Aus dem Bistum

Mittwoch, 06. November 2019

2021 soll Jahr der Ökumene werden

Delegierte der ACK Südwest befassten sich mit Ökumenischem Kirchentag 2021

Die Delegierten der Herbstversammlung mit ACK-Geschäftsführerin

Bad Münster am Stein-Ebernburg. Zur Herbstversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Rheinland-Pfalz und im Saarland (ACK Region Südwest) kamen 30 Delegierte aus 13 Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften auf der Ebernburg zusammen. Als Gäste der ACK Deutschland berichteten der Vorsitzende Erzpriester Radu Constantin Miron und die Geschäftsführerin Verena Hammes unter anderem über den aktuellen Stand der Planungen für den dritten Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) 2021 in Frankfurt. Im Rahmen der Versammlung wurde die Neuapostolische Kirche als Gastmitglied in die ACK Südwest aufgenommen.
„2021 soll ein Jahr der Ökumene werden“, kündigten der Vorsitzende und die Geschäftsführerin der Bundes-ACK mit Blick auf den dritten deutschlandweiten ÖKT im Mai 2021 in Frankfurt und die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im September 2021 in Karlsruhe an. Hammes zufolge soll der Ökumenische Kirchentag zeigen, „wie bunt und lebendig die Ökumene in Deutschland ist“. Um die „ökumenische Realität in unserem Land abzubilden“, sei es wichtig, dass sich auch die kleineren Kirchen und internationale Gemeinden präsentieren und das Programm mitgestalten.
Als eine „Chance für das gegenseitige Lernen sowohl für die mehreren tausend Delegierten und Beobachter aus der weltweiten Kirche als auch für die Kirchen in Deutschland“ bezeichnete Hammes die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen im September 2021 in Karlsruhe. Die neue Leiterin der ACK-Geschäftsstelle machte darauf aufmerksam, dass ÖRK-Vollversammlungen nur alle acht Jahre und an weltweit wechselnden Orten stattfinden, zuletzt 2013 in Busan/Südkorea. Deshalb sei die Versammlung 2021 in Karlsruhe „für uns ein ökumenisches Jahrhundertereignis“. Auch weitere Jahrestage, so Hammes, machten 2021 zu einem ökumenisch bedeutsamen Jahr: darunter das Gedenken an den Auftritt Martin Luthers vor dem Wormser Reichstag 1521 sowie mehrere Jubiläen evangelischer Landeskirchen und katholischer Bistümer.
Im September 2020 findet die bundesweite Feier des ökumenischen Schöpfungstages in Landau statt, die von der ACK Deutschland, der ACK Südwest und der ACK Landau gemeinsam vorbereitet und gestaltet wird. Im Zugehen darauf befassten sich die 30 Delegierten mit dem Schöpfungsverständnis der Orthodoxie. Dies zeichnet sich dadurch aus, so Erzpriester Miron, dass die Schöpfung vor allem christologisch verstanden wird: „Es geht darum, die Schöpfung im rechten Licht zu betrachten und hinter allen geschaffenen Dingen Christus, das unerschaffene Licht, zu erkennen.“ Für den griechisch-orthodoxen Theologen besteht die Aufgabe des Menschen darin, ein guter „Ökonom“ zu sein: ein „Haushalter der guten Schöpfung Gottes“, der nach dem Vorbild Gottes, des liebenden Allerhalters, ökologisch handelt. Eine zentrale Rolle im orthodoxen Schöpfungsverständnis spielt der Lobpreis der Schöpfung und des Schöpfers: „Die Schönheit wird die Welt retten, nicht allein die Klage über die Zerstörung der Erde“, zeigte sich Miron überzeugt.
„Herzlich willkommen in der ACK-Südwest“ – mit diesen Worten begrüßte der erste Vorsitzende, Pastor Jochen Wagner, die anwesenden Vertreter der Neuapostolischen Kirche (NAK) als neues ACK-Gastmitglied. Nach einem mehrjährigen Weg des gegenseitigen Kennenlernens und der Erörterung theologischer Fragen hatten mehr als zwei Drittel der ACK-Mitglieder der Aufnahme der NAK als Gastmitglied zugestimmt. Clement Haeck, von 2009 bis 2019 Apostel der NAK für Rheinland-Pfalz, das Saarland, Belgien und Luxemburg sowie für die beiden afrikanischen Länder Burkina Faso und Niger, dankte „für das Wohlwollen, die Zustimmung und die Begegnungen, die uns gezeigt haben: Wir sind ganz auf dem Weg des Zusammenwachsens“.

Redakteur:  ACK

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