Convento di San Francesco“ mit den beeindruckenden Fresken Giottos und den sterblichen Überresten des Heiligen. Weitere lohnende Besuchspunkte sind die Abtei Santa Maria di Sitria im Naturpark des Monte Cucco mit romanischer Kirche und die von syrischen Mönchen gegründete Abtei Sant’Eutizio in der Valnerina. Berühmtheit hat auch die Basilika in Terni erlangt: Dort wird der heilige Valentin, Stadtpatron und Schutzheiliger der Liebenden, verehrt.


Inspiriert von der einstigen Ernährungsweise der Mönche und Pilger bündelt das  Projekt „Menu del Pellegrino“ (Pilgermahlzeit) kleineBauernhöfe und Hofläden an den verschiedenen Pilgerrouten, die ursprüngliche Lebensmittel anbieten. Alle Produkte stammen aus biologischem Anbau und werden teilweise nach traditionellen Verfahren hergestellt. (red)

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